Der Liebe Gott ist endlich online!

Start: 28.Juni 2014 – 23 : 53 Uhr

Aktuell bis zum 14.Juli 2014

Der Liebe Gott ist endlich online!

Teil 3 der Reihe „I LOVE PUTIN!“

Na endlich, dachte Joseph, endlich hat SIE es geschnallt! ER war nicht IHR Großvater! … Ach … diese wahnsinnigen Katholiken! Aber die Moslems spinnen auch, dachte er, und ein ziemlich heißes Bild leuchtete in seinem Geist auf … nun ja, eines muss man ihnen lassen, schüttelte er das innere Bild weg, je näher am Äquator, desto besser wussten die Männer ihre Frauen zumindest sexuell glücklich zu machen.

Schade war ja die Sache mit dem Türken … aber, so war es immer schon gewesen, jeder bekam das, was er verdiente. Ursache und Wirkung, das war das wichtigste Gesetz der hohen Kunst der heiligen Magie, daran musste selbst er sich grundsätzlich halten. Es war letztendlich immer nur die Frage zu klären, was man in seinem Leben anstrebte und welche Wege man dahin einschlug. Glücklicher Weise, so überlegte der liebe Gott, hat es diesen Frauenheld ja noch relativ früh erwischt, denn sein Sündenregister war doch schon zu bedenklicher Größe angewachsen. Wenn der Typ jetzt jedoch endlich aufwachen würde, dann könnte er es noch schaffen. Aber dazu müsste er hören, was ihm die Stunde geschlagen hat. Monalisa hatte ihm SEINE Botschaft ja sogar persönlich mitgeteilt, aber noch hatte den Türken dieser Hinweis nicht im Herzen erreicht. Man musste schon dran glauben, das war auch eines der wenigen, aber sehr wichtigen  Gesetze der Magie.

Ach ja, es war wirklich gar nicht so leicht für ihn, sich das alles auf der Welt so genau und im Detail anzuschauen. Das unnötige Leid und der oft tiefe Kummer war doch bedrückend groß geworden. Die Menschen auf der Erde machten sich das Leben allerdings oft auch selbst sehr schwer. Und Andere nahmen es dafür viel zu leicht.
Zu Hause in seinem herrlichen Paradies war alles es so wunderbar geregelt. Kummer war dort wirklich sehr selten. Joseph schüttelte mit dem Kopf, denn schon wieder tauchte das Bild auf … Ein Paradies aufzubauen war doch im Grunde gar nicht so schwer, im Grunde brauchte man nur einen schönen Campingplatz am Meer …
Er schaute aus seinem Fenster und vor ihm drehte sich die Erdkugel. Ist ja wirklich ein echtes Schmuckstück, dachte er leicht wehmütig. Wenn alles nach SEINEM Plan verlaufen wäre, dann würde dort unten jetzt wirklich ein riesiges Paradies entstanden sein.

Doch seit er sich auf dieses verteufelte „Spiel des Lebens“ eingelassen hatte, war er darin so involviert, er konnte nicht anders, jetzt hieß es rauch oder stirb. An Ende war es ja bei jedem Spiel so, zu Anfang fühlte man noch ganz stark und sicher, man zog seine gut berechneten Züge, nahm es vielleicht irgendwann auch mal etwas zu leicht, aber alles lief im Prinzip bestens, bis dann plötzlich eine hinterhältige und gemeine Attacke stattfindet, mit der man einfach nicht gerechnet hat. Das war dann natürlich auch für ihn ein Problem, aber er gestand, es war dadurch zumindest nicht mehr so langweilig. Er wollte mittlerweile gar nicht mehr immer so genau wissen wie das Spiel ausging. Klar, ER gewann am Ende immer … es sei denn jemand fummelte an der Zeit herum. Andererseits, so stellte der liebe Gott ebenfalls fest, durch die Zeitreiserei wurde das Spiel auch erst so richtig spannend.

Es war bei diesem Spiel zudem nicht immer leicht, ein lieber Gott zu sein, denn man musste auch schon mal ein gutes Pferd opfern um eine Dame zu retten. Aber, Alles in Allem stand es ganz gut für ihn im Moment. Er holte doch gewaltig auf, während sein Gegner eine Figur nach der anderen verlor. Das Spiel befand sich in einer entscheidenden Phase. Seine Dame war schon Numero Zwei. Die Erste hatte er aufgeben müssen. Doch, zum Glück hatte er ja noch einen Bauern in günstiger Position gehabt, einer der von seinem Gegner nicht mehr groß beachtet wurde. Ihn ließ er sich weiterentwickeln und tja, freute er sich, seit gestern hatte er endlich eine neue Dame. Es würde nun zwangsläufig zu einer Veränderung der Spiel-Strategie kommen, es war einiges Unerwartetes zu erwarten, auch wenn seine Zweite Dame für seinen Gegner nicht unbedingt überraschend kam. Nur, was diese Dame für ein Potential noch entwickeln würde, das wusste zu diesem Zeitpunkt keiner von Beiden so genau einzuschätzen.

Satan und der liebe Gott spielten dabei kein normales zweidimensionales Schachspiel und ihre Spiel-Figuren waren auch gar nicht bei ihnen im Raum. Sie selbst saßen sich auch nicht unbedingt immer persönlich gegenüber.
Sie steuerten ihre Figuren nur mit Hilfe ihres Geistes. Das war eine besondere Kunst, die nur wenige beherrschten und der liebe Gott war im ganzen Universum als Meisterspieler bekannt. Aber auch Satan Senior spielte nicht schlecht, leider fuschte er jedoch wo immer es ging. Hinzu kam das Problem, das einige der Figuren geistig immer wieder einschliefen. Und leider musste der liebe Gott erkennen, Satan Senior hatte miese Mittel eingesetzt, um alle Figuren derart einzulullen, dass sie fast alle halb am pennen waren. Aber Joseph erkannte mit Erleichterung, endlich begingen seine Figuren wieder selbst zu kiffen, ER war doch schon ganz schön breit mittlerweile. Joseph wusste nämlich, das einzige wirksame und relativ harmlose Mittel gegen Satans Aluminium, Strontium und Barium-Sprüherei, das war das göttliche Kraut namens Cannabis. Und der THC-Rausch war dabei das ganz Entscheidende.
Dieses aktuelle Spiel war nur eines einer ganzen Serie von Spielen mit Satan Senior, und er spielte es jetzt nach Erdzeit schon fast ein ganzes Jahr mit dem Fürst der Finsternis, doch für ihn persönlich waren gefühlt keine drei Tage vergangen. Allerdings, auch wenn man nur 3 Tage eine Pfeife nach der anderen rauchte und dabei Schach spielen musste, nun ja, das brachte auch einen lieben Gott an seine Grenzen. Und er wusste, das Spiel würde sicher noch weitere 3-4 Tage andauern. Wenn er dabei gezwungen wäre, immer noch weiter zu kiffen, also, dann würde er vielleicht am Ende doch noch verlieren.

Und Satan Senior hatte genau deshalb auch gar nichts dagegen gehabt. Satan kannte die Konzentration beeinträchtigende Wirkung des THC und ihm war es darum nur Recht gewesen, dass der liebe Gott bei dem Spiel unbedingt kiffen wollte. Er dachte, soll der Alte sich den Verstand nur fleißig weg kiffen. Doch, als er jetzt sah, wie bei Joseph auf der Seite so langsam aber sicher alle Spielfiguren einen Joint oder eine Pfeife im Mund hatten, da wurde er doch etwas misstrauisch. Er wusste, Joseph hatte bisher immer ehr gegen die Kifferei argumentiert, zumindest wollte er wie bei Allem einen zurückhaltenden und der Situation angemessenen Konsum. Doch jetzt saß er schon seit Tagen mit ihm zusammen und der gute Mann rauchte Eine nach der Anderen. Da war doch etwas faul an der Sache, grübelte der Fürst schon länger darüber nach. Und, so langsam fragte er sich, wie er selbst einen kühlen Kopf bewahren sollte… ihm wurde ja auch schon ganz komisch, dabei saß er nur dabei und rührte das Zeug nicht an. Aber die Pfeife Gottes qualmte so fürchterlich und er war gezwungen den Rauch immer wieder mal einatmen. Und irgendwie, er blickte über das gesamte Spielfeld, was jetzt darauf abging, also was sollte er dazu sagen?… Die Sache lief wirklich nicht ganz nach Plan.

http://quer-denken.tv/index.php/bibliothek/618-thailand-project-weltweite-lizenzen
http://kenfm.de/blog/2014/06/27/dirkcfleck/ „KenFM im Gespräch mit: Dirk C. Fleck“
http://youtu.be/DmxB9iW6EvY „KenFM über: Kurz Zeit? Gedächtnis?“

29.Juni 2014

Dimitri und das Meer

 

http://bewusst.tv/harmonisierung-von-elektrosmog/ (Anm. d. Autorin: Sollte man sich anschauen!Ich denke, ich bestelle mir auch so ein Ding! Es klingt verrückt, aber man sollte es wohl wirklich einfach mal selbst ausprobieren.)
http://youtu.be/If1kxTLA7t0 „Fuck for WM 2014 – Wie Pyramidenputzer-Medien Ken Jebsen GEZielt diffamieren“

Dimitri hatte bis 10 Uhr geschlafen, doch wirklich erholt war er noch immer nicht. Was war das doch nur für ein wahnsinniger Stress gewesen, sein kleiner „Amsterdam-Ausflug“. Er hatte ja geglaubt, er hätte sich bestens auf diese kleine Holland-Reise vorbereitet gehabt, alles war gut vorbereitet gewesen und sogar so ein toller Camping-Bauwagen erwartete ihn. Da Monalisa und Osram erst gegen Mittag bereit zum Aufbruch gewesen waren, hatte der Tag auch für ihn ganz entspannt angefangen. Dank seines Senders, den er an Osrams Audi befestigt hatte, konnte er den Wagen die ersten 100 Kilometer auch noch ganz gelassen verfolgen. Er musste nicht direkt hinter den Beiden her fahren und da er ja das Ziel kannte, war wirklich alles Super. Selbst das Wetter spielte mit. Doch dann wunderte er sich, denn die Beiden fuhren gar nicht in Richtung Amsterdam. Leider wurde darüber im Wagen nicht gesprochen, so dass er nicht wusste, was die Beiden vor hatten. Wo wollten sie hin? Hatten sich ihre Pläne etwa geändert? Er hatte, wenn es so war, davon nichts davon mitbekommen. Es war ihm nun mal einfach nicht möglich ständig mit einem Ohr und Auge bei den Beiden zu sein. Er musste schließlich auch mal duschen oder schlafen.
Außerdem wollte die Zentrale und auch sein Freund und Vorgesetzter Alexander regelmäßig über den Stand der Dinge informiert werden. In Moskau hatte man nämlich langsam den Eindruck, dass Dimitri den Job nicht richtig ernst nahm. Alexander meinte zu ihm: „Eh, nicht dass Du glaubst, Du kannst im Monalisaland Urlaub machen. Ich will über jeden ihrer Schritte einen Bericht sehen. Ich sage Dir, gerade die nächsten zwei Wochen sind sehr entscheidend, da darf uns nichts entgehen.“
Dimitri hatte ihn gefragt, was denn so besonders an den kommenden Tagen sei und Alexander erklärte ihm, dies habe astrologische Gründe, die er nicht genau erklären könne. Wenn Dimitri mehr darüber wissen wolle, dann müsse er sich die astrologische Deutung seines Namensvetters Alexander Gottwald zu diesen speziellen Tagen anhören. Er habe sich jedenfalls Zugang zu dessen Mitgliederbereich verschafft, was er ihm auch dringend empfehlen würde. Es sei nach diesem, wie Alexander meinte, sehr versierten Astrologen so, dass diese sehr magischen Zeiten noch bis zum 2. oder 3. Juli andauern würden und es sich dabei um eine gerade für Monalisa sehr wichtige Zeit handeln würde. Ja, und er befürchte, dass Monalisa diese spezielle Zeit mal wieder dazu nutzen würde um zu zaubern. Und, wenn sie alle wenigstens wissen wollten, was Monalisa für magische Rituale durchführen würde, sei es unbedingt erforderlich, dass er, also Dimitri, sie nicht aus den Augen ließ. Alle Details der Reise seien jetzt wichtig.

Dimitri folgte dem Audi also weiter unauffällig, meistens blieb er so drei, vier Autos hinter den Beiden zurück. Die Autobahn führte nach Rotterdam. Dimitri überlegte, ob Osram sich vielleicht verfahren hatte, doch der fuhr mit einem Navi und die merkwürdige Frauenstimme des Gerätes forderte den Fahrer nicht zur Umkehr auf. Diese ziemlich emotionslose Stimme war wirklich lange nicht so sexy wie die seines Zentralcomputers, stellte er fest, aber er war sehr froh sie zu hören, denn so wusste er wenigstens ein paar Sekunden zuvor, wann seine Zielpersonen wo abbiegen würden. Aber erst mal ging es immer nur gerade aus in westliche Richtung. Amsterdam lag im Norden, aber dahin wollten sie offensichtlich nicht mehr.
In der Nähe von Breda verließen sie plötzlich die Autobahn und Dimitri folgte ihnen und den Anweisungen des Navis. Es ging über kleine Straßen, Alleen und durch hübsche, typisch holländische Wohngebiete. Wo wollten die Beiden nur hin? Hier war doch weit und breit kein Meer.
Er musste sich jetzt doch etwas mehr konzentrieren, denn er konnte sich nicht an Osram direkt dranhängen. Solche Observationen waren nicht nur ein wichtiger Teil seiner Ausbildung gewesen, denn bevor er seinen Job am Schreibtisch verrichtet hatte, war es immer wieder mal nötig gewesen, unauffällig einer Zielperson zu folgen. Ihm machte dies durchaus Spaß, denn es war eine gewisse Herausforderung. Das Navi eines zu verfolgenden Wagens war dabei zwar eine echte Hilfe, doch, wenn man keine Vorstellung vom Ziel der Zielpersonen hatte, dann erforderte die Verfolgung dennoch die ganze Aufmerksamkeit.

Sie kamen in den Ortskern und Osram parkte sein Auto in einer Nebenstraße und auch er suchte sich einen Parkplatz. Die Beiden stiegen aus und nahmen den Hund an die Leine. Dann ging es durch das Städtchen. Aber nicht, dass die Beiden nun schlendernd sich die Schaufenster und hübschen Häuser anschauten, nein, Osram ging mit dem Hund zügig vorne weg und Monalisa knipste mit ihrer kleinen Kamera hinterher.
Das war auch so ein Problem. Er wollte es auf jeden Fall vermeiden, von ihr fotografiert zu werden. Er wusste, sie würde die Fotos später garantiert zu einem kleinen Film zusammensetzen und diesen womöglich ins Internet tun. Wie peinlich wäre es dann wohl für ihn, wenn seine Kollegen in Moskau oder gar die NSA samt Konsorten ihn darauf erkennen würden. Nein, das musste er unbedingt vermeiden. Er war also gezwungen einen möglichst großen Abstand zu wahren. Doch er wäre kein guter Agent, wenn er damit überfordert gewesen wäre.
Plötzlich hielt Osram vor einer Pizzeria und Dimitri glaubte schon die Beiden wollten Essen gehen, aber sie schauten sich nur suchend auf der Straße um, und drehten dann wieder zurück zum Auto. Dort bekam der Hund etwas Wasser und weiter ging die Fahrt. Diesmal kreuz und quer über kleine Nebenstraßen, links, rechst, geradeaus, halblinks, umdrehen, wieder rechts und dann blieben sie hinter einem Müllwagen stecken. Geredet wurde praktisch nichts, außer, dass Osram sich über sein Navi ärgerte und so wusste Dimitri immer noch nicht, was die Beiden in dieser Stadt eigentlich suchten.
Irgendwann hielt der Audi mitten in einem ganz normalen Wohngebiet und Beide stiegen aus, der Hund blieb im Wagen. Dimitri hielt in einiger Entfernung und sah die Zwei einen Coffeeshop betreten, doch schon nach 15 Sekunden waren sie wieder draußen und fuhren weiter. Ob sie hier Drogen gekauft hatten? Das wäre dann aber sehr schnell gegangen.
Weiter ging die Fahrt, hinaus aus Breda zurück auf die Autobahn in Richtung Rotterdam. Dimitri glaubte nun nicht mehr, dass es heute irgendwie doch noch mal nach Amsterdam gehen würde. Die Beiden hatten ihre Pläne ganz offensichtlich geändert. Er meldete sich bei der Zentrale und hinterließ dort für Alexander eine Nachricht, da der gerade in einer Konferenz war. „Reiseziel anscheinend nicht mehr Amsterdam … ich folge dem Wagen jetzt in Richtung Rotterdam … neues Ziel jedoch noch unbekannt.“

In Rotterdam musste er richtig aufpassen, denn in dem dichten Verkehr konnte es leicht geschehen, dass er den Anschluss an sein Zielobjekt verlor. Gut, der Sender würde sicherstellen, dass er die Beiden irgendwie wieder fand, nur jetzt glaubte er zu wissen, was Osram in Rotterdam wollte. Und genau da wollte er auch unbedingt hin. Er hatte sich ja ganz darauf verlassen, dass sie nach Amsterdam fahren würden und dort wäre es für ihn ein Leichtes gewesen etwas Gras zu kaufen, doch hier in Rotterdam, wo sollte er da suchen? Er wollte nicht bei der Zentrale in Moskau deswegen anfragen und um im Internet selbst danach zu suchen, dazu hatte er jetzt auch keine Zeit.
Er verfolgte also den Audi und war erleichtert, dass Osram ein Parkhaus aufsuchte, denn auf der Straße gab es selten zwei freie Parklücken in der Nähe. Er fuhr also auch in das Parkhaus und folgte den Beiden dann so unauffällig wie möglich. Aber weit liefen sie nicht, denn oh la la, da war ein Coffeeshop, mitten in der Stadt. Die Beiden gingen in den Laden und er folgte ihnen. Er glaubte einfach nicht, dass Monalisa es wagen würde hier ein Foto zu machen.
Er stellte sich fast direkt neben sie an den Tresen und machte seine Bestellung, fünf Gramm White Widdow. Er bekam sein Gras problemlos ausgehändigt, doch Osram und Monalisa wurden durch eine andere Tür gebeten. Dumm, da konnte er nicht hinter her. Er wartete also vor vor den Coffeeshop und hoffte, dass die Beiden bald wieder auftauchen würden.
Und tatsächlich, es dauerte nur wenige Minuten und sie betraten wieder die Straße und gingen direkt zum Parkhaus zurück. Er hätte jetzt ja gerne in einem der Straßencafes einen Cafe getrunken, aber es ging sofort wieder zurück zum Auto. Wie es weiterging, war ihm immer noch nicht klar. Osram und Monalisa sprachen die ganze Zeit nur relativ wenig. Das Einzige, was er heraus hören konnte, das war, dass sie nun irgendwo weiter im Süden des Landes auf einen speziellen Campingplatz wollten. Nur wo der sich genau befand, dass wussten die Beiden wohl selbst nicht so genau, sie schienen sich auf ihrer Fahrt ganz ihrem Navi anvertraut zu haben.

Und so fuhr er wieder in einem gewissen Abstand hinter ihnen her. Ihm wurde klar, dass alle seine Vorbereitungen für die Katz waren. Was nützte ihm jetzt noch die Buchung seines coolen Bauwagens. Der stand nun mal in Amsterdam. Zum Glück hatte er sein kleines Zelt, dass er noch aus seiner Zeit im Außendienst besaß, und den neuen Schlafsack dabei. Zur Ausstattung seines Zeltes gehörte ein kleiner Gaskocher und ein Alu-Napf, damit würde er sich dann wenigstens einen löslichen Kaffee kochen können, denn den hatte er sich wohl weißlich eingepackt. Schade um den hübschen Bauwagen, dachte er, dann werde ich wohl die Nacht auf meiner alten Isomatte schlafen müssen.

Alexander meldete sich in seinem Ohr: „Dimitri? Hörst Du mich? Wo fährst Du denn jetzt hin? Das ist doch nicht der Weg nach Amsterdam.“
„Ja, ich weiß, die Beiden müssen ihre Pläne geändert haben, ich habe bisher noch nicht herausgefunden, wo es genau hingeht. Irgendein Campingplatz im Süden des Landes.“
„Und was macht ihr dann in Rotterdam?“
„Dort haben die Beiden wohl etwas Dope gekauft. Genau weiß ich das aber nicht.“
„Sage mal, was bist Du denn für ein Penner, warum glaubst Du, bist Du unterwegs? Ich habe Dir gesagt, ich will alles ganz genau wissen, jedes Detail zählt. Und, komme nicht auf die Idee, Dir selbst auch die Rübe zu zu kiffen, Du bist nicht zu Deinem Vergnügen unterwegs.“
„Schon klar, ich bin so nah dran wie möglich, aber Madame knipst die ganze Zeit herum, ich kann mich nicht auf ihren Schoß setzen.“
„Wenn ich Dich auf einem ihrer Fotos entdecke, mein Guter, dann kostet Dich das was,“ drohte Dimitri. „Das fehlte noch, dass die NSA uns bei der Arbeit zu sieht. Es reicht schon, dass man dort jetzt auch so langsam wach wird. Ich weiß es nicht hundertprozentig, aber es könnte sein, dass man dort auch entschieden hat, Ferien am Strand zu machen.“
„Dazu müssten die auch erst mal wissen wo …“ Dimitri musste aufpassen, denn der Audi fuhr von der Autobahn um auf einer Landstraße weiter zu fahren. „Mach Dir keine Gedanken, die Beiden entkommen mir nicht, ich habe ja mein Zelt dabei.“
„Dein Altes? Ich weiß nicht, russische Ein-Mann-Zelte fallen auf einem holländischen Campingplatz ziemlich auf,“ meinte Alexander. „Dort wohnt man üblicher Weise in Wohnmobilen oder Hauszelten mit Wohnwagen. Aber Du wirst schon wissen, was Du machst, sieh nur zu, dass Dich weder Monalisa noch ein Mossad- bzw. NSA-Agent ablichtet. Und soweit ich weiß, ist auch der MI6 aufgewacht.“
„Ich passe schon auf, Du, ich muss jetzt anhalten, die Beiden scheinen eine Rast einzulegen.“
„Melde Dich, sobald Du weißt, auf welchem Campingplatz die Beiden übernachten werden. Vielleicht schicke ich Dir noch jemanden zur Verstärkung. Ich denke daran, Olga mit ihrem Wohnmobil zu Dir zu schicken. Finde also heraus, wo die Beiden ihr Zelt aufstellen.“
„Alles klar, so jetzt scheint es weiter zu gehen, der Hund hat getrunken und Pippi gemacht. Ich müsste eigentlich auch mal.“
„Na dann, viel Spaß, wir reden später wieder.“

Die Landschaft fand Dimitri sehr reizvoll, denn die Straße ging direkt an der Küste entlang in Richtung Ziriksee. Ob sie dort hin wollten? Aber nein, die Fahrt ging immer weiter. Als die Beiden dann sogar Vlissingen rechts liegen ließen, da fragte er den Zentral-Computer, was denn nun noch für Ferienorte in Frage kommen könnten. Was er nämlich mittlerweile wusste, das war, dass es sich um einen ausgewiesen Hunde freundlichen Campingplatz handeln sollte.
Sie fuhren durch einen über 6 Km langen Tunnel unter dem Meer durch und dann ging es endlich westwärts. Die Sexystimme meldete sich und nannte ihm nur einen Platz, der in Frage kommen könnte, denn der hieß Hunde ausdrücklich Willkommen. Laut Berechnung des Computers würden sie diesen Ort in etwa einer halben Stunde erreichen können, doch die Sexystimme meinte, die Rezeption sei schon seit einer Stunde geschlossen. Hm … ob sie alle die Nacht am Strand verbringen mussten?

Sein Navi zeigte ihm die Route zu dem besagten Campingplatz an, doch Osram schien den Weg dahin nicht zu finden, sein Navi schickte ihn mal hier und mal da hin. Dimitri konnte ihnen nicht folgen, denn die Beiden fuhren über einsame Feld- und Wirtschaftswege und dort würde er mit seinem Auto als Verfolger sofort auffallen. Er wartete also am Straßenrand und beobachtete auf seinem Bildschirm die Irrfahrt des Audi. Die Beiden Insassen merkten nicht erst jetzt, dass ihr Navi offensichtlich auch oft nicht so richtig wusste, wo es lang ging. Dimitri stieg aus dem Wagen und erleichterte sich an einem Gebüsch etwas abseits der Straße. Da sah er den Audi vorbei fahren und er beeilte sich die Verfolgung wieder aufzunehmen. Jetzt hatte Osrams Navi wohl endlich den Weg gefunden und kurze Zeit später fuhren seine Zielpersonen auf den Parkplatz des Hunde freundlichen Campingplatzes. Endlich, das war wirklich eine unerwartet lange und anstrengende Fahrt gewesen. Die Frage war jetzt nur, wo würden sie schlafen, denn die Rezeption war nicht mehr besetzt, wie die Beiden jetzt auch feststellten. Er hatte sein Auto abgestellt und beobachtete aus der Ferne, wie Osram telefonierte. Zu dumm, dessen Handy hatte er bisher noch nicht angezapft. Das würden sie schnell nachholen müssen. Er meldete sich bei Alexander und der nervte ihn, wegen Osrams Handy: „Man Junge, bin ich denn im Kindergarten? Wieso hast Du Osrams Handy nicht schon längst … ach herrje … wirklich! … Ja, ja, ich kümmere mich darum …“
„Ich weiß jetzt noch nicht, ob sie hier bleiben werden und wie ich auf den Platz kommen soll, das weiß ich auch noch nicht.“
„Zur Not musst Du halt am Strand in der Penntüte schlafen,“ meinte Alexander. „Ist doch schön … regnen wird es zumindest nicht. Ich habe Olga auf den Weg geschickt, sie wird morgen früh da sein, dann kannst Du mit ihr zusammen wohnen.“
„Wer ist denn diese Olga, kenne ich die?“
„Ich glaube nicht, sie ist ganz sympathisch, und immer noch recht hübsch.“
„Wie alt ist sie denn?“
„53 glaube ich. Wirst Dich schon mit ihr vertragen, sollst sie ja nicht glücklich machen, sonder ihr Zwei sollt arbeiten. Ich will möglichst viele Bilder, Informationen und Berichte.“
„Alexander, warte … ich glaube die Beiden bleiben hier, scheinen jetzt auf den Platzwart zu warten. Vielleicht kann ich den ja dann noch ansprechen, wegen eines Platzes für mich.“
„Vergiss das, Du kannst mit Deinem Zelt nicht da hinein, da kannst Du gleich ein Schild aufstellen: „KGB-Außendienst““
„Ich muss also an den Strand, ich verstehe. Hm … die Restaurants hier scheinen alle schon geschlossen zu haben.“
„Hast Du denn keinen Proviant mitgenommen?“
„Wozu denn, ich dachte, ich könnte in Amsterdam mit den Beiden Essen gehen. Auf dem Camping Platz dort konnte man alles Nötige in einem kleinen Supermarkt besorgen und auch in die Altstadt ist es dort nur ein Katzensprung. Aber ich habe zumindest etwas Kaffee dabei, ich werde schon nicht verhungern.“
„Ich sehe hier gerade, am Strand muss eine besonders schöne Strandbude sein, da bekommt man auch in einer Stunde noch etwas zu Essen. Ich sage mal, suche Dir ein Plätzchen in den Dünen und morgen kommt Olga und alles ist gut. Melde Dich noch mal, wenn Du in Deinem Zelt liegst.“

Und so kam es, dass er durch die Dünen stapfte, nachdem sich für Osram und Monalisa wie von Zauberhand die Schranke geöffnet hatte und die Beiden dahinter verschwanden. Er war Monalisa und dem Hund zu Fuß gefolgt, während Osram den Wagen zu einer Stelle fuhr, wo sie zu übernachten gedachten. Also gut, dachte Dimitri, die Beiden hatten ihr Ziel offensichtlich erreicht, jetzt musste er nur auch noch einen Schlafplatz finden.
Wild campen war in Holland eigentlich nicht erlaubt und so nahm er erst mal nur seinen Schlafsack und seine Tasche mit dem kleinen Gaskocher mit. Er brauchte jetzt erst mal einen Kaffee, eine Zigarette und dann würde er in die Strandbude gehen. Alexander meinte deren Küche hätte noch bis 21 Uhr geöffnet.

Doch bis er sein Plätzchen gefunden hatte und seinen dampfenden Becher in Händen hielt, verging relativ viel Zeit. Großen Hunger verspürte er nicht, obwohl er seit dem Frühstück nichts gegessen hatte und er wollte jetzt eigentlich nur noch eins, mit einem dicken Joint in der Hand den Blick auf das sich vor ihm unendlich ausbreitende Meer genießen. Der Strand war unglaublich breit, offensichtlich war gerade Ebbe, und die Luft sehr klar, so dass er eine sehr gute Fernsicht hatte. Von seiner Stelle aus konnte er den Strand gut überblicken, ohne selbst gesehen zu werden. Er zündete sich seinen Joint an, zog zwei mal, inhalierte und schon breitete sich in ihm das Gefühl einer großen Entspannung aus. Jetzt erst merkte er wie anstrengend diese Fahrt tatsächlich gewesen war. Irgendwie war er wohl etwas aus der Übung gekommen in den letzten Jahren. Erst hatte er es ja sehr gut gefunden, im Warmen im Büro vor seinen Bildschirmen sitzen zu können, doch jetzt, wenn er daran dachte, dann schüttelte es ihn. Nein, darauf hatte er in Zukunft keine Lust mehr. Es war doch wirklich viel schöner und interessanter selbst zu leben.

Er packte sein gutes, altes Fernglas aus und beobachtete die Schiffe, die weit draußen auf dem Wasser langsam vorbei zogen. Die Sonne bewegte sich auf den Horizont zu und der Wind wehte auf. Aber es war immer noch sehr warm. Alles in Allem schien das Wetter geeignet für eine Nacht unter freiem Himmel zu sein. Ob die Beiden ihr Zelt jetzt schon fertig aufgebaut hatten, fragte er sich gerade, als er sie auf dem Strand entdeckte. Sie gingen mit dem Hund ans Wasser und Monalisa knipste und knipste. Es war absolut unmöglich sich ihnen zu nähern, denn auf dem Strand waren kaum noch andere Menschen zu sehen. Dann verschwanden die Beiden plötzlich aus seinem Blickfeld, er musste aufstehen und etwas suchen, doch bald entdeckte er sie ganz in seiner Nähe. Sie hatten sich in den Windschatten eines kleinen Strandhäuschens gesetzt um sich einen Joint zu teilen. Der Hund lag friedlich daneben, ihm schien es hier auch ganz gut zu gefallen.

Ach ja, jetzt würde er sich gerne zu den Beiden setzen, einfach so, als zufällige Bekanntschaft. Doch Monalisa würde dann garantiert ein Bild von ihm machen wollen und mit welcher Begründung sollte er das ablehnen? Er setzte sich so, dass er seine Zielpersonen gut sehen konnte und rauchte seinen zweiten Joint. „Ah ja, Mann war das gut! Wie lang war es nur her, dass er sich so frei gefühlt hatte? Und der Sonnenuntergang war wirklich beeindruckend schön. Er holte seine kleine Kamera hervor und machte ein paar Bilder. Wenn Alexander die sah, dann würde er sicher ganz neidisch werden. Ob er jetzt vielleicht doch noch etwas in der Standbude Essen gehen sollte, seine beiden Zielobjekte würden jetzt sicher nicht mehr wo anders hinfahren. Sein Magen knurrte und so machte er sich auf den relativ kurzen Weg. Jedoch ging er nicht über den Strand, sondern hinter den Dünen, denn Monalisa holte ständig ihre Kamera hervor und knipste damit.
Als er die Strandbude erreichte, stellte er fest, die Küche hatte schon geschlossen, aber er konnte sich immerhin noch ein Bier bestellen und damit setzte er sich auf die große Terrasse mit Meerblick. Monalisa und Osram saßen etwa 100 Meter weiter weg und beobachteten wie er, die untergehende Sonne. Was hatte er doch nur für ein Glück! Endlich Ruhe und Frieden, endlich Feierabend!
Irgendwann gingen Monalisa und Osram zurück zum Campingplatz und er konnte endlich auch mal ans Wasser. Er steckte seine nackten Füße hinein. Oh … wie herrlich, und gar nicht zu kalt. Morgen würde er sich in die Wellen wagen, doch jetzt hieß es zurück zu seinem Schlafsack zu gehen, im Dunkeln würde es schwer werden ihn wieder zu finden. Ja und Alexander wartete sicher auch schon ungeduldig auf seinen Bericht.

Am nächsten Morgen erwachte er relativ früh, denn sein Schlafsack war in der Nacht doch ziemlich feucht geworden. Gefroren hatte er zum Glück nicht, diese Nato-Schlafsäcke waren erstaunlich kuschelig, stellte er fest. Er machte seinen Gaskocher an um sich einen Kaffee zu kochen, und dem Strand beim erwachen zuzuschauen. In der Nacht war es absolut ruhig gewesen, kein Mensch weit und breit, außer der leichten Brandung hatte er kaum ein Geräusch gehört und entdeckt hatte ihn anscheinend auch niemand. Er drehte sich eine Zigarette. Seit er im Monalisaland war, war er auf Selbstgedrehte umgestiegen, denn die Zigaretten waren in Deutschland ziemlich teuer, fand nicht nur er. Die westlichen Staaten verlangten immer höhere Steuern dafür. Dimitri fragte sich, mit welchem Recht ein Staat sich eigentlich dermaßen bei den Rauchern bediente. Auch auf den Sprit erhoben Viele immer höhere Steuern. Er wusste, in Deutschland diskutierte man öffentlich die steigenden Kosten für Strom. Dies sollte im Prinzip der Bevölkerung aber nur ihren Ökotripp verleiden. Und die Preise fürs Wohnen stiegen ebenfalls. Er hatte sich wegen der Wohnung von Osram noch nicht konkret gekümmert, aber ihm war der Preis eigentlich sowieso etwas zu hoch. Klar, das Hotel war noch viel teurer, aber wenn alles gut ging, dann konnte er in Kürze ein größeres Zimmer bei Einstein bekommen. Da würde er zwar bei der Renovierung etwas nachhelfen müssen, doch die Kosten für den nackten Raum waren jedenfalls so gering, dass Alexander keinen Grund mehr zum Meckern haben würde. Seit Putin gegen die Verschwendung beim Staatsapparat angetreten war, saß Alexander auf der Spesenkasse. Es war nicht so, dass Putin den Geheimdiensten weniger Geld gab, im Gegenteil, ihr Gehalt war ganz ordentlich angestiegen. Aber Putin verlangte, das alle operativen Ausgaben auf ihren Sinn und Zweck überprüft wurden. Die dadurch eingesparten Mittel wurden für die technische Neuausstattung benötigt, viele Gebäude mussten gründlich renoviert werden und sie brauchten nicht nur einige, wenige neue Westautos. Doch insbesondere die Anschaffung und der Betrieb des brandneuen Zentralcomputers verschluckte immense Summen. Sein Potential war riesig und immer noch ausbaufähig. Er musste sagen, die Computer-Technik bedeutete eine echte Erleichterung im geheimdienstlichen Tagesgeschäft, doch so eine Verfolgung wie gestern, die war gerade deswegen spannend für ihn gewesen, weil er das Ziel nicht gekannt hatte. Die perfekte Computer unterstützte Überwachung war für die Agenten im Grunde eine echt langweilige Angelegenheit geworden.

Am nächsten Morgen: Alexander meldete sich bei ihm, als er sich gerade auf den Weg zu seinem Auto machte. Dort sollte gegen 10 Uhr Olga auftauchen. Als er am Campingplatz ankam, sah er, dass der kleine Lebensmittel-Laden auf hatte. Er beschloss dort mal hinein zu schauen, denn jetzt hatte er wirklich Hunger. Er stand gerade vor der Milch als er neben sich Monalisa bemerkte. Sie wollte offensichtlich ebenfalls etwas fürs Frühstück einkaufen. Ihr unerwartet und so plötzlich so nahe zu sein, regte ihn ziemlich auf, ja er war fast erschrocken. Hatte sie ihn etwa entdeckt? Zum Glück hielt sie ausnahmsweise mal keine Kamera in der Hand. Er beobachtete sie so unauffällig wie nur möglich, registrierte jedoch alles, was sie einkaufte. Butter, Brötchen, zwei Croissants, Tabak.
Dann verließ sie den Laden und er folgte ihr, nachdem er sich ebenfalls für Brot, Butter und Käse entschieden hatte. Er kam an ihrem Zelt vorbei und sah, sie hatte für das Frühstück schon den „Tisch“ oder besser den Teppich gedeckt. Das sah alles richtig gemütlich aus bei den Beiden und gerne hätte er sich dazu gesellt. Doch das ging natürlich nicht. Außerdem, er musste zum Parkplatz zurück, dort würde Olga sicher bald auftauchen.
Er ging zu seinem Wagen und schmierte sich auf dem Fahrersitz sitzend ein Brötchen. Leider hatte zu dieser Zeit noch kein Restaurant geöffnet, so dass er auf Kaffee verzichten musste. Zudem, er wollte die Rezeption möglichst im Blick behalten. Olga, so hatte Alexander ihm gesagt, käme mit einem schönen, neuen und recht großen Wohnmobil, er hatte ihm das Kennzeichen genannt und so wartete er mit seinem Käsebrötchen in der Hand auf das richtige Fahrzeug.

Er hatte sich gerade den letzten Bissen in den Mund steckte, da kam es um die Ecke. Olga winkte ihm zu. Sie war eine Ex-KGBlerin im Außendienst. Heute lebte sie in Amsterdam und sprang ein, wo es gerade nötig war. Alexander hatte erzählt, dass sie mit einem Kollegen dort eine Scheinehe führe. Das Hausfrauen-Leben ermöglichte es der Zentrale sie jederzeit irgendwo in einen Einsatz zu schicken, ohne dass sie durch einen Job oder gar Kinder gebunden war. Olga parkte neben ihm. Sie stieg aus ihrem Führerhaus aus und lachte ihn fröhlich an: „Na, gut geschlafen, ich bin Olga, hallo Dimitri!“
„Hallo Olga, Danke, die Nacht war super, aber gegen ein kuscheliges Bett habe ich auch nichts einzuwenden.“
„In meinem Mobil ist Platz genug, Du wirst staunen, was sich hierin alles verbirgt. Komm, wir gehen zur Rezeption und melden uns an, wir können hier nur 15 Minuten stehen, siehst Du das Schild?“
„Ach, habe ich gar nicht gesehen, stimmt…“, sagte Dimitri, der sich wiedermal fragte, wo seine Gedanken waren. Auch Olga wird sich dies nun fragen, dachte er. Aber Olga drehte sich einfach um und ging zur Rezeption. Er ging hinterher. Er würde nach außen hin ihr Geliebter sein, und dabei würde es auch bleiben, wies er sich zurecht, denn seine Gedanken schweiften ab, als er ihre Hüften sah. Scheiße, die Frau hatte einen geilen Arsch, dachte er. Olga wusste das und geizte auch nicht damit ihn immer gut in Szene zu setzen. Ihr war ihr Hintern heilig. Dimitri spürte es, die Frau wollte es gerne von Hinten.
„Eh … was ist mit Dir los,“ fragte Olga. „Hast Du Deine Papiere dabei?“
Da sah er, dass Olga schon alles soweit geregelt hatte, sie wurden jetzt nur noch gefragt, wo auf dem Platz sie stehen wollten. Die Frau hinter der Theke hatte ihnen ein paar Plätze auf einem Lage-Plan angekreuzt.
„Wo willst Du hin,“ fragte Olga in einem Ton, der ihn sofort an seine Frau erinnerte.
„Er schaute auf den Plan und suchte den Platz von seinen Zielpersonen. Ein Kreuzchen befand sich ganz in der Nähe und er tippte mit dem Finger darauf.
„Gut, wie lange bleiben wir? Bis Sonntag,“ fragte Olga bemüht freundlich.
„Samstag Morgen muss ich wieder weg,“ antwortete Dimitri leicht gereizt.
„Die Frau hinter der Theke machte sich natürlich ihre eigenen Gedanken über das merkwürdige Paar vor ihr, aber als diese durch die Tür verschwanden, hatte sie sie auch schon fast wieder vergessen.

Er fuhr mit seinem Auto voraus, doch als er an der Stelle ankam, wo er gestern noch das Zelt von Monalisa und Osram hatte stehen sehen, da war der Platz leer. Das Zelt war weg. So ein Mist, sie mussten umgezogen sein, denn den Platz verlassen hatten sie nicht, darauf hatte er geachtet. Er setzte sich seinen Ohrstöpsel auf und lauschte. Hm … die Beiden bauten möglicherweise tatsächlich gerade irgendwo ihr Zelt wieder auf. Er hörte die Stimme von Monalisa: „Oh ja, der Platz ist wirklich besser, hier ist es schön schattig durch den großen Baum … was meinst Du Siux, hier ist es doch ganz schön, oder? …“ Wo mochten sie jetzt sein? Er schaute sich nach hohen Bäumen um, denn so genau war der Sender am Audi auch wieder nicht zu orten. „Na, egal,“ dachte er und suchte erst mal seinen eigenen Platz, „ich werde sie schon wiederfinden.“

Olga rangierte den großen Caravan sehr gekonnt und mit wenigen geübten Handgriffen hatte sie auch das Vordach angebracht, zwei Stühle und ein Tisch. Dann verschwand sie im Wagen und sagte: „Ich wette, Du hast schon länger nichts Gutes mehr gegessen, ich habe leckere Sachen eingekauft, soll ich uns ein Frühstück zaubern?“
„Ich hatte nur ein Käsebrötchen und heute früh einen schwarzen Kaffee, ein Frühstück käme mir gerade Recht,“ sagte Dimitri und setzte sich auf einen der Stühle.
„Wie wäre es mit einem Pfannekuchen,“ kam es aus dem Wageninneren.
„Das klingt noch besser,“ rief Dimitri zurück. „Ist das nicht ein holländisches Nationalgericht?“
„Mit Sirup, aber ich habe auch Schinken und Käse, sehr lecker, ich bin ganz gut im Pfannekuchen backen. Ich liebe die Dinger.“
Hm … das sah man auch, ging es Dimitri durch den Kopf. Olga war doch etwas mollig, fand er. Zumindest der Hintern und vorne war auch etwas mehr dran.
„Soll ich helfen,“ fragte er so freundlich wie möglich.
„Nein, nicht nötig, aber vielleicht willst Du Dir mal mein Büro anschauen,“ schlug Olga vor und so stand er auf und kletterte ebenfalls in das Auto. Mann, das war ja ein Luxusmobilheim mit allem Drum und Dran. Doch dann fiel sein Blick auf Olgas Hintern der gerade in der großen Schlafkoje verschwand.
Ach, Scheiß drauf, dachte Dimitri, Monalisa und Osram würde er später garantiert am Strand finden, jetzt war erst mal Olga dran. Er schaltete sein Ohr aus, die nächste halbe Stunde wollte er möglichst nicht gestört werden.

Als Olga dann endlich den Pfannekuchen servierte, da waren sie sich sehr sympathisch und Dimitri fühlte sich blendend. So konnte dieser Trip an Meer gerne weiter gehen. Die Pfannekuchen schmeckten tatsächlich super und Olga lächelte. Jetzt sah sie um 10 Jahre jünger aus und Dimitri erkannte, dass sie immer noch recht hübsch anzusehen war. Sie schmierte ein paar Brote für sich und ihn, das würde ihr Proviant am Strand sein. Sie erzählte, dass sie einen richtig tollen Windschutz besitzen würde und überhaupt perfekt für einen Tag am Strand ausgerüstet sei.
Er ließ sich noch etwas Kaffee nachschenken und Olga packte alles ein. Er würde den Rucksack tragen müssen, erklärte sie, und sie selbst würde den Korb nehmen. Sie fragte ihn, ob er eine Badehose und ein großes Handtuch habe. Er bejahte und holte seinen Kram aus seinem Auto.
Viel Zeit brauchten sie nicht und sie konnten zum Stand laufen. Der war nicht weit weg und als sie sich dort umschauten, da entdeckten sie Monalisa und Osram an ungefähr der gleichen Stelle, wo Dimitri sie am Abend zuvor beobachtet hatte. Zu Nahe durften sie nicht heran, überlegte er, doch Olga meinte, sie sollten sich auch einen Platz oben zwischen den Strandhäuschen suchen. Und so kam es, dass sie bald schon wie ihre Zielpersonen im Schatten ihres Windschutzes aufs Meer hinaus schauten. Wenn sie zur Seite schauten, dann konnten sie Monalisa und Osram gut sehen. Monalisa schaute herüber und holte ihre Kamera hervor. Dimitri duckte sich schnell weg und auch Olga drehte ihr Gesicht zur anderen Seite. Das Monalisa mit einer Kamera bewaffnet war, das hatte ihr Dimitri vergessen zu sagen. Tja, jetzt war es geschehen, aber gut, auf diese Entfernung waren sie bei Monalisas einfacher Kamera sicher nicht so genau zu erkennen, beruhigten sie sich.

Dann zeigte Olga auf den Strand und Dimitri sah Osram in Badehose mit dem Hund Richtung Meer stapfen. Olga gab ihm einen leichten Schubs und sagte: „Los, hinterher, oder soll ich gehen?“
„Ich will nicht in ihr Visier geraten,“ sagte er seiner Kollegin, und so machte sich Olga auf den Weg. Sie wollte auch gerne etwas ins Wasser, denn die Sonne schien ziemlich warm vom blauen Himmel. Klar, sie sah auch die scheiß Chemtrails, aber dagegen war man einfach machtlos. Diese Schweine vergifteten die Menschheit dermaßen dreist von Oben herab und lachten alle aus, die den Unterschied zwischen einem Kondensstreifen und einem Chemtrail erkannten. Sogar im Trinkwasser war das Zeug schon drin, in allen stehenden Gewässern ließ sich der Anstieg der Aluminiumkonzentration nachweisen. Und kaum einer Ahnte, dass Aluminium reinstes Gift für den Geist des Menschen war. Drecksschweine, dachte Olga, aber jetzt will ich mir davon den schönen Tag nicht vermiesen lassen.
Als sie zurück kam roch sie den typischen Duft von Cannabis und als sie sich setzte reichte ihr Dimitri seinen Joint. „Oh,“ sagte Olga, „Du weißt Dir das Leben aber schön zu machen.“
„Ich bin ein Anfänger drin, in Moskau gibt es das jetzt zwar auch an jeder dritten Ecke, wenn man die richtigen Viertel kennt, aber ich habe da bisher kein Interesse dran gehabt. Doch wenn man Monalisas Tagebücher liest, dann kann man nicht anders, man muss es einfach auch mal selbst ausprobieren.“
„Kifft sie auch?“
„Sie und er, wenn sie etwas haben zumindest. Ich bin mit ihnen gestern durch halb Holland geirrt, denn leider wird hier nicht mehr überall an Ausländer verkauft, habe ich zumindest gehört.“
„Ja, nicht wahr, was für ein Schwachsinn! Den scheiß Alkohol bekommst Du immer und überall, aber wegen dem viel harmloseren Gras regen sich die Nachbarländer total auf. Das ist alles ein dermaßen korruptes System, schrecklich. Und, wenn zum Beispiel im deutschen Bundestag auf der Herrentoilette Kokain-Spuren gefunden werden, dann wird natürlich der Putzfrau unterstellt, sie hätte sich da eine Nase gezogen. Also ich bezweifle sehr, dass eine Putzfrau soviel Geld dafür übrig, und ausgerechnet an dem Ort darauf Bock hat. Aber die Abgeordneten, die scheinen mir immer öfter total stoned zu sein. Auch die Merkel ist doch nicht immer ganz klar im Kopf.“
„Die, das meinst Du doch nicht im Ernst, die kokst doch nicht.“
„Dann nimmt sie eine andere Droge, Tabletten vielleicht. Ist Dir aufgefallen, dass sie seit dem Winter ganz schön abgenommen hat?“
„Meinst Du?“
„Klar, ich sehe jedes Kilo an einer anderen Frau. Angie fastet. Ich denke, der Hüftbruch war ihr ein Warnzeichen. Ich glaube, dass die Ärzte ihr dazu geraten haben, etwas mehr Bewegung und mehr Salat. Vielleicht hat sie aber auch so einen Vita-Chip bekommen. Der soll auch schlank machen können. Dauert etwas, aber es funktioniert wohl ganz gut.“
Dimitri verkniff sich die Frage, warum Olga nicht auch so einen Chip nutzte, wenn man damit so bequem abnehmen konnte. Ihn störte es ja nicht, wenn eine Frau wie eine Frau aussah, aber er wusste doch, dass die Frauen selbst das gar nicht so sahen. Die wenigsten waren glücklich über ihre überflüssigen Pfunde.
Aber egal, dachte er, jetzt ein kleines Nickerchen, das war genau das Richtige. Er schaute zu Monalisa hinüber doch er sah von ihr nur die Beine, mit dem Rest hockte sie im Schatten ihres Windschutzes. Ach, ja, er spürte es, der Frau ging es jetzt sicher auch ganz gut.

http://youtu.be/jBbT55O21xk „Andreas Popp mit heiklen Informationen“
http://youtu.be/AyMdhnqDTZo „Raumenergie – die unterdrückte Alternative zur Atomkraft“ (Wichtig!)
https://www.compact-online.de/compact-juli-2014/

2.Juli 2014

Dimitri und Olga

 

http://bewusst.tv/das-goettliche-ich/
http://nuoviso.tv/das-mysterium-antiker-tempelanlagen-robert-stein/ 

Dimitri saß immer noch an seinem Bericht. Alexander verlangte von ihm einen möglichst Detaillierten, doch so einfach war das gar nicht ohne Bilder. Sicher, er hatte Fotos vom Strand, schöne Sonnenuntergänge und so, aber aussagekräftig war kaum etwas davon. Er hatte nur Eines, dass Monalisa wirklich komplett und aus großer Nähe zeigte. Doch das Bild wollte er in seinem Bericht nicht zeigen. Das Bild war Seins. Es war für ihn ganz persönlich gedacht, davon war er überzeugt. Er wusste, sie wusste, dass es dieses Bild gab. Es war in der Nacht zu ihrem Geburtstag entstanden und es war ein großartiges Bild. Nur … nun ja, es war doch so persönlich und intim, der Gedanke, dass dieses Bild irgendwie plötzlich die Runde machte, also nein, das wollte er nicht. Zudem sagte er sich: „Wer weiß, wozu ich dieses Bild noch mal gebrauchen kann.“
Ansonsten war es praktisch unmöglich gewesen, die Beiden vor die eigene Linse zu bekommen, denn der Strand war so leer, da fiel jeder auf, der eine Kamera mitführte. Wenn, dann sah man vielleicht ein Smart-Phone, mit dem jemand mal eben ein Bild vom Meer machte, aber sich anschleichen und dann versteckt hinter einer Hecke das große Tele hervorholen, das ging an diesem Strand einfach nicht.
Ja, und auf dem Platz, nun, er hatte ihren neuen Stellplatz zwar schnell gefunden, doch da war bis auf eine freie Superstelle alles besetzt, auch wenn in den Wohnwagen gerade niemand wohnte. Diese eine Stelle aber, die war natürlich genial. Er ging daher zur Rezeption und versuchte dahin um zu buchen, doch leider, gerade vor ihm war der Platz vergeben worden, sagte die Frau am Tresen. Ob er mit seinem Platz nicht zufrieden sei, wurde er gefragt, und er erklärte, er würde gerne etwas näher am Meer wohnen.
Die Frau am Tresen schüttelte mit dem Kopf und dachte wahrscheinlich: Die paar Meter, Mensch, die Leute haben doch Urlaub und Zeit genug … sagte aber: „Ich habe hier noch einen Platz, nur ihr Wohnmobil ist recht groß, da sind eigentlich nur kleine Zelte zur Zeit.“
„Junge Menschen sicherlich,“ sagte Dimitri, „das ist doch sehr schön, ich nehme den Platz.“

Und so kam es, dass auch er mit Olga noch mal umziehen musste. Doch Olga war ja nicht zum Vergnügen da und beschwerte sich natürlich nicht. Im Gegenteil, auch sie war neugierig auf diese besonderen Zielpersonen. Sie hatte die Zeit genutzt und sich noch etwas eingehender informiert und dabei war sie natürlich auf Monalisas Internetseite hängen geblieben. Bei so viel Material, Text und Video, würde sie Wochen brauchen um sich das alles gründlich anzuschauen. Aber dies versprachen interessante Wochen zu werden. „Schade,“ dachte sie, „dass ich in diesen Fall nur kurz involviert sein werde.“ Am Samstag würde ihr Auftrag erledigt sein und sie würde wieder zurück in ihre Scheinehe müssen und dies war nicht immer ein Zuckerschlecken. Zum Glück lernte sie ab und zu einen feschen Kollegen kennen, der Lust auf etwas mehr Nähe hatte. Ihr Hintern war jedenfalls befriedigt worden und so wie es aussah, konnte sie sich auf eine angenehme Nacht freuen. Das war leider gar nicht so oft der Fall und auch nicht jeder Spion sah aus wie Carry Grant. Doch Dimitri war ganz passabel, und dass er kiffte, das kam ihr durchaus entgegen. Russische Agenten hatten mit dieser Droge meist nicht so viel am Hut. Sie selbst jedoch kiffte gerne mal um nicht zu sagen, sie tat es eigentlich recht oft, zumindest phasenweise. Aber so ein Joint am Strand, das war natürlich das Beste. Dort war es auch egal, wenn man davon kotzen musste. Sie hatte es gesehen, auch Monalisa hatte sich übergeben müssen. Doch, wen hat es interessiert? Niemanden. Einfach etwas Sand drüber und gut war es. Ja, kiffen am Strand, das war wirklich eine geniale Verbindung, dachte Olga und Dimitri pflichtete ihr bei, als sie ihm dies sagte.

Sie verstanden sich also ganz gut und ihr Umzug klappe reibungslos. Monalisa und Osram bemerkten davon nichts, denn die waren zu der Zeit immer noch am Strand. Dimitri ging zu ihrem Zelt, doch so nah, dass er eine Kamera installieren konnte, kam er nicht ran, denn neben den Beiden war ein Wohnwagen mit großem Vorzelt bewohnt und die Leute schienen ein wachsames Auge auf ihre Umgebung zu haben. Der freie Platz, den er jetzt gerne gehabt hätte, der war immer noch frei. Wer den wohl gebucht hatte? Wenn es sich um seine Konkurrenz handelte, dann war er am Arsch. Von dort aus hätten die einen derart genialen Blick bis in die hinterste Ecke von Monalisas und Osrams Zelt. Schade, wenn er mit Olga den Platz bekommen hätte, er hätte einen super tollen Bericht machen können mit jeder Menge interessanter Bilder. Aber zu diesem Zeitpunkt dachte er noch ganz entspannt: „Monalisa macht aus ihren eigenen Bildern garantiert in Kürze einen Film und lädt ihn auf ihre Seite. Dann kann sich jeder ein Bild davon machen. Doch es war schon Dienstag und Monalisa schaute sich ihre Fotos noch nicht mal an. Mit Osram und diesem Tux hatte sie die am Samstag Abend einmal kurz durchgeschaut, aber wohl auch nicht alle. Normalerweise würde er gedacht haben, dass sie sich sofort hinsetzt und innerhalb von 2-3 Tagen wäre ihr Filmchen dann fertig und wohl auch öffentlich, aber nichts da, Madame arbeitete aus irgendeinem Grund nicht daran. Das war für ihn jetzt natürlich etwas doof, denn mit ihrem Film zusammen, wäre sein Bericht schnell fertig. So aber grübelte er und kam nicht richtig weiter. Auf welche Details hatte er möglicher Weise nicht genügend geachtet? Bei einer üblichen Observation, nun, da war es wichtig, wer wen wann wo traf oder was wer wie wo für wen kaufte, oder es war entscheidend heraus zu bekommen, was wer sagte, schrieb oder tat. Doch was war wichtig, wenn eine Sonnengöttin und ihr satanischer Partner am Strand saßen? Ihre Gespräche konnte er nicht immer verfolgen, denn keiner nahm sein Handy mit. Monalisa hatte ihres sogar ganz ausgeschaltet. Osrams war zum Glück jetzt angezapft.
Ja und auf dem Platz? Was war wichtig zu erfahren, worauf sollte er achten? Von Olgas Büro aus war nur wenig mit zu bekommen, denn so schnell fand man auch keine Möglichkeit, den Ort mit versteckten Kameras zu versehen. All zu oft konnten sie aber auch nicht an ihrem Zelt vorbeigehen, denn Monalisa hatte den Weg vor ihrem Areal immer im Blick und ihre Kamera lag höchstwahrscheinlich auch immer griffbereit.

Das war wirklich eine komplizierte Sachlage, die auch Olga schnell begriff. Monalisa und Osram hatten einen sehr geschickten Weg gefunden sehr privat und dennoch mitten unter Menschen zu sein. Das Einzige was ihnen zur Verfügung stand, war der Sender an Osrams Audi, damit konnten sie zumindest halbwegs die Gespräche am Zelt belauschen. Doch, dass, was er da hörte, nun, das war nicht viel. Es gab nur einen Satz, der ihm immer wieder in Erinnerung kam. Es war am Freitagmorgen gewesen, an Monalisas 50. Geburtstag. Sie kam gerade von der Dusche und hatte sich fein gemacht. Und Osram stand am Kofferraum und begrüßte seine Freundin mit den Worten: „In den Kleid siehst Du aber ziemlich breit aus.“ Er wäre fast vom Stuhl gefallen und auch Olga zuckte zusammen. Was für ein Spruch zum Geburtstag!
Und was hatte Monalisa geantwortet? „Oh Osram, das ist genau das, was eine Frau zu ihrem 50. Geburtstag gerne hört.“ Olga und er waren sicher, dass es jetzt zu einem Streit kommen würde, doch nichts da, von einem Streit war nichts zu merken.
Auch als die Zwei mit ihrem Hund dann an den Strand gingen, es gab kein Donnerwetter und auch als sich der Himmel später tatsächlich zuzog und die Beiden vor ihrem Zelt saßen, es in der Ferne sogar schon donnerte, er und Olga konnten keine Verschlechterung der Stimmung feststellen. Das einzig Aufregende war im Grunde nur die Ankunft der Leute, die den so begehrten Logenplatz bekommen hatten. Olga ging gleich nachschauen und erzählte, es sei ein Pärchen, etwa 40 Jahre alt und wahrscheinlich Deutsche. Ob es sich bei ihnen um irgendwelche geheimdienstlichen Mitarbeiter handelte, dass konnte Olga nicht sagen, nur, dass der Wohnwagen so genial stand, dass es zum weinen war.

Doch dann, plötzlich, Dimitri schaute aus dem Wagen durch sein Fernglas, sagte er zu Olga, die gerade etwas zu Essen vorbereiten wollte: „Scheiße, was ist das denn?“
„Wieso, was ist?“
„Die packen alles zusammen.“
„Wer, diese Leute mit dem Wohnwagen?“
„Nein, Osram. Der baut das Zelt ab. Und Monalisa sucht den Kram zusammen. Wann haben sie dies denn nur entschieden? Ich raff das nicht, warum? Was soll das denn jetzt?“
„Vielleicht haben sie Sorge wegen des Gewitters,“ überlegte Olga, die in der Ferne am Himmel einen Blitz wahrnahm.
„So ein Scheiß aber auch, ich muss hinterher, wenn die jetzt fahren,“ sagte Dimitri und legte seine Hand auf Olgas Hüfte, die zu ihm an den Tisch gekommen war.
„Soll ich mitkommen,“ fragte sie.
„Ins Monalisaland?“
„Nun, warum nicht,“ sagte Olga, „ich bin mit meinem Wohnmobil doch sehr flexibel. Ich kann auch von da aus arbeiten, ist ja nicht weit von der Grenze.“
„Hm … eigentlich keine schlechte Idee,“ sagte Dimitri. „Was ist mit Deinem Kollegen in Amsterdam?“
„Ach der, der arbeitet an seinem eigenen Projekt zur Zeit.“
„Also gut Olga, dann mach Dich startklar, ich kümmere mich um mein Auto. Reisen wir eben auch ab. Ich hoffe nur, die Beiden gehen jetzt auch endlich mal wie versprochen Essen, ich habe Lust auf Scholle.“
„Die gibt es in dem Restaurant neben der Rezeption,“ sagte Olga.
„Ja, ich weiß und da wollen sie wohl auch vor der Fahrt noch hin, wenn ich es richtig verstanden habe.“
„Die Küche macht aber erst um 17 Uhr auf, jetzt ist es halb Vier,“ meinte Olga.
„Hm … wir werden ja sehen. Es wird bestimmt 18 Uhr bevor sie loskommen. Also genug Zeit für uns, ebenfalls etwas zu Essen.“
„Dann packe ich den Kram hier wieder ein,“ sagte Olga, die ja eigentlich gerade etwas kochen wollte.
„Ja, lass uns Essen gehen, meine Gute. Dann sind wir bestens für die Rückfahrt gestärkt, denn, ich habe gerade mal geschaut, also, bis ins Monalisaland, das kann gute 3 Stunden dauern.“
„Und Du wohnst da jetzt in einem Hotel,“ fragte Olga.
„Ja, aber wenn Du mich einlädst, dann schlafe ich gerne bei Dir in Deiner tollen Koje,“ sagte Dimitri und lächelte Olga an.
Die grinste zurück und meinte: „Gerne, mein Freund. Aber jetzt mach hinne, die Beiden sind schon fast fertig mit packen.“

Ja und dann kam die Horrorfahrt. Aus der Scholle wurde leider nichts, denn die Beiden verzichteten darauf und machten sich schon nach einem einfachen Getränk, sie hatte eine Apfelschorle und er eine Cola bestellt, auf den Weg. Olga und er waren gar nicht erst dazu gekommen etwas zu bestellen. Tja und dann hieß es den Zielpersonen und ihrem verrückten Navi unauffällig zu folgen. Das war jedoch praktisch unmöglich und Dimitri konnte nur hoffen, dass Osram und Monalisa selber so mit der Fahrerei beschäftigt waren, dass Madame nicht hinter sich schaute.

Olga und er waren über ihre künstlichen Ohren immer in direktem Kontakt, doch da Olga die Anweisungen des Navis nicht hörte, musste sie sich voll auf Dimitris Wagen konzentrieren. Doch der musste auch zusehen, dass er mit den Beiden vor ihm klar kam, denn die verhielten sich völlig unberechenbar. Er hatte den Grund dafür nicht gleich verstanden, doch als er dann das Problem begriff, nun, da war er erst Recht gestresst, allein nur beim Hinterherfahren.
Osrams Scheibenwischer hatten nämlich ihren Geist aufgegeben und es regnete, ja, sie fuhren direkt in das Gewitter hinein. Klar, so konnte und durfte das nicht lange bleiben und natürlich rechnete Dimitri jeden Moment damit, dass die Beiden anhalten würden um wenigstens das Unwetter abzuwarten. Sie fuhren auch an jeder Menge kleiner, recht einladender Restaurants vorbei, während sie sich durch den Feierabend-Verkehr belgischer Dörfer schlängelten, aber nichts da, Osram fuhr stur weiter und er hörte ihn immer wieder leise fluchen. Einmal hielt er an und Dimitri sah ihn an den Scheibenwischern herum fummeln. Doch der Mann dachte offensichtlich nicht daran, einfach aufzugeben und endlich Essen zu gehen. Nein, Osram wagte sich bei Regen ohne funktionierende Scheibenwischer sogar auf die Autobahn.

Dimitri konnte es nicht glauben, denn er selbst wäre keinesfalls ohne Scheibenwischer gefahren, ganz bestimmt nicht. Und allein nur vom Zuschauen, wie Osram sich durch den dichten Verkehr schob, nein, das war spannender als jeder Krimi gewesen und einmal hätte es auch fast einen Unfall gegeben. Doch auch nach diesem Vorfall, Osram fuhr immer weiter.
Zum Glück, irgendwann hörte der Regen auf und Dimitri konnte etwas entspannen, aber er war ganz schön geschafft. Außerdem hatte er Hunger. Doch Osram hielt weder an einer Tankstelle, noch fuhr er von der Autobahn ab um vielleicht jetzt mit seiner Freundin Essen zu gehen. Dimitri versuchte sich vorzustellen, er würde seiner Frau an ihrem 50. Geburtstag so einen Tag liefern, allein schon der Spruch am Morgen … aber dann auch noch diese Fahrt, nein, seine Frau hätte danach die Scheidung eingereicht, auch ohne neuen Liebhaber. Aber in dem Audi waren keine Spannungen wahrzunehmen. Wieder musste er über diese besondere Form der Beziehung zwischen Monalisa und Osram nachdenken. Was hielt die Beiden nur zusammen? Gut, Osram würde in Kürze seine eigene Wohnung unter Monalisas Reich beziehen, aber das war keine große Veränderung, denn Osram schlief auch heute schon in seinem eigenen Zimmer.
Wenn er ihren Gesprächen so lauschte, dann bedeutete die Tatsache, dass Osram nun in dem Haus seine eigene Wohnung haben würde sogar ganz im Gegenteil, dass ihre Verbindung noch enger wurde. Denn Osram begriff jetzt wohl endlich, dass er auf dem Pullerweg in einem Paradies leben und arbeiten konnte. Wenn man Monalisas Bücher dabei im Kopf hatte, dann verstand man, dass dies tatsächlich eine entscheidende Wende in der Geschichte bedeutete. Nur, was bedeutete dies für den Rest der Welt? Wenn es schon Folgen hatte, wenn Monalisa ihre Fenster putzte, was bewirkte dann dieser Aus- und Einzug? Wie sollte er diese Dinge angemessen beurteilen? Welche Schlussfolgerungen mussten sie alle für sich daraus ziehen? Ach … er legte den Stift weg. Er brauchte eine Pause. Er schaute auf den Parkplatz gegenüber seines Hotels. Da stand Olga mit ihrem Wohnmobil. Ob er sie jetzt einfach mal besuchen sollte, vielleicht hatte sie ja Lust auf ein kleines Nachmittags-Schläfchen.

Doch als er bei Olga an die Tür klopfte und eintrat, da sah er sie ganz konzentriert in ihre Kopfhörer lauschen. Sie winkte ihn zu sich und reichte ihm auch einen Hörer. Der war kabellos, was er sehr schätzte. Er trat hinter Olga und schaute mit ihr in das Gartenhäuschen von Osram und Monalisa. „Ich habe gerade mit Alexander gesprochen und er meint, ich solle mich schon mal in den Fall einarbeiten … dieser Osram, was ist das nur für ein cooler Typ … ehrlich … ich finde, er sieht total gut aus. Nur, wenn ich an seine Art denke, also es ist echt ein Hammer, was der so für Sprüche macht. Und sie bleibt dabei immer total freundlich, ich würde mit diesem Mann an meiner Seite wahnsinnig.“
„Ist Monalisa ja auch geworden, Frühjahr 2005 hat sie ihn kennen gelernt und im Grunde ging es da auch gleich los. Aber er war immerhin die letzten Jahre dann absolut treu an ihrer Seite und hat ihr sehr geholfen. Echt, der Frau ging es ziemlich beschissen. Das war für ihn auch kein Spaß. Ich denke, diese Zeit hat sie so eng zusammengeschweißt. Für mich verhalten sie sich wie Geschwister. Die kann man sich zwar normalerweise nicht einfach so irgendwo suchen, aber die lieben sich auch, auch wenn der Bruder oder die Schwester so ihre Macken hat. Dies würde auch erklären, wieso jeder sein eigenes Schlafzimmer hat.“
„Trotzdem, ein Bruder, der mich dermaßen zum 50. beglückwünschen würde, dem würde ich die Augen auskratzen. Aber gut aussehen, das tut er schon, jedenfalls auf den Fotos sieht er ziemlich männlich aus. Der 3-Tage-Bart ist besonders toll.“

Dimitri war das auch schon aufgefallen, doch dass die Frauen einen so nachlässig und wenig elegant gekleideten Bauarbeiter-Typen gut fanden, nun, er hatte zwar schon öfter gehört, dass Handwerker in Deutschland so einiges bei ihren Hausbesuchen erlebten, aber Osram? Der würde die Frauen alle zur Verzweiflung treiben, da konnten sie mit dem Hintern wackeln wie sie wollten. Der Mann wollte verführt werden und zwar richtig oder der Ofen blieb aus. Bisher hatten sie diesen Mann noch nie bei irgend etwas erwischt. Selbst als sie in seiner Wohnung alles verwanzt hatten, es gab von ihm keine intimen Bilder. Nicht ein Einziges, denn der Mann lebte und liebte gern im Dunkeln. Da wurden die Rollläden herunter gezogen und das Licht komplett gelöscht. Auf ihren Bildschirmen war alles schwarz und gehört hat man praktisch nichts. Es war zum verzweifeln, denn selbst als sie es mit Infrarot versucht hatten, da war nichts zu sehen, als ein sich nur unmerklich bewegender heller Fleck. Damit konnte man niemanden bloßstellen. Der Fleck konnte alles sein.

Olga hörte sich das sehr nachdenklich werdend an und meinte: „Meinst Du echt, da ist was dran, an der Geschichte mit Satan und Monalisa? Ich meine, sie ist doch keine Göttin, in echt, oder?“
„Ich weiß es auch nicht, sie selbst vielleicht auch nicht. Aber sie tut zumindest so, denke ich. Sie versucht zu zaubern.“
„Hm … Magie … warum nicht? Magie ist cool …“
„Ja, wenn man sich damit auskennt,“ sagte Dimitri. „Hast Du Ahnung davon,“ fragte er Olga und legte seine Hand auf ihre Schulter.
„Kommt drauf an … ich bekomme besondere Kräfte in der Horizontalen.“
„So so …“ Dimitri sah auf den Bildschirm … Monalisa kam ins Gartenhäuschen, da sollten sie besser genau zuhören. Andererseits, die Einladung war deutlich und eine Frau stieß man nicht zurück, wenn sie es magisch haben wollte.
„Könnte ich Dir vielleicht bei Deinen magischen Ritualen behilflich sein, ich würde da gerne mehr drüber lernen,“ schnurrte Dimitri Olga ins Ohr. Er küsste sie auf den Hals.
„Dein Hintern ist bestimmt auch schon ganz neugierig …“
Olga lehnte sich zurück und ihr Kopf landete bei seinem Geschlecht. Es war hart. Nun ja, überlegte sie, soviel würde schon nicht in dem Gartenhäuschen passieren … selber leben war nun mal auch wichtig.

 

4.Juli 2014

Jeder weiß es!

 

http://youtu.be/SyDRCdkwTP8 „Banken-Whistleblower bei Finanzminister Spindelegger – EZB Mario Draghi – Montagsdemo“ EZB Mario Draghi warnt vor Bankencrash – Wistleblower Harvey Friedmann bei Puls4 mit Finanzminister Spindellegger . . .
Die EZB warnt vor Blasen bei Aktien und Anleihen. Die Finanzstabilität der Eurozone sei gefährdet. Schuld daran sei die Suche der Investoren nach Rendite. Zudem gebe es in den Bilanzen der Geldhäuser immer noch zu viele faule Kredite…
http://youtu.be/MeQ6dkg8fes „Bankenmafia – Warum ist das malaysische Flugzeug verschollen? – Bankster Club“ Hintergründe zum verschollenen Flugzeug MH 370 Malaysia-Airlines Boeing 777-200 am 23. März 2014. Bis heute wurde es nicht gefunden. Unter den Passagieren befanden sich auch 20 Angestellte von Freescale Semiconductor, einer Firma mit Sitz in Austin (Texas).
Zwölf von ihnen waren malaysischer und acht chinesischer Nationalität.
Milliardär Jacob Rothschild wird der alleinige Eigentümer des wichtigen Patent. ARM-Mikrocontroller KL-03, die anderen 4 chinesischen Pateninhaber waren in diesen Flugzeug und sind gestorben…Wenn ein Patentinhaber stirbt, teilen die anderen Eigentümer gleichermaßen in Dividenden von Verstorbenen. Wenn vier der fünf Patentinhaber sterben, dann bekommt der lebende der Patentinhaber 100% des Patents. Der verbleibende Patentinhaber ist die Firma Freescale Semiconductor. Wem gehört Freescale Semiconductor? Die Antwort ist: Jacob Rothschild. Dieser Britische Milliardär besitzt die Firma Blackstone, der wiederum besitzt die Firma Freescale Semiconductors.

https://www.radio-utopie.de/2014/07/03/russland-oberster-sicherheitsrat-schlaegt-u-n-o-konferenz-zur-beendigung-des-weltweiten-permanenten-kriegszustands-vor/
„Ist doch wirklich krass,“ sagte Olga zu Dimitri, „Alle wissen im Grunde Bescheid, das Weltfinanzsystem ist am Ende, nur wenn man hier auf dem Platz vor der Eisdiele sitzt, dann könnte man wirklich glauben, es geht immer so friedlich weiter, hier ist alles gut und schön, doch wie lange noch?“
„So war es immer, vor einer Währungsreform tun alle Verantwortlichen so, als ob nichts wäre, denn ansonsten würden die Leute besorgt zu ihrer Bank gehen und ihr Geld abheben. Doch dann ist sofort Feierabend, es brauchen nur 5% der Leute ihr Geld abholen und die Banken sind Pleite. Wenn die Bevölkerung also eine Revolution will, so braucht sie eigentlich nur ihr Konto leer räumen. Davor haben die Mächtigen der Welt echte Angst., denn sie wollen sich den Zeitpunkt für ihren Crash nicht so einfach nehmen lassen. Nur wenn sie bestimmen wann wie und wo, können sie den Bürgern auch noch das letzte Hemd rauben. Ich sage Dir, dass was in Zypern passiert ist, dass wird auch hier im vermeintlich so wohlhabenden Deutschland passieren. Und dann ist es gerade hier in Osterath mit dem Frieden vorbei. Hier werden die Banken reiche Beute machen können,“ sagte Dimitri und zündete sich seine erste Zigarette des Tages an. Er hatte die Nacht bei Olga verbracht und Alexander hatte vorgeschlagen, dass er ganz in das Wohnmobil umzog, die Hotelrechnung wäre doch ganz schön happig.
Olga hatte ihm ihre Koje auch angeboten und da sie sowieso den ganzen Tag miteinander verbrachten, warum also nicht? Olga war nett und hatte einen tollen Hintern. Außerdem war sie nicht auf den Kopf gefallen und die Ausstattung ihres „Büros“ war hervorragend. Zusammen mit seinen Möglichkeiten waren sie wirklich ein gut ausgerüstetes Team. Nur, auf dem Parkplatz konnten sie nicht die ganze Zeit stehen bleiben, das war viel zu auffällig. Er wusste, es gab in der Nähe direkt am Rhein einen schönen, kleinen Campingplatz. Sie wollten dort am Nachmittag mal vorbei fahren und sich die Sache anschauen. Er hatte ja immer noch sein Auto und konnte im Falle des Falles in wenigen Minuten im Monalisaland sein.

„Oh schau!“ Olga stupste Dimitri an und er sah Monalisa auf ihrem Fahrrad in Richtung Supermarkt fahren. Sie trug ihr rotes Kleid und hatte nasse Haare. Er schaute auf die Uhr. 11:34 Uhr, Madame hatte wie so oft länger geschlafen. Nur von Mittwoch auf Donnerstag nicht, da hatte sie gar nicht geschlafen, sondern an dem Holland-Film gearbeitet. Es war wirklich irre, aber sie benötigte für die Erstellung eines solchen Filmes keine 12 Stunden. Nur, als sie den dann bei You Tube hoch laden wollte, da funktionierte dies nicht. Er hatte in dieser Nacht natürlich auch kein Auge zu getan, denn er wollte unbedingt sehen, was sie aus den vielen Fotos machen würde und natürlich musste er prüfen, ob er oder auch Olga darauf zu sehen waren. Und tatsächlich es gab zwei Bilder, da hatte Madame sie erwischt, doch wenn man ihn und Olga nicht kannte, dann war es nicht festzustellen. Aber es gab trotzdem viele interessante Dinge auf den Bildern zu sehen und darum hatte er sich eine Kopie gemacht und diese seinem Bericht hinzugefügt. Einen besseren Observationsfilm gab es bestimmt noch nie, denn er war aus der Perspektive der Zielperson gemacht. Und Monalisa ließ sich sogar ganz buchstäblich in die Karten schauen und er hatte sich natürlich so seine Gedanken zu den Karten gemacht.
Olga war von den Karten begeistert und las seit gestern den „Götterboten“ sehr aufmerksam. Er hatte ihr seine heimlich gezogene Datei gegeben, denn auf Monalisas Seite waren nur die ersten 30 Seiten veröffentlicht. Für den Rest wollte sie happige 64 Euro. Klar, gemessen an dem Gegenwert war das nicht viel, doch wenn man es umsonst haben konnten? Warum dafür bezahlen? Klar, Monalisa war immer knapp mit dem Geld, doch es war ihnen nun mal nicht erlaubt, Madame zu unterstützen. Sicher, Dimitri wusste, dies war eine blöde Ausrede, denn es bedeutete natürlich nicht, dass man die Göttin bestehlen durfte. Er stellte fest, ja, er hatte deswegen durchaus ein schlechtes Gewissen, aber schnüffeln war nun mal sein täglich Brot.

Olga hatte natürlich auch den neuen Teil von „I LOVE PUTIN“ gelesen. Der Titel lautete: „Der liebe Gott ist endlich online“ und darin entdeckte sie dann, was er schon befürchtet hatte. Auch Olga war nun Teil des Buches. Klar, Olga hieß nicht Olga, aber alles andere traf schon ziemlich genau zu. Olga war das mit ihrem Hintern etwas peinlich, aber er tröstete sie und meinte, er fände ihren Hintern tatsächlich ganz wunderbar und sie bräuchte ihn bestimmt nicht zu verstecken.
„Ja, aber, was wenn man mich daran jetzt erkennt?“
„Hm … daran habe ich noch nicht gedacht, das ist sicher … nun … also, schau Dich doch mal um, haben nicht auch andere Frauen einen tollen Hintern?“
„Trotzdem, ich werde in Zukunft längere T-Shirts tragen müssen.“
„Das ist aber sehr bedauerlich,“ schnurrte Dimitri.
„Für Dich lüfte ich ihn gerne, wenn Du in meine Koje kommst,“ schnurrte Olga zurück, „was meinst Du, sollen wir jetzt mal zum Campingplatz fahren?“
„Gute Idee! Ich gehe den Kaffee bezahlen, müssen wir noch etwas einkaufen?“
„Das mache ich, während Du Dein Zimmer im Hotel räumst.“
„Dann ist es also entschieden?“
„Klar, ich finde Dich nett und Du bist gut im Bett,“ sagte Olga und lächelte zuckersüß dabei.

 

„So, sie hat den Fernseher ausgemacht, ich würde sagen, dann machen wir jetzt auch Feierabend, oder was meinst Du, Olga? Ich habe noch ein Fitzelchen von dem Gras, hast Du Lust, Dir den Joint mit mir zu teilen,“ fragte Dimitri und trat vor das Wohnmobil. Sie hatten einen tollen Platz erwischt. Er konnte vor sich direkt den Rhein vorbei ziehen sehen. Es gab ganz in der Nähe eine große Trauerweide unter der man wunderbar sitzen konnte. Da wollte er jetzt hin und ausspannen, denn alles in allem war es doch noch ganz stressig geworden. Er hatte schnell zusammenpacken müssen, dann waren sie gemeinsam nach Plus gefahren, da Olga meinte, bei Plus gäbe es einige Dinge, die Aldi nicht hätte. Das mit dem Campingplatz hatte dann zum Glück ganz reibungslos funktioniert, doch um 17.30 Uhr hatte Monalisa angefangen mit der Fernbedienung herum zu spielen und dies erforderte von ihm immer höchste Konzentration. Zum Glück machte Madame das nicht mehr täglich von morgens bis in die Nacht hinein. Ein Stündchen ab und an, das war ihm wirklich genug, denn danach hatte er so viele Notizen gemacht, die musste er erst mal in Ruhe studieren um die Botschaften zu verstehen. Danach musste alles noch in seinen Bericht für den Tag.
Olga hatte das zuerst gar nicht verstanden, sie fragte: „Was soll daran von Interesse sein, sie zappt doch einfach nur gelangweilt durch das Abendprogramm?“
„Von wegen, schön wär’s … diese Kommunikation ist für mich von aller größtem Interesse, ich sage Dir, da erfährst Du alles was wichtig ist.“
„Was soll daran wichtig sein? Ich verstehe nur Bahnhof und mir wird beim Zuschauen schon ganz schwindelig.“
„Das vergeht schnell, wenn Du Monalisa besser kennst. Zu Anfang hatte ich es ja auch für Blödsinn gehalten, aber heute sitze ich selber auch immer wieder mit der Fernbedienung vor der Glotze und versuche es ihr gleich zu tun.“
„Aha …“
„Ich sage Dir, arbeite Dich ein, lies ihre Sachen, schau ihre Filme, ich habe auch noch Dinge, die sie bisher nicht veröffentlicht hat. Wenn Du dann im Thema bist, nun, ich versichere Dir, dann probierst Du es auch.“
„Was probiere ich,“ fragte Olga und nahm den frisch entzündeten Joint entgegen.
„Gottes Stimme zu hören,“ sagte Dimitri ohne mit der Wimper zu zucken.
Olga musste Husten und zwar nicht wegen des Joints. „Wie bitte? Bist Du … ich meine … warst Du mal beim Arzt?“
„Ich bin völlig o.k., keine Sorge, aber ich meine es tatsächlich ernst. Wenn Du gut zuhörst, dann verstehst Du, was IHR GOTT IHR sagt.“
„So so … und was sagt IHR Gott so,“ fragte Olga und konnte sich ein Lächeln dabei nicht verkneifen.
„Brauchst gar nicht so grinsen, auch Du wirst IHN bald schon verstehen. Wer Ohren hat, der höre, wer Augen hat, der sehe.“
„Also gut, und was sagt dieser Gott?“
„Alles mögliche, er nimmt Stellung und macht Hoffnung, er gibt Ratschläge und übt Kritik. Aber man merkt ganz klar, ER ist auf Monalisas Seite, auch ER will eine Bessere Weltordnung. Aber man muss es selbst erlebt haben, man muss genau zuhören, doch nach so einer Stunde bin ich meistens klüger als zuvor. Und zudem, es ist sehr unterhaltsam. Damals 2006 war dies allerdings ein Horror-Job, denn Monalisa arbeitete wie eine Besessene. Es war der Hammer, damals, echt, Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wir waren alle über Wochen voll im Einsatz, eine ganze Abteilung reichte nicht, wir mussten Verstärkung anfordern, denn alle möglichen Leute interessierten sich für das, was Monalisa da aufschnappte. Ich kann Dir sagen, wir alle standen ziemlich unter Strom, denn wenn Madame mit ihrem Kram in die Öffentlichkeit gegangen wäre, also, da musste man wirklich mit Allem rechnen.“
„Und warum weiß ich da nichts drüber, wenn das so ein dickes Ding war,“ fragte Olga immer noch etwas skeptisch.
„Es war total geheim, es war … nun ja, die ganze Geschichte ist halt ziemlich verrückt,“ meinte Dimitri und nahm den letzten Jointzug. „Ach, echt schade, dass es dieses Gras nicht bei Plus zu Kaufen gibt.“
„Cannabis bei Plus?“
„Klar, Alkohol verkaufen die dort doch schließlich auch.“
„Na, das wäre dann wirklich wie in einem Paradies, ein Kiffer-Paradies,“ meinte Olga und lehnte sich an den dicken Stamm der Trauerweide. „Ich meine, Kiffer sollten sich das Zeug selbst anbauen dürfen, wer Kartoffeln essen will, der darf das schließlich auch tun. Aber damit tut sich selbst Holland schwer. Es geht halt immer ums Geschäft und wenn sich jeder seine Kartoffeln selbst anpflanzt, dann verliert selbst der klügste Bauern sein gutes Geschäft. Und die Preise wären auch total im Arsch, für Alle.“
„Das ist Marktwirtschaft, der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Und sicher, da das Zeug letztendlich wie Unkraut wächst, kann damit kaum einer noch etwas verdienen. Vollständige Legalisierung würde allerdings nicht nur die Mafia arm machen, problematischer ist es für die CIA, die finanzieren damit ihre ganz großen Schweinereien. Für die ist der Drogenhandel eine der wichtigsten Einnahmequellen. Ohne das Geld aus dem Drogenverkauf, keine Schwarzen Projekte. Der Preis muss also hoch sein, das gleiche gilt natürlich auch für ÖL und Gas.“
Olga rutschte etwas tiefer und legte ihren Kopf auf Dimitris Oberschenkel. „Ach ist das schön! Ich habe wirklich keine Sehnsucht nach Amsterdam.“
„Nicht? Aber da könnten wir jetzt kiffen bis der Arzt kommt. Ich habe leider nichts mehr.“
„Wir können ja morgen hinter die Grenze fahren, ich habe einen niederländischen Pass, ich bekomme da überall etwas.“
„Oh ja, gute Idee, fahren wir nach Venlo, ich will sehen, was der Easyman macht.“
„Easyman? Wer ist das?“
„Oh, bei dem war schon Euer König zu Gast … als er noch ein Prinz war. Easyman ist ein alteingesessener Coffeeshop-Besitzer mitten in Venlo. Ein cooler Typ, hat Rastalocken bis zum Arsch … ach da fällt mir ein, wolltest Du Deinen nicht für mich lüften?“
„Jetzt, hier?“
„Wenn Du willst, dann gehen wir dazu in Deine Koje,“ schnurrte Dimitri.
Olga fühlte seine Hand auf ihrem Rücken. Diese glitt tiefer und als sie sanft über ihren Allerwertesten strich, da bekam sie eine Gänsehaut. Dimitri hatte sehr aufregende Hände, er wusste offensichtlich etwas damit anzufangen. Sie drehte sich zu ihm und schaute ihn an. Er beugte sich zu ihr hinunter und küsste sie. „Komm meine Süße, ich bin auch ganz lieb zu Dir.“

Alexander saß derweil immer noch in seinem Büro. Er hoffte, Madame würde endlich die Karten legen. Er hatte sich nach dem offiziellem Feierabend noch in Dimitris Büro gesetzt und Monalisas Gespräch mit Osram verfolgt. Beide saßen wie so oft zusammen im Gartenhäuschen um einen Kaffee zu trinken. Osram reparierte eine alte Schreibtischlampe und sie schaute zu. Dabei lief das Radio wie immer im Hintergrund. Die Nachrichten berichteten von dem neuen Skandal, man hatte diesen angeblichen Doppelagenten gefasst. Doch Alexander bezweifelte, dass dieser Typ für sie gearbeitet hatte, denn es war töricht die Infos über E-Mail weiter zu geben, es sei denn, man möchte, dass jemand Wind davon bekommt. An der Sache war etwas faul und wenn er Monalisas Kommentar dazu richtig verstanden hatte, dann wollte auch sie zu diesem Thema noch die Karten legen. Er hatte es schon getan, doch kam sie zu dem selben Ergebnis?
„Herz 9 – Pik König – es ist geschehen“, seiner Meinung nach bedeutete dies, dass der Typ es gewollt hat, er wollte für die Russen arbeiten. Dass er als Pik König auftauchte, nun ja, klar, ein Geheimdienstmann ist sicher ein etwas dunkler und geheimnisvoller Typ. Aber der Pik König kann auch einen Feind anzeigen, denn dort hätte, seiner Meinung nach, auch gut ein Karo König hin gepasst. Dann wüsste man, es ist ein echter „Freund“. So aber sah die Sache für ihn nicht ganz eindeutig aus.
Doch, wenn er dann auf die Pik 7 zwei Karten legte, dann stand dort „Unangenehme Überraschung – dunkle Angelegenheit“. Hm … und wenn er drei Karten auf den Pik König legte, dann stand da: „Information – Glück/Erfolg – Du machst Dir sorgenvolle Gedanken“ Er, Alexander machte sich diese Sorgen, denn das Ass zeigte von ihm zu dem König. Und zugleich sagten die Karten, dass der Pik König Informationen bekommen hat. Und dann, dann kamen die Karten, über die er jetzt schon die ganze Zeit nachdenken musste. Auf den Wunsch hatte er nämlich auch drei Karten gelegt und da stand nun: „höchstes, persönliches Glück – Erfüllung – Herzdame“.
Ob der Typ etwas über ihre Kontakte zu Monalisa wissen wollte? War er vielleicht ein Kämpfer für Monalisas Bessere Weltordnung? War es vielleicht dieser Thomas oder sein Kollege bzw. Freund Reinhard? Das wäre natürlich ein dickes Ding! Und wenn der Mann nun auspackte? Hoffentlich wusste er dann, was er tat. Er legte noch drei Karten auf alle und las: „Karo Dame – Lumperei – fremdes Haus“. Hm … wenn der Mann die Behörden auf Monalisa ansprach … hm, das würde Nachfragen auch bei Ihnen geben, die unangenehm waren. Bisher war nur die NSA-Bespitzelung des Studenten öffentlich geworden, wenn der Typ jetzt aber ausplauderte, dass unter den Beobachteten auch eine Frau war, bei der sich die Geheimdienste aller Welt bedienten? Denn davon war mittlerweile ganz klar auszugehen. Was würde dies für Folgen nach sich ziehen.
Er hatte sich den Film, der Dimitris Bericht beigefügt war genau angesehen und als er die Arbeiter auf dem Campingplatz genauer betrachtet hatte, nun, da wusste er, die Anderen waren auch da. Und dieser Wohnwagen, der am Freitag kam, nein, seine Warnlampen waren sofort angegangen. Und wenn man sich Osrams Gesicht anschaute, dann war klar, dem war auch klar, was da ablief. Er tat zwar immer so, als bemerke er die Dinge nicht, aber das war Unsinn. Alexander wusste es besser, denn Joseph hatte ihm genau erklärt, wer dieser Osram in Wahrheit war. Dieser Mann war Monalisas Zwilling, ihr Anker, er war der Fels, er war der echte Held in der Geschichte. Ja, er war der einzige Held. Alle Anderen hatten kläglich versagt. Doch dieses Versagen war notwendig, auch dies hatte Joseph ihm erklärt. Sie mussten alle scheitern, damit ER gewann. Ach, Magie ist eine wirklich komplizierte Sache und selbst bei ihnen im Haus, wo es jede Menge kluger Köpfe und spirituelle Medien gab, sie beschäftigten Astrologen und Kartenleger, Heiler und Wahrsager, aber diese Art der Magie, damit kannte sich kaum einer aus. Man konnte mit all diesen esoterischen Methoden zwar interessante Einblicke gewinnen, aber die Welt gestalten und verändern, das konnte man damit nicht. „Das Spiel des Lebens“ war einfach eine große Kunst. Nun ja, und Gott war der Meisterspieler. Sie hatten versucht ihn herein zu legen und nicht gemerkt, dass sie alle nach SEINER Pfeife getanzt hatten. Man, die Sache wurde wirklich immer komplexer und wenn er versuchte die Zusammenhänge mit Hilfe eines Schemas darzustellen, nun, es lief wahrlich auf ein Finale heraus, dass sich gewaschen hatte. Mann oh Mann … wo war er da nur hineingeraten? Er wollte ja auch, dass Gott gewann, denn der Preis war Freiheit und Frieden, Glück und Wohlstand für Jeden. Das Paradies Erde würde für sie alle zum Garten Eden und die Satanischen konnte sich entweder damit arrangieren, nicht die Einzigen zu sein, denen es gut ging oder sie sollten sich einen eigenen Planeten suchen.

„I LOVE PUTIN!“ – was für eine unglaubliche Geschichte. Er würde Monalisa ja gerne einige Tipps geben, aber das ging nicht. Bevor sie es nicht geschafft hatte, durfte ihr keiner zu Nahe kommen.
Er legte weitere vier Karten und las: „Das Gespräch – freu Dich! – es wird gewahr – in naher Zukunft“ Der Mann wird also reden … oh und nun lag dort auch noch der „Götterbote“ selbst. Er zeigte auf die Botschaft: „Liebe – Kreuz König“, na, wenn das nicht eindeutig war, das hieß ganz sicher: „I LOVE PUTIN!“. Diese Geschichte schien so langsam ihre Kreise zu ziehen, zumindest in Geheimdienst-Kreisen. Aber wer konnte schon mit dem „Kosmischen Handy“ umgehen, er zweifelte jedenfalls oft, dass er das Richtige aus ihnen heraus las. Manchmal aber, da war es so eindeutig, da passte alles zusammen, wie jetzt auch. Tolles Ding, dieses Handy, dagegen war ein I-Phone Kinderkram. Und so ein Kartenspiel war auch noch total billig …
Er schaute auf die Uhr, halb Elf, es wird Zeit, mein Wochenende ruft, dachte er.. Seine Frau rief allerdings nicht, denn die war für ein paar Tage mit einer Freundin verreist. Sie wollten auf ein Seminar. Er hatte also eine Freie Bude … und etwas Gras hatte er auch.

 

5.Juli 2014

Kapitän RAISA

http://bewusst.tv/geschlecht-egal/
http://www.alternativ.tv/der-komplizierte-frieden-lars-maehrholz-im-gespraech-mit-frank-hoefer-nuoviso/
Joseph, der von seiner Crew respektvoll Kapitän RAISA genannt wurde, saß vor seinem Schachspiel und war zufrieden. Sein Sieg war zwar noch nicht ganz sicher, zumindest war nicht klar wie lange es noch bis zum Happyend war, aber es ging voran. Satan Senior hatte seinen Zug immer noch nicht gemacht, offensichtlich hatte er Probleme mit der neuen strategischen Lage. Die weiße Dame veränderte natürlich das Spielfeld, doch das war nicht sein einziges Problem. Sorgen machte er sich wegen seinem schwarzen König, die Rochade war nun zwingend und damit würde das Spiel auf die eine oder andere Seite verlagert. Beide Rochaden waren möglich. Links oder Rechts? In der Mitte konnte sein König jedenfalls nicht mehr stehen bleiben, denn da wollte die weiße Dame nun hin.
Satan Senior war etwas ratlos und zudem ziemlich irritiert, denn sein fauler und völlig missratener Sohn war seit einigen Wochen wie verwandelt. Er hockte nicht mehr jeden Abend am Pokertisch, er schaute auch nicht mehr stundenlang diese verblödenden Zeichentrick-Serien, er stand stattdessen früh auf, und arbeitete den ganzen Tag, ohne dass ein Chef dies verlangte oder er zumindest Geld dafür bekam. Die Zeiten, in denen er 250 Euro für das Bohren eines einzigen Loches in eine Wand erwartete, die waren augenscheinlich vorbei. Jetzt gerade hockte er im Keller und reparierte einen Wäschetrockner, obwohl ihn niemand dazu aufgefordert hatte. Und wenn er sich das Gartenhäuschen anschaute, also, da regnete es jetzt nicht mehr hinein. Jahrelang hatte sein Sohn in dieser Bruchbude gesessen und keinen Finger krumm gemacht, außer, dass er ab und zu die Eimer leerte, in denen er das hinein tropfende Regenwasser auffing. Es war unglaublich, aber sein Sohn schien endlich aufgewacht zu sein und verhielt sich völlig unnormal. Das war auf der einen Seite sicher sehr löblich, doch Satan Senior wäre es lieber gewesen, sein Sohn würde weiter schlafen.
Zuerst war er ja sehr verzweifelt gewesen, weil sein Sohn sich geweigert hatte seine Nachfolge anzutreten, doch dann hatte er erkannt, dass mit diesem Sohn als hauptamtlichen Satan die Erde selbst für eingefleischte Satanisten zu chaotisch werden würde, denn sein Sohn war schon in jungen Jahren zu einem Anarchisten geworden. Anarchie war aber so gar nicht dass, was eine Hölle gebrauchen konnte, denn Satan Senior war auf Grund seiner langen Lebenserfahrung zu der Überzeugung gelangt, dass im Gegenteil, der Faschismus der beste Weg war, ein Paradies Gottes auf Erden zu verhindern.

Kapitän RAISA lehnte sich zurück und schaute in sein Döschen. ER hatte alles weg geraucht. Schade, dachte der liebe Gott, jetzt ein Pfeifchen, das wäre echt schön. Ja, das war die Crux mit dem Gras, wenn man einmal damit anfing, dann fiel es schwer keine Sehnsucht nach dem Rauschgefühl zu haben. Klar, mit einer echten Sucht wie bei Alkohol oder Heroin hatte diese Sehnsucht nichts zu tun. Gott zitterte nicht, er hatte auch keine Schmerzen. Sein Gefühl war ehr mit jemanden zu vergleichen, der morgens gerne als Erstes seinen Kaffee trank und die Dose leer fand, weil er vergessen hatte Kaffee zu kaufen. Oh … er sah, das Video war endlich online! Er stupste Satan Senior an und sagte: „Komm, schau Dir das mal an!“

http://youtu.be/2sMICX_y2Is „Satan und Monalisa fahren ans Meer“

„Und, was sagst Du dazu? Dein Sohn ist doch wirklich ein sehr fleißiger Typ, ich habe ihn in diesem Film fast immer nur in Bewegung gesehen. Und wie er die Sache mit dem Scheibenwischer gemeistert hat, also „Hut ab!“sage ich, aus Deinem Sohn ist doch am Ende noch ein richtig guter Mann geworden.“
„Ja, sicher, aber hast Du Dir auch die Karten angeschaut? Ich kenne ja nicht Monalisas Code, zumindest nicht so richtig, aber mir sieht das nach einer bevorstehenden, großen Veränderung aus,“ sagte Satan Senior, dem der Film auch sonst nur bedingt gefallen hatte. So hatte er sich seinen Sohn nie vorgestellt. Er hatte sich immer einen gepflegten, elegant gekleideten und vor allen Dingen gut rasierten Mann als Nachfolger vorgestellt. Sein eigener Schrank hing voller maßgeschneiderter Anzüge, in seiner Wohnung konnte man vom Boden essen, aber natürlich besaß er eine sehr teuer und elegant eingerichtete, sehr große Wohnung, ja, eigentlich war es ein richtiges Schloss. Aber zum Glück, der Film würde garantiert bald schon gesperrt werden, denn glücklicher Weise gab es ja das strenge und restriktive Urheberrecht. Monalisa konnte es einfach nicht lassen und schmückte ihre Filme immer wieder mit fremden Federn. Diese Frau war nicht nur eine unverbesserliche Kleptomanin, sie war auch alles andere als eine typische Desingerin. Kleinkram interessierte sie nicht, sie wollte immer gleich eine Revolution. Ihr Bombini war da ja nur ein Beispiel. Warum kümmerte sie sich nicht um die kleinen, schönen Dinge des Lebens?
Leider, sein Sohn hatte an solchen Dingen auch kein Interesse, im Gegenteil, ihm war Monalisas Wunsch, es sich wenigstens ein Bisschen gemütlich zu machen, schon zu viel des Guten. Was brauchte man einen roten Teppich als Tischersatz? Man konnte doch auch einfach auf dem Rasen sitzen und direkt aus der Dose essen. Und darum sagte er zum lieben Gott: „Das mag ja alles ganz schön aussehen und die Musik war auch ganz nett, aber in Wahrheit will mein Sohn das alles nicht haben. Und wenn Du Dir seine Beine angesehen hast, also, ich denke mal, da ist doch etwas zu viel Sonne dran gekommen. Er wäre besser in seinem Tiefkeller geblieben und hätte dort weiterhin die Mäuse gezählt.“
„Das finde ich gar nicht, da wäre er heute ganz sicher ziemlich unglücklich.“
„Seit wann muss ein Satan glücklich sein? Bin ich vielleicht glücklich?“
„Das ist Deine eigene Entscheidung, mein Lieber. Wenn Du nicht glücklich sein willst, bitte, aber lass doch den anderen dieses Vergnügen.“
„Wozu? Was hat der Mensch vom Gefühl des Glücks, es kommt und geht, nie ist es von Dauer. Geld, Macht und jede Menge Sklaven, die für einen die Arbeit tun, die sind wesentlich sinnvoller, denn das bleibt.“
„Aber bestimmt nicht auf ewig, zumindest nicht, wenn ich es verhindern kann.“
„Ach, Joseph, träume schön weiter … willst Du Dir nicht noch einen Joint anzünden? Die Menschen werden immer nach Macht und Einfluss streben, sie werden immer wieder dem Geld hinter her jagen, auch wenn dies nicht mehr Dollar oder Euro genannt werden wird. Der Mensch ist halt gierig und immer auf seinen persönlichen Vorteil bedacht, da machst auch Du nichts dran.“
„Das werden wir ja noch sehen … aber was ist, willst Du nicht endlich mal Deinen Zug machen?“
„Tja … hm … also gut, ich nehme dann mal die linke Seite. Da stehen doch etwas mehr Figuren, die ich verwenden kann.“
Und so spielten sie weiter wie schon seit Tagen und Joseph schnüffelte an seinen Figuren. Zum Glück kifften die fleißig weiter und ließen ihn dankenswerter Weise etwas mit high werden.
http://www.alternativ.tv/kenfm-im-gespraech-mit-peter-wahl-attac/

http://www.alternativ.tv/interview-aus-slawjansk-ukraine-gefuehrt-von-viktor-timtschenko/

http://quer-denken.tv/index.php/bibliothek/631-im-auftrag-ihrer-majestaet

 

 

7.Juli 2014

Die Unsterblichen

 

http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/523-total-recall-der-lichtcode Renate Schmid im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Diese Zeit in der wir jetzt leben ist eine ganz besondere! Das sollten wir alle wissen. Alles, was zuvor im Dunkeln lag und somit für die meisten Menschen nicht sichtbar war, wird sich offenbaren.
„Meinst Du wirklich, diese Beiden sind Unsterbliche,“ fragte Olga Dimitri, der mit ihr gemeinsam vor dem Wohnmobil beim Frühstück saß. Die Sonne stand schon recht hoch am blauen Himmel, denn sie hatten etwas länger geschlafen. Das war zum Glück kein Problem, denn auch ihre Zielpersonen starteten relativ spät in den Tag. Osram schlief zwar meist nicht ganz so lange, aber bevor er mit seinem Tagewerk begann, ging er erst mal mit dem Hund raus und zwar nicht nur bis zur nächsten Ecke. Dimitri war ihm einige Male heimlich gefolgt und wusste, dass Osram mit dem alten Siux gerne zum Beispiel nach Ratingen an einen See fuhr, um den Hund dort schwimmen zu lassen.
Monalisa schlief in der Regel bis halb Zehn, dann machte sie sich einen Kaffee und deckte den Frühstückstisch. Danach saß sie auch schon wieder vor ihrem Laptop.
„Wenn ich Madame richtig verstanden habe“, antwortete Dimitri auf Olgas Frage, „dann sind wir alle unsterblich. Die Seele stirbt nicht. Die meisten Menschen wissen es nur nicht, oder besser sie sollen es nicht wissen. Und mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da. Ich habe mir auf You Tube einige Vorträge und Interviews dazu angehört und ich muss sagen, mir ist der Gedanke der Reinkarnation sehr sympathisch. Insofern sind wir alle Unsterbliche.“
„Du meinst, es gibt nicht nur einige, wenige unsterbliche Familien, wie diese berühmten 333?“
„Sie waren nur die, die sich dessen bewusst waren. Dem Rest erzählte man das Märchen von Tod, Himmel und Hölle.“
„Du glaubst nicht an ein himmlisches Paradies?“
„Doch schon, es mag sogar viele solche Orte geben, aber bis man da hin kommt, das dauert. Ich denke, die Chance da den Eingang zu finden ist recht gering, wenn es einem in seinem Leben nicht gelingt, selbst wenigstens ein kleines Paradies zu erschaffen. Und es ist ja auch sehr einsichtig, warum sollte der liebe Gott sich Destruktive oder Unterentwickelte in sein Reich holen. Nein, ich denke, wir inkarnieren so lange, bis wir uns so weit entwickelt haben, dass ER mit uns etwas anfangen kann.“
„Osram scheint dies allerdings nicht so zu sehen, wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann glaubt er, nach seinem jetzigen Leben ist Schluss.“
„Das sagt er, aber in Wahrheit weiß er ziemlich genau, was abgeht.“
„Bist Du Dir da sicher? Ich finde, er redet wie ein eingefleischter Materialist.“
„Klar, seine Herkunft prägt sein Reden. Und er ist nun mal ein Sohn des Herrn der Finsternis. Die Satanisten sind die Letzten, die sich wünschen, dass der Mensch erwacht und sich seiner Unsterblichkeit bewusst wird. Wenn alle wissen, dass sie göttliche Wesen sind, die immer wieder inkarnieren um ihre Seele zu vervollkommnen, nun, dann verlieren die Bösen ihre Macht. Wer würde sich dann noch von ihnen Angst einjagen lassen? Wer würde sich noch von ihnen verführen und verdummen lassen? Wer wollte dann noch ihr Sklave sein? Satan Junior ist zwar rebellisch gegen seinen Vater und will nicht dessen Nachfolger werden, aber so ganz lässt sich die eigene Herkunft nun mal nicht abstreifen. Er ist und bleibt ein Satan Saturnius, der Gegenspieler des Göttlichen. Das ist schließlich seine Aufgabe.“

Olga klopfte ihr Frühstücksei und sagte: „Ich fand ja sehr interessant, was er gestern über seine Lampe gesagt hat. Beide Seiten bringen das Licht zum Leuchten.“
„Ja, die Lampe ist tatsächlich ein ganz wichtiges Objekt, das sehe ich auch so. Sieht zum Einen cool aus und trotz der blanken Stromleiter ist sie völlig ungefährlich. Aber, an seiner Lampe siehst Du, dass er sehr genau Bescheid weiß. Er weiß, wer er ist und was das Ziel seines jetzigen Daseins ist.“
„Und das wäre?“
„Er ist der Sonnengöttin Monalisa als Hilfe zur Seite gestellt.“
„Hm … warum sollte er als Satan daran interessiert sein, ihr bei der Erschaffung eines Paradieses zu helfen?“
„Nun, er hat durch sie das Paradies kennen und lieben gelernt. Seit dem weiß er, da ist es einfach schöner, als in der Hölle. Und er will nun mal nicht wie sein Vater der Herr der Finsternis sein, er will lieber selbst auch in paradiesischen Zuständen leben.“
„Trotzdem, ich finde, Monalisa hat sich da einen schwierigen Mitstreiter gesucht, er zieht sie doch ständig herunter. Die Sache mit dem Spruch an ihrem Geburtstag ist wohl doch kein Ausrutscher gewesen. Seine gestrige Reaktion auf den Hollandfilm, also wirklich, ich finde, er hätte auch etwas Netteres dazu sagen können. Sie lobt ihn ständig für seine Taten, aber er findet an ihren Sachen immer nur etwas auszusetzen.“
„Das ist seine Aufgabe, so versteht er sie. Er will einfach, dass sie noch besser wird.“
„Aber, da kann man doch auch mal loben! Sie will auch, dass er immer besser wird bei dem, was er macht, aber deshalb kritisiert sie ihn doch nicht ständig. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, sie macht ihm immer nur Mut. Er hingegen findet ständig ein Haar in der Suppe.“
„Oh, über ihre Kochkünste klagt er nie,“ widersprach Dimitri.
„Klar, weil er zu bequem ist selbst zu kochen. Ich finde, der Typ wird ganz schön von ihr verwöhnt. Nur er gibt es nicht zurück.“
„Das sehe ich nicht so. In dem Hollandfilm sieht man ihn ständig beschäftigt. Er baut das Zelt auf und ab, er tankt das Auto, prüft die Luft in den Reifen, er fährt, er bezahlt, er füttert den Hund …“
„Ist ja richtig, nur, wann ist er mal zärtlich zu ihr?“
„Tja, das ist tatsächlich nicht sein Ding,“ gab Dimitri zu.
„Ich finde ihre Beziehung ziemlich merkwürdig,“ sagte Olga und biss in ihr Brötchen.
„Damit bist Du nicht allein. Dieser Mike, von dem gestern so viel die Rede war, der lebt auch so.“
„Was ist mit ihnen los, warum haben sie keinen Sex?“
„Ja, ist echt komisch … vielleicht ist das bei Göttern so,“ überlegte Dimitri.
„Wenn das so ist, dann bin ich froh, ein Mensch zu sein,“ sagte Olga und leckte sich die Marmelade von den Lippen.
„Ich auch,“ sagte Dimitri, „was meinst Du, sollen wir zusammen duschen gehen?“
„Die Waschräume sind hier nach Geschlechtern getrennt, mein Lieber.“
„Oh, das ist kein Problem für mich,“ schnurrte Dimitri und legte seine Hand auf Olgas Schenkel. Sie spürte schon wieder diese Gänsehaut und fragte sich, ob sie gerade dabei war sich zu verlieben.
„Wir können auch einfach noch mal zusammen in der Koje verschwinden,“ schlug sie flüsternd vor und Dimitri ließ sich dies nicht zweimal sagen.

Alexander fragte sich, was er nur falsch gemacht hatte. Warum musste er in seinem Büro hocken und sein Untergebener konnte in der Sonne sitzen und herum flirten. Er hatte sein Sturm freies Wochenende zwar sehr genossen, aber jetzt begann für ihn wieder eine Woche hinter grauen Mauern. Auf seinem Schreibtisch stapelten sich die Anfragen. Er hatte in dieser Woche mehrere wichtige Termine, Konferenzen und jede Menge Berichte mussten ausgewertet werden. Seine Frau würde noch die ganze Woche weg sein und dass hieß, er musste sich zu allem Übel auch noch selbst um sein Essen und seine Wäsche kümmern. Und dann stand ihm als Highlight ein Gespräch mit dem Präsidenten persönlich bevor. Putin wollte von ihm auf den Stand der Dinge gebracht werden. Nur, was konnte er ihm schon berichten? Monalisa ließ sich zwar im Prinzip ganz offen in ihre Karten schauen, aber wer verstand schon, was diese für das Weltgeschehen bedeuteten? Die Sache war doch sehr viel komplizierter, als man auf den ersten Blick denken konnte. Alexander hatte sich deshalb mit einem alten, und in eingeweihten Kreisen sehr berühmten Magier verabredet und er hoffte, dass dieser Mann ihm weiter helfen konnte, den Zauber zu durchschauen, den Monalisa veranstaltete.
Es gab viele Fragen, die er klären musste. Zum Beispiel: Was war das für ein Gottes Beweis, den Madame liefern wollte? Er kannte sich mit den Karten zwar schon ganz gut aus, nur, welche Bedeutung hatten sie im globalen Maßstab? Was bedeutete es für sie alle, wenn sie endlich ihren Herzensmann bekam? Diesen Osram kannte man ja jetzt schon ganz gut und man konnte ihn einschätzen, nur wer war dieser C.? Von ihm gab es kein Foto, keine Beschreibung, außer, dass er blond war, blaue Augen hatte und am Ende der Welt lebte. Monalisa, so hatte er begriffen, sah in diesem Mann den Schlüssel zum Erfolg. Oder aber der Typ war so etwas wie eine Belohnung für ihren Erfolg. Wenn er es richtig verstand, dann war die Rückkehr dieses Mannes der gesuchte Gottesbeweis. Hm … er würde sich ihre Biografie wohl noch mal vornehmen müssen, denn nur da fanden sich über diesen C. einige wenige Informationen. Wer war dieser ach so tolle Mann?

Olga drehte sich zu Dimitri um, und fragte: „Sag mal, wer ist denn nun dieser Mike und auch dieser Tux?“
„Das sind Freunde von Monalisa, Mike kenne ich noch aus 2006, da spielte er eine nicht unwichtige Rolle und dieser Tux ist ein Kumpel, den sie aus ihrer Zeit in der Medienwerkstatt her kennt. Beide Typen sind seit Jahren sogenannte Hartzianer und versuchen jeder auf seine Weise der  Arbeit aus dem Weg zu gehen. Ich denke, sie wollen so leben wie Monalisa, doch dass dies mit sehr viel Arbeit, Kraft und Energie zu tun hat, dass wissen diese Trottel nicht. Es ist schon so wie Osram sagt, in einer anarchischen Welt kämen die nicht klar.“
„Ist Osram ein Anarchist?“
„Klar, Monalisa auch.“
„Ich weiß eigentlich gar nicht, was Anarchie ist. Für mich klingt das nach Chaos, Gewalt und Gesetzlosigkeit.“
„Musst Dir dazu vielleicht mal ein paar Sachen im Internet anhören, wirkliche Anarchie sieht anders aus. Die Frage ist nur, funktioniert Anarchie mit solchen Tuxen und Mikes? In meinen Augen sind das echte Versager, kriegen den Arsch nicht hoch, es sei denn für ihr Vergnügen. Dieser Tux, der kann wochenlang mit großer Begeisterung immer wieder die gleiche Wand entlang klettern, er läuft auch locker 20-30 Kilometer am Stück, er kann bis in die Morgenstunden am Rechner sitzen und Gottweißwas herunterladen um es auf seine Festplatten zu speichern, aber ob das alles Sinn macht? Ich habe mich mal in seinen Rechner gehackt um ihn etwas besser einschätzen zu können, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, der Typ ist ein paranoider Versager, die Welt wird er jedenfalls kaum verändern. Ja, und was diesen Mike angeht, nun, der träumt von selbstbestimmter, kreativer Arbeit, und er hat ja auch ganz gute Ideen, aber wenn es dann an die Realisierung geht, dann macht er schlapp. Hast es ja gehört, er kündigt immer wieder sein Kommen an und bleibt dann unentschuldigt fern. Er hätte sich zusammen mit Osram bei Monalisa jetzt wirklich ein tolles Arbeitsumfeld erschließen können, aber er hat es vermasselt. Jetzt plant Osram ohne ihn und ich denke, dass ist Mike auch klar. Aber er hat einfach nicht den Mumm sich dem zu stellen. Ich kann Dir nur sagen, wenn ich das Angebot bekäme, mit Osram etwas zusammen auf die Beine zu stellen, ich wäre sofort dabei. Das ist ein Mann, mit dem kann man etwas anfangen, mit dem kann man etwas aufbauen, der weiß, was es heißt zu arbeiten. Denn, um am Ende in so einem tollen Gartenhaus sitzen zu können und davon Leben zu können, kuriose Lampen zu bauen, dazu muss man einfach auch etwas tun. Osram hat zwar auch lange darauf gewartet, dass Monalisa ihm das Nest bereitet, schließlich ist es ihr Häuschen, aber jetzt hat er wohl eingesehen, dass er es selber machen muss. Und hast es ja gehört, nun sitzt er dort so fest wie seine Schrauben. Wenn sie ihn raus schmeißen wollte, dann wird er seine Drohung sicher wahr machen und alle Schrauben, die er hinein gedreht hat, wieder entfernen. Das wird sie sich also sehr gut überlegen. Insofern, seine Position hat sich durch die paar Wochen intensiver Arbeit sehr gefestigt. Und Mike hätte sich dies ebenfalls erarbeiten können. Doch jetzt, hier schau, ich habe mal seinen Rechner aufgemacht, jetzt hockt er da und traut sich noch nicht mal dort anzurufen. Ich kann dazu nur sagen, selber Schuld. Die Chance auf ein Plätzchen im Paradies hat er sich wohl verdorben.“

„Ich muss ja sagen, die Gespräche zwischen Monalisa und Osram sind wirklich total interessant,“ sagte Olga, die sich in der kleinen Küchenecke des Wohnmobils zu schaffen machte. „Die reden echt über Gott und die Welt, und ihre Ansichten sind für mich sehr nachvollziehbar. Wenn es über diese Beiden eine Reality-TV-Serie gäbe, ich glaube, ich würde mir keine Folge entgehen lassen.“
„Na, ich denke, das wäre der Supergau für die Satanisten dieser Welt. Wenn die wüssten, wer nach Satan Senior ihr Herr werden wird, ich glaube, die würden alle ihr Ticket nehmen und mit ihren Raumschiffen den Planeten verlassen.“
„Aber, das wäre doch super,“ begeisterte sich Olga, „so wären wir dieses Dreckspack endlich los.“
„Hm, interessanter Gedanke, vielleicht hat Monalisa das ja auch vor.“
„Im Grunde müssten wir die Bilder unserer Kameras nur online stellen, dann könnte die ganze Welt einen Blick in das MONALISALAND werfen. Ich bin sicher, das hätte weitreichende Folgen und die Zuschauerzahlen würden in kurzer Zeit explodieren.“
„Und dann würden sich überall auf der Welt solche kleinen Paradiese entwickeln,“ sagte Dimitri, „glaube mir, wenn es Eines gibt, was die Mächtigen fürchten müssen, dann ist es das. Sicher, ihre Geheimdienste sollen möglichst jedes Wort mitbekommen, aber bestimmt nicht die normale Bevölkerung. Ist schon schlimm genug, dass Monalisa mit ihrem Kram im Internet zu finden ist. Zum Glück forciert sie ihre Weiterverbreitung nicht, aber ich habe gestern entdeckt, sie hat ihr erstes Abo bekommen. Die Seite nennt sich „Enoughisenough“ oder so. Dort hat jemand ihren You Tube Kanal abonniert. Ich bin ja mal gespannt, vielleicht wird man ja jetzt auf sie aufmerksam. Im Internet kann das sehr schnell gehen und wenn Madame sich endlich dazu durchringen würde auch FACEBOOK zu nutzen, dann könnte sie tatsächlich von einem Tag auf den Anderen weltberühmt werden.“
„Na, glaubst Du wirklich? Die Welt versteht doch kein deutsch, sie müsste ihren Kram zumindest mal auf englisch übersetzen,“ meinte Olga.
„Monalisa kann viel, aber mit Fremdsprachen hat sie es nicht unbedingt. Sie bräuchte jemanden, der dies für sie macht. Ich bin da leider nicht der Richtige für, sonst würde ich schon bei ihr geklingelt haben.“
„Kannst ihr ja eine Übersetzung in russisch anbieten.“
„Klar, und was glaubst Du sagt Putin dazu? Ich weiß nicht, der Titel ihres interaktiven Buches wird ihm zwar gut gefallen, aber der Inhalt? Ihr Bombini ist nicht sein Traum. Er will erst mal noch gute Geschäfte mit Öl und Gas machen, in diesem Punkt ist er nicht anders als die Satanisten.“
„Schade, ich fände es super, wenn es uns Russen als Erstes gelingen würde, so ein Bombini in Serie zu produzieren. Stell Dir vor, unser Wohnmobil hier wäre ein Bombinimobil, dann könnten wir einfach abheben und mal eben nach Moskau fliegen.“
„Was sollen wir da, ich bin froh, aus der Stadt heraus zu sein,“ sagte Dimitri.
„Nun, ich war schon lange nicht mehr zu Hause und ich würde nach einem Kurzbesuch bei meiner Mutter, mit Dir gerne auch noch zu meiner Großmutter fliegen. Sie lebt auf der Krim, direkt am Schwarzen Meer. Dort könnten wir etwas Urlaub machen und meine Oma würde Dir einmal tief in die Augen schauen. Sie hat den 6. Sinn und würde mir dann sicher sagen, ob es gut ist, dass ich Dich getroffen habe.“
„Brauchst Du dazu wirklich Deine Oma,“ fragte Dimitri und seine Hand legte sich auf ihre rundliche Hüfte.
„Nun, im Bett bist Du super, aber wie ernst ist es Dir wirklich,“ fragte Olga und beugte sich, um einen Topf in den Schrank zu räumen.
Dimitri sah ihren Hintern und sagte: „Du musst nicht denken, ich fahre nur auf Deinen Allerwertesten ab, ich finde auch den Rest super.“
„Das ist natürlich schön für Dich, nur was glaubst Du, habe ich im Kopf?“
„Da kann ich zum Glück nicht hinein schauen, aber was da bisher heraus gekommen ist, gefällt mir auch.“
Olga richtete sich auf und sagte: „Es könnte sein, ich verliebe mich in Dich…“
„Das geht mir ganz ähnlich,“ flüsterte Dimitri in ihr Ohr. Und schon waren sie wieder in der Koje verschwunden.
http://quer-denken.tv/index.php/642-ist-es-wahr
http://www.alternativ.tv/krim-krise-ein-symptom-andreas-popp-in-russland/

 

 20:30 Uhr

OccupyMe

http://www.newslichter.de/2012/01/occupyme-der-film/ „Phu, wie lange machst Du das denn schon, ich meine ihren Laptop beobachten,“ fragte Olga
„Seit gut einem Jahr,“ antwortete Dimitri.
„Das ist ja krass, kommst Du auch noch mal dazu Dir selbst das Programm auszusuchen?“
„Ich kann natürlich auch weg hören, klar, ich könnte mir selbst ein Video im Internet aussuchen, nur, soll ich ehrlich sein, sie macht es total gut mittlerweile. Wenn Du wüsstest wie das am Anfang, damals 2006 war, nun, ich versichere Dir, das hier ist nicht nur sehr entspannend, es ist auch wirklich sehr informativ. Dieses Video zum Beispiel, ist doch super, ich wusste bisher nur wenig über diese Occupy-Leute. Und wenn Du dann an das Gespräch vorhin im Gartenhäuschen denkst, nun, dann kann ich mir vorstellen, was durch Monalisas Kopf geht. Sie hat die Argumente von Satan präsent, ihre eigenen Vorstellungen und Beurteilungen, ja und jetzt dieses Video, da ist es nur ein kleiner Schritt und ich kann voraussehen, was sie sich nun überlegt. Man muss ihren Weg einfach mitgehen, ich spüre, sie ist auf der Suche nach dem richtigen Weg. Sie weiß, die Welt zu verändern, das haben schon sehr viele versucht und nur sehr selten war es von Erfolg gekrönt. Ich weiß, sie weiß über die Schwierigkeit ihrer Aufgabe.“
„Was für eine Aufgabe?“
„Den Auftrag, den sie vor 12 Jahren erhalten hat.“
„SIE arbeitet im Auftrag??“
„Ja, sie ist im Prinzip eine Angestellte.“
„Von wem?“
„Nun ja, das ist die große Frage. Sie hat es schon mehrfach erwähnt und auch irgendwo genauestens dargelegt, aber das hat ihr natürlich niemand geglaubt.“
„Ja, und wer ist der Auftraggeber? Was zahlt er ihr denn dafür?“
„Sie bekommt kein Geld für den Job, sie kriegt Hartz IV.“
„Nun, also, dann ist der Stundenlohn aber echt mikrig.“
„Na ja, Du siehst, sie fällt nicht vom Fleisch. Sie hat alles was sie braucht. Im Grunde hat sie es doch echt gut. Und seit Osram so aktiv geworden ist, nun, also, er nimmt ihr doch auch sehr viel ab. Und wenn Du wüsstest, wie gut er sich um sie gekümmert hat, als es ihr echt Scheiße ging, wirklich, seit dieser Typ an ihrer Seite ist, hat sie keine großen Sorgen mehr. Wenn Eines auftaucht, wie zum Beispiel erst dieses Jahr irgendwann im April, da machte ihr Rechner Probleme und Osram hat sofort einen Neuen gekauft. Das war schon der dritte Laptop, den er ihr gekauft hat. Man kann wirklich nicht sagen, dass er nicht alles tut um sie zu unterstützen.“
„Aber trotzdem, sie hat kaum was Schönes zum Anziehen, ich habe das Gespräch mit ihrer Betreuerein mitbekommen, Madame hat keine 500 Euro auf dem Konto.“
„Im Grunde hat sie sogar jede Menge Schulden. Gut, in 2 Jahren ist die Insolvenz vorbei, dann ist sie dieses Problem auch los. Ich sage Dir, wir werden sie noch mal total beneiden. Sie macht es doch genau richtig, sie macht was sie will.“
„Na gut, aber da muss dann auch irgendwann mal etwas bei herum kommen.“
„Geld? Wozu, wenn sie Erfolg hat, dann braucht sie kein Geld mehr, dann ist diese Scheiße abgeschafft. In ihrem Paradies gibt es kein Geld. Als Übergangs-Lösung schwebt ihr so etwas wie das Regiogeld vor, solange, bis die Menschen merken, dass die Dinge noch besser funktionieren, wenn man ganz darauf verzichtet. Die Einzigen, die damit Probleme haben werden, sind die Banker der Weltfinanz. Aber gut, die können sich Dauerurlaub auf einem anderen Planeten nehmen. Die meisten Betroffenen haben das Ticket ja eh schon in der Tasche. Also, warum soll sie nach Geld streben, ihr Paradies benötigt Keines.“
„Das ist ja echt radikal…“
„Was glaubst Du, warum ihre Ideen so gefürchtet sind, die haben nicht umsonst so eine Angst vor dem Jahr, in dem Bombinis unterm den Tannenbäumen liegen, dann ist die Welt eine Andere, dann sind die Oben, die heute noch machtlos sind und die alten Ölbarone werden um Almosen betteln. Denn, was glaubst Du? Ob einer von denen in der Lage ist, auch nur einen Nagel in die Wand zu schlagen? Wenn die ihr Personal nicht mehr bezahlen können, wer von diesen Satanisten wird dann noch eine Köchin finden, die ihn bekocht? Es ist wirklich so, sie will alles umkehren, allerdings ohne gleich alles dabei zu zerstören. Sie weiß, das Geld ist nicht nur die Ursache aller Probleme, das Geld ist zudem noch absolut überflüssig. Weg damit, das ist die einzig wirklich sinnvolle Lösung.“
„Man merkt, Du bist bei ihr durch eine sehr radikale Gehirnwäsche gegangen. Eine Welt ohne Geld, das ist doch eine echte Illusion!“
„Solange wir dies glauben, werden wir immer wieder auf die Nase fallen, bis wir es möglicherweise sehr schmerzhaft lernen müssen. Das Geld ist das Grundproblem, alle Anderen resultieren daraus. Man muss diese satanische Pflanze mit der ganzen Wurzel ausreißen, wenn man dieses Wucherzeug nicht gebändigt bekommt. Und da das Finanzsystem von dem Wucher profitiert, sind sie sicher nicht geeignet als Gärtner. Monalisa lässt in ihrem Garten ja alles einfach erst mal wachsen, aber wenn eine Pflanze zu dominant wird und ihr die Sonne stiehlt, nun, dann kommt sie weg. Da ist sie auch gnadenlos. Manchmal muss man ein Opfer bringen. Und warum soll dies nicht eine Pflanze sein, die man eh nicht haben möchte. Wenn es so ist, dass irgendwelche Außerirdische der Menschheit dieses System aufgenötigt haben, nun, dann sollen sie ihr System mitnehmen, wenn sie den Planeten verlassen. Sie braucht es jedenfalls nicht. Und wenn Du dieses Video siehst, nun, sie ist mit ihren Ideen nicht allein. Da irrt sich Osram tatsächlich, er denkt immer nur an seine eigenen frustrierenden Demo-Erfahrungen in den Achtzigern. Aber Monalisa hat die revolutionären Möglichkeiten des Internets schon früh begriffen.“
„Sie scheint sich aber dann doch nicht so gut damit aus zu kennen,“ meinte Olga. „Sie hat ihre Seite jetzt schon fast 2 Monate, aber kaum einer hat sich ihren Kram angeschaut.“
„Ich wundere mich auch etwas, aber vielleicht ist sie noch nicht soweit.“
„Ihre Seite ist doch so voll, da braucht man Tage um sich durch zu arbeiten, und es kommt immer wieder etwas Neues hinzu.“
„Nun, vielleicht sind Mossad, NSA, MI6, der Vatikan-Geheimdienst, BND und wir ihr auch genug.“
„Die hängen auch alle an ihrem Rechner?“
„Davon muss man ausgehen. Ich schätze, Alexander hat Recht und so langsam tauchen die Leute auch persönlich auf. Sind Dir diese Techniker auf dem Campingplatz nicht auch aufgefallen? Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich halte es durchaus für möglich, dass die Typen an den Verteiler-Kästen von der Konkurrenz waren.“
„Und diese Paar mit dem Campingwagen? Die auch?“
„Wer weiß, wir müssen die Augen jedenfalls offen halten.“
Olga drehte sich um und schaute zu den Nachbar-Wohnmobilen. Auch da flimmerte es bläulich durch die kleinen Fenster. Sollten das etwa tatsächlich Kollegen sein? Vielleicht auch der Typ direkt neben ihnen? Der war offensichtlich allein. Er hatte sich kurz vorgestellt. Sein Name war Charlie. Er war Amerikaner und Schriftsteller wie er sagte. Er wolle hier den Sommer über an seinem Buch schreiben, hatte er ungefragt erklärt. Olga berichtete Dimitri nun von dieser Begegnung mit dem Nachbarn und Dimitri verschluckte sich an seinem Bierchen. „Echt, Charlie sagst Du heißt der Mann, das ist ja krass!“
„Wieso? Warum soll er nicht Charlie heißen?“
„Monalisa nutzt normalerweise keine Klarnamen. Du heißt doch auch nicht Olga, auch wenn ich Dich gerne so nennen würde.“
„Na, bitte, tu Dir keinen Zwang an, ich bin gerne Deine Olga,“ lachte sie.
„Vielleicht will der Typ uns auch nur verarschen, vielleicht hat er Monalisas Geschichte über die BWO gelesen.“
„Wie soll er denn aussehen?“
„Gut, viel mehr hat sie dazu nicht gesagt. Ich habe ihn mir mit längeren blonden Haaren vorgestellt, muss eine coole Brille tragen.“
„Dann könnte er es sein.“
„Das kann ich aber nicht glauben, das ist doch sehr unwahrscheinlich, dieser Charlie war vor Kurzem zumindest noch in Berlin. Und außerdem, er scheint mir ehr ein Globetrotter zu sein, was sollte er hier auf diesem Campingplatz wollen? Das ist jemand, der gerne in Kneipen geht.“
„Dieser Charlie will hier jedenfalls in aller Ruhe an seinem Buch schreiben.“
„Hat er Dir auch erzählt, was das für ein Buch ist,“ fragte Dimitri mit einem Anflug an Eifersucht.
„Hat er leider noch nicht, aber er meinte, wir könnten ja bei Gelegenheit mal zusammen ein Bier trinken.“
„Also, wenn das der Typ aus der Geschichte ist, dann fresse ich einen Besen mit Stiel.“Dimitri schaute aus dem Fenster und starrte hinüber zum Nachbar-Wohnmobil. Darin flackerte es bläulich. Monalisa, Monalisa, wenn das stimmt, dann raste ich aus. Das ist wirklich zu krass, das ist unmöglich! Das wäre echte Zauberei! Das wäre der Hammer!

8.Juli 2014

Wer ist C.?

 

http://nuoviso.tv/der-cheops-skandal-die-wahre-story-dr-dominique-goerlitz-robert-bauval-im-exklusivinterview/ Alexander schaute sich dieses Video nicht an, obwohl es sicher auch für ihn sehr interessant gewesen wäre. Er fragte sich hingegen, ob er sich zu weit vor wagte, während er seine Notizen machte. So sattelfest war er bei der Befragung des Götterboten vielleicht doch noch nicht. Aber wenn er sich ganz streng an die inhaltlich festgelegte Übersetzung der einzelnen Karten hielt, also, dann befand sich dieser C. in einer privaten Problemsituation. Seine Frau wollte ihn anscheinend wegen eines Anderen verlassen. Zumindest konnte man die Karten so deuten, dass die Frau für diesen C. nur noch Freundschaft empfand. Wenn er es richtig sah, dann hatte sie dies zumindest einer Freundin, oder gar ihrer Tochter gesagt.
Einen Sohn hatte der Mann auch, dass wusste er aus Monalisas Biografie. Dieser Sohn hatte Sehnsucht nach seinem Vater, oder der Vater nach seinem Sohn, dass konnte er nicht so genau sagen, aber zwischen Beiden lag die Karte der Sehnsucht. C. Selbst erschien als Pik König, er war also nicht besonders gut drauf, vielleicht war er auch schon verlassen worden, obwohl, der König lag ganz rechts, dass hieß, es konnte auch erst noch so kommen. Doch der Pik Bube, der Lumpejung, der lag in der Gegenwart, und dass hieß, die Trennung war wohl aktuell im Gange. Man sprach offenbar sogar schon darüber, dass es zu einer Reise über den großen Weg kommen würde. Plante C. also schon seine Rückkehr nach Deutschland? Das wäre dann ja wirklich interessant.

Allerdings, wenn man nur einen einzigen Anfangsbuchstaben hatte, also, damit war die Identifizierung einer Person am Flughafen wirklich schwer möglich. Was wusste er also noch? Der Gesuchte war nach den vorliegenden Informationen bis zum Abitur auf dem Meerbusch-Gymnasium gewesen und hatte Physik und Kunst im Abitur. Jetzt müsste man nur noch wissen, wer zu der entsprechenden Zeit im Physik- und auch Kunst-Kurs saß. Damit wäre der Kreis dann klar eingegrenzt. Dann brauchte man alle Vornamen mit C. Das dürften nur noch eine Handvoll Kandidaten sein. Ja und dann müsste man Fotos dieser Schüler haben und schauen, wer blond und blauäugig war. Und wenn man dann den oder die Passenden gefunden hatte, dann müsste man noch heraus finden, wer von ihnen Ende der 80er ausgewandert war, also Deutschland verlassen hatte. Alexander überlegte, dass dies eigentlich für sein Haus kein Problem sein dürfte, es müsste sogar mit relativ geringen Aufwand zu schaffen sein, schließlich gab es Dank der vielfach im Internet veröffentlichten Klassenfotos, heute von fast jedem auch ehemaligen Schüler ein Bild im Internet. Ach, dachte Alexander, dies war doch eigentlich eine sehr schöne Aufgabe für seine neue Praktikantin Katharina. Ein nettes Mädchen, nicht unbedingt die Hübscheste, aber sie hatte wohl das Watson-Gen. Dies war eine sehr gute Voraussetzung dafür, dass sie in ein paar Jahren eine Spitzen-Agentin werden konnte. Oft zeigte sich dieses spezielle Gen schon nach wenigen Tagen eines solchen Praktikums. Zumindest war Alexander davon überzeugt, dass er sehr schnell erkennen konnte, ob eine Praktikantin oder auch ein Praktikant sich für diesen Beruf eignete oder nicht. Bei seiner Neuen hatte er jedenfalls ein sehr gutes Gefühl. Ob er sie mit der Recherche beauftragen sollte?

Er lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und schaute an die Decke. Hm … wir müssten auch mal wieder streichen, dachte er. Vielleicht sollte er dies auch morgen in Auftrag geben, jetzt, wo seine Frau verreist war. Klar, das müsste möglichst schnell geschehen, am Sonntag Abend würde sie zurück kehren. Er konnte sich vorstellen, dass sie sich über diese Überraschung bestimmt freuen würde. Nur, wo sollte er so schnell einen Anstreicher finden? Regulär lief da wohl kaum etwas, aber er konnte in seinen Hause vielleicht geeignete Mitarbeiter finden … klar, das war nicht unbedingt vorgesehen, aber … oder er müsste es selber tun. Doch er hatte in dieser Woche so viel zu tun … hm … er könnte auch den Sohn seiner Nachbarin fragen, der war doch ständig klamm. Ja, das würde sicher das Beste sein. Der Junge verdingte sich immer wieder mal als Gelegenheitsarbeiter. Seine Mutter war eine tüchtige Frau, sie arbeitete schon seit Jahrzehnten in einer Wäscherei, damit hatte sie all die Jahre ihre vier Kinder ernährt, denn ihr Mann hatte fast nur an der Flasche gehangen, bis er vor drei Jahren stürzte und sich das Kreuz brach. Damit war er dann nicht klar gekommen und hatte sich das Leben genommen. Wo er die Überdosis Heroin her hatte, das war nicht zu klären gewesen.
Jedenfalls, ihr Sohn würde sich sicher über diesen Auftrag freuen, dachte Alexander, und damit war klar, er würde gleich morgen früh noch vor seiner Arbeit bei seinen Nachbarin klingeln. Er fragte die Karten, ob dies eine gute Entscheidung war und er zog „Karo Ass – Kreuz Dame – Freu Dich“ Nun, also, die Mutter würde sich jedenfalls darüber freuen. Ach, dieses Kosmische Handy war doch wirklich eine tolle Sache, damit ließen sich Entscheidungen viel leichter treffen. Er schaute auf die Uhr. Oh … schon gleich 1 Uhr, dann musste er jetzt unbedingt ins Bett, sonst würde er noch trotz seines tollen, neuen Weckers verschlafen. Seit er mit dem Zentral-Computer verbunden war, ließ er sich hin und wieder von dieser sexy Stimme wecken. Sie flüsterte immer erst, dann wurde sie immer lauter und drang auf diese Weise ganz sanft in seine Träume ein. Er wusste es nie genau zu sagen warum, aber wenn er dann die Augen aufschlug, dann war er meistens gut gelaunt. So etwas wäre mit einem noch so tollen Wecker-Geklingel nicht möglich. Seine Frau hatte allerdings dafür weniger Verständnis und sie hatte Einspruch erhoben und gesagt, sie würde diesen Job lieber selber übernehmen. Nun, jetzt war sie aber nun mal auf ihrem Seminar und er so freute sich schon auf den nächsten Morgen. Er legte die Karten zusammen und machte das Licht aus. Jetzt schnell ins Bett, morgen gab es wieder viel für ihn zu tun.

http://www.youtube.com/watch?v=b9jj6qNfKfw „Israel-Lobby will Krieg um jeden Preis“ Oj je, dachte Alexander, als er am Ende seines ziemlich stressigen Arbeitstages noch mal einen kurzen Blick auf Monalisas Internetseite warf. Will Madame sich denn wirklich auch noch mit den Israelis anlegen? Wenn die ihre Kartendeutungen entdeckten, dann war doch klar, was das für Folgen haben würde … also, der Antisemitismus-Keule würde sie jetzt bestimmt nicht mehr auszuweichen können, es war nur noch eine Frage der Zeit. Solange die Resonanz auf ihre Seite so gering war, scherte sich der Mossad wahrscheinlich nicht um ihre Deutungen, doch wenn Monalisa damit den Weg in die Öffentlichkeit fand, dann war klar, SIE würde auf der Liste der größten Antisemiten garantiert ganz oben landen. Dabei, wenn man ihre Deutung ganz genau las, dann wurde klar, ihr lieber Gott war (auch) der Gott der Juden, wie anders sollte man es verstehen, wenn von dem Kreuz König, Glücksbub und Herzensmann die Rede war, der „im eigenen Haus“ für eine überraschende Veränderung sorgen würde? Das „eigene Haus“, das war Israel, und das „befreundete Haus“ im Bezug auf die Hamas, das zeigte doch ganz klar, wer dieser liebe Gott war. Joseph war also wohl tatsächlich der berühmte einzige Gott der Juden. Oh je, oh je … wenn ich auf das Ende sehe, ging es ihm durch den Kopf. Er machte sich so langsam wirklich Sorgen um Madame. Wie konnte sie nur so vermessen sein? Sie stellte wirklich alle Bösen der Welt bloß. War sie vielleicht doch etwas größenwahnsinnig?

Er meldete sich über den Zentral-Computer bei Dimitri und Olga. „Hallo ihr Zwei! Wie geht es Euch?“
Es dauerte ein paar Sekunden, dann hörte er Olga antworten: „Hallo Alexander, wir essen gerade etwas.“
„Dann will ich Euch nicht lange stören. Ich möchte nur, dass ihr Euch gründlich umschaut und die Augen auf haltet, insbesondere nach Mossad-Mitarbeitern.“
„Wieso? Haben die sich etwa auch ein Wohnmobil zugelegt,“ fragte Olga lachend.
„Wenn ihr nicht nur Urlaub machen würdet, sondern Monalisas Aktivitäten wie von mir gefordert aufmerksam verfolgen würdet, dann würdet ihr jetzt auch wissen, dass unsere israelischen Kollegen so langsam aber sicher nervös werden müssen. Schaut Euch nur ihre neueste Kartendeutung an. Aber esst erst mal auf, ich mache jetzt auch Feierabend. Wie ist denn das Wetter?“
„Och, es regnet schon den ganzen Tag,“ sagte Olga, „wir sind noch nicht einmal vor der Tür gewesen.“
„Na dann, viel Vergnügen, aber treibt es nicht zu bunt, ich will, dass ihr Eure Augen und Ohren weit offen haltet. Wir müssen langsam wirklich damit rechnen, dass Reaktionen erfolgen. Seid also wachsam!“
„Alles klar, Chef, keine Sorge, wir haben hier alles fest im Blick.“
„Das will ich auch hoffen! Also, dann bis morgen.“
„Bis morgen.“

 

9.Juli 2014

Mitten in der Nacht

 

„Dimitri, Dimitri … wach auf!“
„Oh … was ist … ist doch noch total früh …“
„Egal, wach auf und komm zu mir,“ sagte Olga, die vor ihrem Bildschirm saß.
Dimitri kroch aus dem Bett und rieb sich die Augen: „Was ist los? Geht etwa die Welt unter?“ Er trat zu ihr und schaute wie sie auf den erleuchteten Bildschirm. Es war 3:45Uhr und er sah Monalisa in ihrem Bett. Das Licht war an und Madame legte sich die Karten.
„Was ist denn los, es ist noch mitten in der Nacht,“ sagte Dimitri immer noch völlig verschlafen.
„Ich weiß es auch nicht, ich war plötzlich wach geworden und wollte Pippi machen. Da sah ich Licht in ihrem Zimmer.“ Olga und er hatten nämlich beschlossen, den Rechner nachts nicht mehr aus zu machen, damit sie jederzeit ihre Augen und Ohren auf Empfang stehen hatten. „Sie war auch auf Klo und ich habe sie mit sich selbst reden hören, konnte jedoch nichts verstehen. Ich glaube, sie hat schlecht geträumt. Und nun legt sie die Karten, ich bin da aber noch nicht so gut drin und verstehe nur Bahnhof.“
„Lass mich mal sehen,“ sagte Dimitri und rutschte neben sie auf die Bank. „Aha … da ist gleich als Erstes der Götterbote und er weist auf die Erfüllung eines Versprechens hin, das scheint mir eindeutig … Das Gespräch/Versprechen – Karo Dame, dass ist sie selbst heute – und dann die Karo 10, die Erfüllung … daneben siehst Du die existenzielle Veränderung, das höchste, persönliche Glück und den Herzensmann. Darunter die Kreuz 10, die große Veränderung/Reise und die Beziehung. T’ja und dahinter liegt der Kreuz König, der Ehemann bzw. feste Partner. Und hier siehst Du, da liegt sie selbst und die Aufforderung, dass sie sich freuen soll. Aber dieses Kuddelmuddel hier … ich kann nicht alle Karten erkennen … nein … wir hätten direkt bei der Auslegung zu schauen müssen.“
„Was ist das für ein Herzensmann? Ob sie von ihm geträumt hat?“
„Das glaube ich nicht, schau, die Kreuz 8 liegt hier mitten in dem Kuddelmuddel. Da liegt die Karte des Sohnes, der Pik König und die Pik Dame und der Lumpejung im fremden Haus … mehr kann ich nicht erkennen.“
„Stimmt, das wollte ich immer schon mal fragen, was ist eigentlich mit ihrem Sohn, überhaupt mit ihrer Familie? Ich habe mich an ihrem Geburtstag schon gewundert, wieso sie niemand angerufen hat. Es war doch ihr 50. Geburtstag, da muss sich ein Sohn doch zumindest telefonisch melden, meine ich.“
„Der hat irgendein Problem …“
„Geht es etwas genauer,“ fragte Olga, die Wasser für Kaffee aufsetzte.
„Ich weiß es auch nicht, er hat im letzten Sommer geheiratet, aber weder seine Mutter noch seinen Vater dazu eingeladen. Hat ihr eine Mail geschrieben, in der er sie ausgeladen hat.“
„Mit welcher Begründung denn?“
„Er hat es nicht begründet, er hat nur geschrieben, dass er Probleme mit ihr hätte und darüber lieber nach der Hochzeit und auf neutralem Boden mit ihr reden wolle.“
„Aha … und, hat es dieses Gespräch mittlerweile gegeben?“
„Nein, er hat seither auf keine ihrer Mails mehr reagiert. Sie hat sich darüber öfter mit Osram unterhalten und ich muss sagen, ich verstehe das Problem des Sohnemannes auch nicht. Wenn Du Dir den Film „Der kleine Prinz“ anschaust, dann wirst Du auch sagen, der Junge hatte es doch toll als Kind.“
„Der Film ist leider gesperrt.“
„Ich habe ihn mir heruntergezogen, kannst ihn Dir ja morgen mal anschauen … aber Liebste, ich meine, wir sollten jetzt zurück in unsere Koje.“
„Hm, ich wollte Kaffee machen,“ sagte Olga.
„Nichts da, komm, sie hat das Licht auch wieder aus gemacht. In dieser Nacht wird weder der Sohn noch der Herzensmann an der Tür klingeln. Los,lass uns zurück in die Kiste gehen, ich bin noch total am pennen.“
Olga drehte die Herdplatte aus und gähnte: „Halb Fünf, hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit bei ihr, ich schlafe ehrlich gesagt auch gerne etwas länger.“

Als sie wieder zusammen im Bett lagen, da flüsterte Dimitri: „Weißt Du, wenn dieser Herzensmann tatsächlich irgendwann bei ihr auftaucht, dann … nun, dann … „
„Was ist dann,“ fragte Olga.
„Dann ist das wohl wirklich ein Wunder Gottes.“
„Wieso?“
„Hast Du ihre Biografie noch nicht gelesen?“
„Natürlich. Du meinst dieser Herzensmann ist dieser C.?“
„Ich glaube ja. Und der Götterbote verspricht ihr sein Kommen.“
„Ach herrje … liebt sie diesen Herzendbrecher denn wirklich immer noch, der hat sie doch garantiert längst vergessen.“
„Das ist ja dieser GottesBeweis, wenn dieser Mann zu ihr zurück kommen sollte, dann kann dies nur daran liegen, weil der liebe Gott es so will. Ein glücklicher, selbst göttlicher Zufall reicht da nicht aus. Dafür ist wirklich ein Wunder nötig. Und Madame will dieses Wunder, denn dann hat sie den Beweis.“
„Du meinst, wenn dieser C. auftaucht, dann ist das ein Beweis von Gottes Existenz?“
„Nicht nur Seiner Existenz, auch seiner Macht. Monalisa ist überzeugt, dass es nie Zufall ist, wenn man sich verliebt, es ist immer ein Geschenk Gottes. Er ist der Herr über die LIEBE. Wenn ER will, dass wir uns lieben, dann wird es auch so kommen. Wenn ER es nicht will, nun, dann wird es nicht geschehen.“
„Und, was meinst Du, hat Gott mit uns Beiden vor,“ fragte Olga und kuschelte sich in tiefer in seine Arme.
„Ich glaube, ER meint, wir passen ganz gut zusammen.“

http://youtu.be/7Z0kpk36X3Q „Mahnwache für den Frieden – Prof. Dr. Dr. Berger – Karlsruhe 23.06.2014“
Ein paar Stunden später: „Osram gibt wirklich ganz schön Gas,“ sagte Dimitri. „Ein Zimmer hat er schon gestrichen und jetzt will er anscheinend die Küche machen. Die Wohnung sieht aber auch wirklich schlimm aus, die ist bestimmt 20 Jahre oder sogar noch länger nicht gestrichen worden.“
„Aber sie ist total billig und für Einen alleine echt groß. Ich würde da sofort einziehen.“
„Ist aber mit Ofenheizung,“ sagte Dimitri.
„Na und? Ist doch super! Wenn Du wüsstest, was ich für meine Zentralheizung hinblättern muss,“ sagte Olga. „Sein Keller ist doch gut bestückt, der friert im nächsten Winter garantiert nicht.“
„Der Hund wird auch ganz froh zu sein, dass er bald nicht mehr die Treppen hinauf muss.“
„Er scheint mir sowieso viel mehr an Osram als an Monalisa zu hängen.“
„Der kümmert sich ja auch viel mehr um ihn. Aber manchmal habe ich auch schon den Eindruck gehabt, dass Osram an dem Hund mehr hängt, als an seiner Freundin. Zumindest streichelt er den Hund sehr ausgiebig und regelmäßig. Auf solche Zuwendungen muss sie leider verzichten.“
„Ich verstehe das nicht, ehrlich, vielleicht ist Osram ja vom anderen Ufer?“
„Glaube ich nicht, ich denke, die Beiden haben ein anderes Problem.“
„Und was für ein Problem soll das sein?“
„Ich vermute, es liegt an Monalisas Gelübte.“
„Was für ein Gelübte?“
Dimitri öffnete eine Datei und sagte: „Hier, lies das mal…“

 

Alexander stieg in sein Auto und machte sich auf den Weg durch die lärmende Stadt. In Moskau hatte der Verkehr in den letzten Jahren enorm zugenommen, da immer mehr Menschen in die Stadt zogen, die sich ein Auto leisten konnten. Das war zur Sowjet-Zeit noch ganz anders gewesen, da musste man viele Jahre auf ein Auto sparen und zudem auch sehr lange warten, bis man Eines kaufen konnte. Ein Auto war damals ein echtes Privileg. Heute standen sie dafür ständig im Stau. Er selbst fuhr einen Audi, ein älteres Modell, aber dennoch, er war sehr zufrieden mit dem Wagen. Deutsche Autos waren einfach die Besten. Einen Neuwagen konnte er sich allerdings trotz seines guten Gehalts nicht so einfach leisten, er hatte seinen daher gebraucht gekauft. Er war mittlerweile schon über 10 Jahre alt, fuhr aber dennoch sehr zuverlässig und machte auch optisch immer noch etwas her. Ja, er gab es gerne zu, er liebte den Wagen. Für ihn war eine Fahrt mit ihm ein echtes Vergnügen und so freute er sich, dass er heute etwas weiter weg fahren musste. Er hatte endlich einen Termin bei dem Magier bekommen. Dieser war ein sehr gefragter Mann und Alexander war froh, dass er so schnell einen Termin bekommen hatte. Normalerweise musste man sich Monate im Voraus anmelden. Aber er hatte die Dringlichkeit klar machen können, denn der Präsident persönlich war nun mal betroffen.

Er verließ die Stadtautobahn und fuhr über eine noch relativ gut ausgebaute Landstraße. Das würde sich allerdings bald ändern, denn etwas weiter von den großen Städten entfernt, waren die Straßen leider immer noch in einem ziemlich schlechten Zustand. Ja, es dauerte alles halt seine Zeit und bis Russlands Infrastruktur so gut ausgebaut war wie die in Deutschland, das würde sicher noch viele Jahre dauern. Aber seit Putin an der Macht war, hatte man zumindest schon mal damit angefangen. Klar, wenn sie nicht gezwungen wären, so viel Geld in ihre Verteidigung zu stecken, dann sähe es überall schon viel besser aus, aber mit der Nato und den Amerikanern direkt vor der Haustür, wäre es sträflich, die Verteidigung zu vernachlässigen. Denn, eines war vollkommen klar, sollte der Westen eine Chance sehen, Russland zu besiegen, sie würden sofort einmarschieren. Da machte er sich wirklich keine Illusionen. Insofern mussten die Straßen weiter außerhalb erst mal noch etwas warten.
Er machte das Radio an, und lehnte sich entspannt in den Sitz. Ach, so war die Welt doch wirklich schön. Die Straßen wurden immer schmaler und sie führte ihn durch immer kleiner werdende Dörfer, bis er auf einen Feldweg abbog, der in einen Wald führte. Hier kam ihm niemand mehr entgegen und dann, nach wenigen Kilometern war er am Ziel. Das Wetter war wunderbar und er wäre gerne noch viel weiter gefahren, aber er war ja nicht zum Vergnügen unterwegs. Jetzt hieß es hinter das Geheimnis von Monalisas Zauberei zu kommen. Er hatte dem alten Magier, er nannte sich einfach nur Daniyar, was soviel hieß wie „Gott sei mein Richter“, zuvor einige Unterlagen zukommen lassen und nun hoffte er, der Mann würde ihm so einiges erklären können.

Er parkte das Auto vor einem erstaunlichen Anwesen, es war zwar aus Holz, aber nicht weniger beeindruckend als eine große Villa in der Stadt. Daniyar war offensichtlich kein armer Mann und als Alexander vor der großen, bunt verzierten Holztür stand, da spürte er, dass hier ein ganz besonderer Mensch lebte. Ja, er fühlte sich plötzlich ziemlich klein und unbedeutend.
Doch als auf sein Klopfen hin, die Tür geöffnet wurde, da verflog dieses Gefühl schnell, denn Daniyar begrüßte ihn mit einem Lachen und bat ihn freundlich einzutreten. Dieser Mann war ihm auf Anhieb sympathisch und als er sich in dem Haus etwas umsah, stellte er fest, dass Pomp und Luxus hier ein Fremdwort waren. Es gab zwar schöne, alte Truhen, wunderschöne Teppiche und große Bilder in schweren Rahmen, alles wirkte sehr einladend und behaglich, aber in keiner Weise übertrieben luxuriös oder verschwenderisch. Ja, dachte Alexander, hier konnte man sich wirklich wohl fühlen.

Ein großartiger, silberner Samovar stand in dem Raum, in dem Daniyar ihm einen Platz an einem großen, runden Tisch anbot. „Du hast mein Haus problemlos gefunden,“ fragte Daniyar und stellte Teetassen auf den Tisch.
Alexander begriff, hier waren Förmlichkeiten nicht gefragt und er akzeptierte es wie ein Junge geduzt zu werden, selber aber blieb er beim Sie. „Oh, ja, Danke, es war eine schöne und problemfreie Anfahrt, sehr verehrter Daniyar. Sie haben ein großartiges Haus, damit rechnet man in dieser Gegend nicht unbedingt.“
„Du kannst mich gerne auch duzen, ich bin zwar ein alter Mann, aber ich fühle mich zum Glück noch jung und sehr lebendig. Ich finde, Förmlichkeiten machen einen schnell sehr alt.“
„Vielen Dank, Daniyar, wenn ich Dir damit weitere Jugendlichkeit sicherstellen kann, gerne.“
„Ich habe uns einen Tee gemacht, wenn Du rauchen willst, dann bitte, hier ist ein Aschenbecher. Ich selbst rauche schon länger nicht mehr, aber ich mag den Geruch von brennendem Tabak immer noch sehr gerne.“
„Das ist selten, oft sind ehemalige Raucher ziemlich militante Nichtraucher,“ sagte Alexander.
„Am Besten, man lässt es von Anfang an. Aber wenn man erst einmal damit beginnt, dann sollte man sich nicht zwingen, damit aufzuhören. Das stresst nur und die Menschen verhärten sich innerlich. Ich habe früher sehr gerne geraucht, doch irgendwann, es kam wie aus den Nichts, da hatte ich keine Lust mehr und habe es einfach gelassen.“
„Von einem Tag auf den Anderen, ohne Probleme,“ fragte Alexander, der schon oft versucht hatte mit dem Rauchen aufzuhören.
„Wer auf sein Innerstes hört, der weiß, wann es genug ist. Doch mit dem Rauchen gegen den eigenen Willen aufzuhören, dass ist nicht zu empfehlen. Insofern sehe ich diese, gerade im Westen so propagierten Nichtraucher-Kampagnen mit großer Skepsis. Ja, ich halte tatsächlich nur sehr wenig von. Klar, die Jugend sollte besser die Finger von der Raucherei lassen, das ist keine Frage, aber gerade die sind ja so scharf darauf. Nur, wenn man dann raucht, viele Jahre womöglich, dann sollte man mit dem Aufhören vorsichtig sein. Das Problem ist ja nicht nur der Entzug in den ersten Monaten, das Problem ist die langfristige Reaktion des Geistes auf das Fehlen des Nikotins. Bei vielen verändert sich ihre Persönlichkeit zum Nachteil. Aber … deswegen bist Du ja nicht gekommen, ich habe Deine Unterlagen erhalten und aufmerksam gelesen. Das ist ja wirklich ein dickes Ding, was Du da beschreibst.“
„Ja, nicht wahr? Wir haben es zunächst gar nicht begriffen, denn, wer glaubt schon an Zauberei in dieser modernen Welt, aber mit der Zeit … nun … IHR Zauber scheint tatsächlich zu wirken. Normalerweise stellt man sich Zauberei ja so vor, dass sich irgendetwas simsalabim vor einem realisiert, aber dieser Zauber scheint so umfassend zu sein, dass die Realisierung Jahre gedauert hat. Doch jetzt ist es anscheinend soweit.“
„Danach sieht es tatsächlich aus,“ bestätigte Daniyar Alexanders Eindruck. „Aber, was soll ich nun tun? Die Lawine rollt, die kann niemand aufhalten.“
„Aber worauf müssen wir uns jetzt einstellen?“
„Die Welt wird sich auf den Kopf stellen und das heißt, man selbst sollte sich besser mitdrehen, sonst fällt man hinunter.“
„Und Du meinst, niemand kann diese Wende noch verhindern?“
„Dagegen hilft noch nicht einmal die geballte Macht und Gewalt der Schwarzen Magie. Hast Du von dem grandiosen Halbfinal-Spiel der Deutschen gegen die Brasilianer gehört? 7:1, dass ist eine echte Hausnummer, so etwas geschieht nicht einfach so.“
„Du meinst, dieses Ergebnis ist kein Zufall?“
„Ganz sicher nicht. Und wenn Du überlegst, dass 2006 auch eine WM stattfand und die Deutschen dort nur Dritter geworden sind, nun, diesmal sieht es ganz nach einem finalen Sieg für sie aus.“
„Aber was hat die WM mit Monalisas Zauber zu tun?“
„Wenn Du ihre erste, unvollendete Geschichte aus dem Jahr 2005 liest, die von der Begegnung Satan Juniors mit der frisch gebackenen Sonnengöttin, da kannst Du einige Zusammenhänge entdecken. Auch da spielt der Fußball eine Rolle. Für Madame ist alles miteinander auf magische Weise verbunden. Der Fußball ist dabei mit dem Planeten Erde verknüpft, das Fußballspiel der Nationen steht stellvertretend für den Kampf um die Macht. 2006, als Klinsmann mit der Mannschaft im Halbfinale scheiterte, da war klar, auch sie würde scheitern. Doch jetzt stehen ihre Chancen sehr gut. Wir werden das Finale abwarten müssen. Werden die Deutschen am Sonntag Weltmeister, nun, dann werden wir alle wohl bald unser blaues Wunder erleben.“

Als Alexander den Magier verließ, war es später Nachmittag geworden und er war um einige sehr interessante Erkenntnisse reicher. Ihm war nun klar, dass alle Menschen, die den Frieden wollten, und alle, die noch zu ihren Lebzeiten in einem Paradies leben wollten, der deutschen Mannschaft im Finale die Daumen drücken sollten. Doch selbst, wenn Deutschland das Spiel verlieren würde, sah es auch nicht unbedingt schlecht für sie aus. Im Grunde war die Sache nämlich schon längst entschieden worden, als Deutschland gegen die Amerikaner gewonnen hatte.
Daniyar hatte ihm auch die Sache mit C. erklärt. Der Erfolg dieser Geschichte war noch wichtiger, noch entscheidender, denn wenn C. und Monalisa sich wieder finden würden, dann würde sich ein Zauber erfüllen, der nicht nur zu einem Paradies auf Erden führen würde. Diese Liebesgeschichte würde sogar das ganze Universum beeinflussen, denn auch dieses würde sich dann auf den Kopf drehen. Und wenn C. und Monalisa sich dann auch noch gut vertragen würden, nun, dann konnte es tatsächlich wahr werden und alle Wesen im Universum würden in den nächsten 13 Tausend Jahren in einem Zeitalter leben, in dem Mann und Frau gleichberechtigt waren. Ach in seinem Kopf schwirrte es nur so, denn Daniyar hatte ihm so viele unglaubliche Dinge erklärt, dass er die Sache erst mal sacken lassen musste. Und was ebenfalls wichtig war, Putin würde er beruhigen können, für ihn standen die Dinge nämlich auch sehr gut. Das Einzige, was ihr Präsident jetzt nur noch begreifen musste, das war, dass es sehr klug wäre, wenn das erste Spielzeug-Bombini ein russisches Produkt würde.

 

11.Juli 2014

Nie wieder Deutschland?

http://youtu.be/S7TM92gTiF4 „Tagesenergie 58“ „Oh, Monalisa hat neue Filme hochgeladen,“ rief Olga erfreut aus. Sie hatte sich schon gewundert hatte, dass sich am gestrigen Tag nichts Neues im MONALISALAND getan hatte. Sie und Dimitri hatten diesen Tag fast komplett im Bett verbracht, denn ein Blick aus dem Fenster hatte gezeigt, dass die alte Bauern-Weisheit stimmte. „Wenn das Wetter am 27.Juni schlecht ist, dann wird auch der Sommer scheiße.“ Und sie wussten ja nur zu gut, dass es in diesem Jahr am Siebenschläfer nicht nur geregnet, sondern sogar richtig heftig gewittert hatte. Mit Hochsommer-Wetter war in den nächsten Wochen also nicht mehr zu rechnen.
In der letzten Nacht hatte es denn auch stundenlang geblitzt und gedonnert, das Wasser war in Kübeln über sie herein gebrochen und allein der relativ kurze Weg zum Bistro des Campingplatzes war nicht zu schaffen, ohne dass man bis auf die Haut durchnässt wurde. Und so hatten sie und Dimitri dies auch gar nicht erst versucht und waren stattdessen wie auch alle anderen Campinplatz-Bewohner in ihrem Wohnmobil geblieben. Auch dieser mysteriöse Charlie hatte sich nicht blicken lassen.

Alexander erwartete jedoch von ihnen, dass sie mehr über ihn und auch die anderen Bewohner heraus fanden. Es war zwar nicht damit zu rechnen, dass sich unter ihnen ein Mister Goldmann befand, aber die Leute vom Mossad konnten sehr wohl auch Lust auf einen Camping-Urlaub am Rhein bekommen haben. Außerdem hatte er ihnen von seinem Besuch bei dem alten Magier erzählt und gesagt, auch wenn sie vielleicht keine Lust auf Fußball haben sollten, das Finale der Weltmeisterschaft zu schauen, sei für sie eine Pflicht-Veranstaltung. Überhaupt, sie sollten sich Monalisas Filme alle noch mal sehr genau anschauen, jedes Detail sei wichtig und könne entscheidende Informationen enthalten. Und auch die Musik müsste genauer  analysiert werden, denn diese sei unter Umständen auch Teil der Magie. Insbesondere, wenn man bedenke, wie wichtig Madame diese „geklauten“ Schnipsel seien. An einer Stelle erkläre sie dies ja auch mit der Behauptung, dass der liebe Gott durch die Musik sprechen würde.

Nach dem Gespräch mit Alexander war Olga endgültig klar geworden, dass sie bei diesem, sie doch sehr spontan und zufällig ereilten Auftrag, der eigentlich nur ein kurzes Wochenende dauern sollte, in eine sehr komplexe und in weiten Teilen ziemlich unglaublichen Geschichte geraten war. Und zu allem Überfluss hatte sie auch noch Amors Pfeil getroffen, denn mit jedem Tag verliebte sie sich stärker in ihren Kollegen. Dimitri war einfach ein toller Mann, ja, in ihren Augen wurde er immer attraktiver und großartiger. Er war wirklich ganz nach ihrem Geschmack, er roch einfach super gut, und im Bett, nun ja, da wusste er offensichtlich sehr genau, was sie wollte. Und weil sie spürte, dass er sie mit ihren Rundungen super sexy fand, deshalb gab sie sich ihm mit einer für sie ungewöhnlichen Leidenschaft hin. Oh ja, sie war rund um zufrieden und glücklich mit ihrem Dasein und wenn sie an Amsterdam dachte, dann schüttelte sie sich. Nein, da würde sie nicht mehr hin zurück kehren. Allenfalls um ihre Sachen zu packen. Doch ihr Wohnmobil war so gut ausgestattet und viel mehr passte auch nicht hinein, dass sie mit der Klärung ihrer Amsterdamer Angelegenheiten noch warten konnte. Sollte ihr Schein-Ehemann sich also in Zukunft um sich selber kümmern, sie hatte jetzt andere Pläne.

Sie stand von ihrem Arbeitsplatz auf und trat vor das Wohnmobil. Es hatte endlich aufgehört zu regnen und dass hieß, sie würden draußen frühstücken können. Dimitri war schon vor einiger Zeit mit seinem Auto weggefahren um Brötchen, Eier, Milch und einige andere Dinge fürs Wochenende zu besorgen. Sie sah hinüber zu Charlies Wohnwagen. Auch er schien sich auf den Weg gemacht zu haben, denn sein Fahrrad war nicht zu sehen. Olga streckte sich und schaute zum Fluss. Sie stellte fest, dass dieser nach den starken Niederschlägen der letzten Tage doch ganz schön angestiegen war. Sie ging zurück ins Wohnmobil um den Tisch zu decken und Kaffee zu machen. Sie persönlich legte ja großen Wert auf guten, frisch gemahlenen Kaffee und konnte gar nicht verstehen, wieso Monalisa so süchtig nach ihrem Löslichen war. Aber wie sie, trank auch sie ihren Kaffee gerne mit Milch und sehr süß.

Während sie das Wasser in den Kaffee-Filter goss, lauschte sie dem Gespräch, dass ihre Zielpersonen gerade führten. Monalisa verkündete Osram, dass sie am Sonntag das WM-Finale schauen würde und sie erzählte ihm, dass sie gestern die Karten nach diesem Spiel gefragt hätte und danach würde Deutschland wohl gewinnen. Dann berichtete sie von einer Mail, die ihr vor dem Halbfinale zugeschickt worden sei. Man müsste wohl davon ausgehen, dass es schwarz-magische Rituale gegeben hatte, die einen Sieg Deutschlands verhindern sollten. In der Mail war darum gebeten worden, dieser schwarzen Magie mit Gebeten und viel Liebes-Energie zu begegnen. Sie hätte daraufhin ebenfalls ihre Karten gefragt und beruhigt festgestellt, dass der Götterbote einen Sieg für die Deutschen voraussagte. Dies hätte sie dann auch gleich zurück gemailt. Ja, und dann sei es zu diesem grandiosen 7:1 Ergebnis gekommen und Monalisa meinte, dies könne durchaus auch auf die kollektiv gespendete Liebes-Energie zurück zu führen sein. Ja, und da sie der deutschen Mannschaft den Sieg sehr gönnen würde, denn sie würden ihn auf Grund ihrer guten Leistung sehr wohl verdienen, deshalb würde sie sich dieses Spiel auf jeden Fall ansehen. Schließlich wolle sie wissen, ob ihr Götterbote Recht behielt und die Deutschen tatsächlich Weltmeister werden würden.
Daraufhin sagte Osram, dann würde er jetzt hingehen und ein schwarz-magisches Ritual dagegen setzten, denn er könne nur sagen: „Nie wieder Deutschland!“

Bis zu diesem Moment war die Stimmung zwischen den Beiden an sich ganz friedlich gewesen, doch nun wurde Monalisa ärgerlich. Erst einmal meinte sie, dass es für den Erfolg von Ritualen entscheidend sei, dass man fest an sie glaube und da er im Grunde ja gar nichts von Magie halten würde, seien seine Rituale zum Glück mehr oder weniger wirkungslos. Dann aber regte sie sich wegen dem Spruch: „Nie wieder Deutschland!“ auf und sie warf ihm vor, gedankenlos Feindpropaganda nach zu plappern. Sie meinte, diese Sprüche kämen gerade zu Hauf von sogenannten AntiFa-Leuten, die mit der amerikanischen und israelischen Flagge gegen die Montags-Mahnwachen mit völlig schwachsinnigen Argumenten demonstrieren würden. Auch da würde immer wieder im Chor skandiert: „Nie wieder Deutschland!“
„Nur,“ so fragte Monalisa, „was soll das denn bitte schön heißen?“ Sie würde zwar den Satz „Nie wieder Faschismus in Deutschland!“sofort unterschreiben, aber das Land selbst? Sie fragte ihn, was er denn gegen Deutschland einzuwenden habe und ob er auf der Welt vielleicht ein Land kenne, das besser wäre? Amerika und Israel kämen dafür wohl kaum in Frage, die seien doch gerade Wegs auf dem Weg in eine faschistische Diktatur. Dort würde jeden Tag das Menschen- und Völkerrecht gebrochen, dort gäbe es Konzentrationslager und all den Scheiß. Israel würde zudem gerade mal wieder einen absolut unberechtigten und unfairen Krieg gegen die Palästinenser führen und, und, und… Sie meinte, er solle sich wirklich ernstlich fragen, wessen Sprüche er da eigentlich nachsprechen würde.
Nun, Osram war jetzt natürlich etwas beleidigt und meinte, der Spruch: „Nie wieder Deutschland!“ sei eine Parole der Anarchisten nach den 1. Weltkrieg gewesen, weil die Deutschen so willig in den Krieg gezogen seien. Monalisa meinte darauf hin, sie sei für Anarchie sehr wohl zu haben, aber er müsse sich auch endlich mal Gedanken darüber machen wie man da hin kommen würde. Der Weg führe jedenfalls ganz bestimmt nicht über die Abschaffung der Nationen. Im Gegenteil, eine Zentralisierung durch die EU führe nur ebenfalls in eine Diktatur. Sie sei der Überzeugung, dass es erst mal wichtig sei, dass Deutschland endlich wieder souverän und eine richtige Nation würde, danach könne man dann über die Abschaffung der Parteien-Demokratie sowie die Dezentralisierung mittels regionaler Selbstverwaltung reden. Erst danach könne man dann über die Anarchie nachdenken. Nur, sein Weg, nämlich die Ignoranz aller aktuellen Politik, die führe einfach nur in das genaue Gegenteil.
Jetzt war Osram wirklich sauer und er verließ die Küche mit den Worten: „Du hast ja noch nicht mal das Buch: „Im Westen nichts Neues“ gelesen!“ Aber damit hatte er natürlich nicht das letzte Wort, denn Monsalisa rief ihm hinterher: „Mein Lieber, Du lebst in der Vergangenheit!“

Olga hörte Dimitris Auto kommen, und ging mit der Kaffeekanne nach draußen: „Hallo mein Geliebter, warst ja lange unterwegs! Hast Du alles bekommen?“
„Alles, bis auf die Plane. Oh, schön, der Kaffee ist fertig, den brauche ich jetzt.“
Er legte die Tüte mit den Brötchen auf den Camping-Tisch und gab Olga einen Kuss: „Ich sage Dir, dieser Charlie ist garantiert „unser“ Charlie, ich habe ihn im Supermarkt getroffen und die Gelegenheit genutzt um ihn anzusprechen. Der Typ ist wirklich mit allen Wassern gewaschen.“
„Wieso, was hat er denn gesagt?“
„Er meinte, er würde an einem Liebesroman schreiben.“
„Das sähe Monalisas Charlie aber nicht besonders ähnlich.“
„Das kommt darauf an. Er meinte, es ginge um eine ganz besondere Beziehung, denn sein Held suche seine kosmische Hälfte. Er sei dazu bis ans Ende der Welt gezogen und hätte jeden Stein nach seiner Traumfrau umgedreht, doch, so könne er jetzt schon verraten, am Ende fände er sie genau da, wo er sie verlassen habe. Interessant sei jedoch weniger diese Liebesgeschichte, es ginge mehr um die Geschichten, die der Mann während seiner Suche erlebe. Dieser Hauptteil sei sehr viel weniger romantisch, sondern tatsächlich sehr politisch.“
„Du hast Recht, dass ist unser Mann, das ist C! Sag mal, ist es Dir auch schon aufgefallen, der Name Charlie fängt auch mit C an.“
„Stimmt! Das ist mir ganz entgangen, klar, also … dass wäre ja der absolute Hammer! Charlie könnte tatsächlich C. sein und er schreibt seine eigene Geschichte. Vielleicht hat er ja Monalisas Internetseite entdeckt und nun wartet er darauf, dass Osram endlich den Weg frei macht und in seine eigene Wohnung zieht.“
„Aber Charlie ist Amerikaner, C. soll aber hier in Meerbusch zur Schule gegangen sein.“
„Ach, so genau muss man das alles bestimmt nicht nehmen, erst mal ist fraglich, ob dieser Charlie wirklich ein Amerikaner ist, sein Deutsch scheint mir dafür doch etwas zu gut zu sein. Und dann, also, er ist blond und hat blaue Augen.“
„Trotzdem, wir sollten keine zu schnellen Schlüsse ziehen. Mir erscheint das zu einfach zu sein. Aber wir können Charlie ja bei nächster Gelegenheit zu einem Bierchen einladen.“
„Ehrlich gesagt ich würde lieber einen Joint rauchen,“ sagte Dimitri und griff nach den Brötchen.
„Dann sollten wir vielleicht später mal nach Venlo fahren,“ schlug Olga vor.
„Das ist eine sehr gute Idee! Wir fahren gleich nach dem Frühstück!“

http://terragermania.files.wordpress.com/2011/09/wo-sind-sie-e28093-wo-ist-diec2a0zentrale-byrds-of-paradise.pdf (Anm. d. Autorin: Ob authentisch oder nicht, die Ratschläge sind richtig!)
„Ach Herrje … Madame glaubt es wohl immer noch nicht,“ sagte der liebe Gott.
„Was glaubt sie nicht,“ fragte Satan Senior.
„Na, dass wir wirklich hier sind. Sie denkt, wir hocken immer noch im Paradies und verhandeln über Deine Sünden oder tun sonst was Schönes.“
„Wenn es nach mir gegangen wäre, dann wären wir da auch geblieben,“ murrte Satan, der sich leider so gar nicht richtig auf das Schachspiel konzentrieren konnte. Ihm ging das 7:1-Ding nicht mehr aus dem Kopf. Warum hatte der Sieg aber auch so krass sein müssen? Das war doch etwas arg auffällig. Ein 2:1 hätte es doch schließlich auch getan! Aber seine Leute bekamen den Hals einfach nie voll … Er dachte dabei nicht an die nun völlig gedemütigten Brasilianer, die Leute waren ihm ziemlich egal, aber dass seine Manipulation Monalisa in die Hände spielte, dass schmerzte ihn gewaltig. Er hatte ja gehofft, Madame würde sich nicht um die WM kümmern, aber offensichtlich hatte sie doch ihren deutschen Kickern die Daumen gedrückt, und mit ihr viele Andere natürlich. Das war immer so, wenn eine Göttin etwas tat, dann machten es alle Anderen automatisch nach. Es war zum Haare ausreißen, ja, es war zutiefst frustrierend, denn seine Macht wurde zu Ihrer… Und wenn er an Sonntag dachte, dann wurde ihm ganz schlecht. SIE wollte sich das Spiel sogar anschauen! Seit er dies wusste, fragte er sich immer verzweifelter, wie er diesen deutschen Sieg noch verhindern konnte, aber es fiel ihm nichts ein, denn alle seine Leute wollten den deutschen Sieg. Seine einzige Hoffnung lag jetzt nur noch auf seinem Sohn, seinen nichtsnutzigen, faulen und völlig missratenen Sohn. Er hatte gehört, dass dieser Dummkopf ein schwarz-magisches Ritual durchführen wollte, um Argentinien gewinnen zu lassen. Satan Senior machte sich zwar keine allzu großen Hoffnungen, aber vielleicht würde sein Sohn ja trotz seines eigentlichen Unglaubens einen Zauber bewirken können, der Erfolg haben würde. Er selbst war mit seinem Latein jedenfalls am Ende. Er hatte wie immer alle Register gezogen und jede Menge Blut vergießen lassen, aber sein Zauber wirkte nicht mehr in seinem Interesse. Seine Macht war dahin. Er spürte es, mit jeder Minute verlor er mehr Kraft und es würde nicht mehr lange Dauern und er war endgültig ein Satan im Ruhestand. Dann würde sein Sohn die Rolle des Herrschers der Finsternis vollständig übernommen haben.

Nur, wenn er jetzt hinunter auf die Erde schaute und seinen Sohn seine neue Wohnung streichen sah, wenn er sah, wie fleißig dieser an seinem neuen Reich im MONALISALAND arbeitete, dann kamen ihm vor Wut die Tränen. Dass, was da Unten gerade geschah, dass war die Realisierung seiner schlimmsten Alpträume. Sein Sohn hatte nicht nur seine Nachfolge abgelehnt, nein, er machte jetzt auch noch Monalisas Paradies wasserdicht. Es war wirklich zum Heulen…und was am aller schlimmsten war, Monalisa plapperte alles aus. Er konnte nie wissen, wann sie in seinem Kopf herum geisterte und ihm seine geheimsten Gedanken stahl, um diese der Welt-Öffentlichkeit zu verraten. Bisher war das ja alles nicht so tragisch gewesen, denn sie hatte diese Geheimnisse immer nur in ihren Laptop getippt. Aber nun veröffentlichte sie ihre Texte gleich nach ihrem Entstehen auf ihrer Internetseite. Das war eine Schnelligkeit, gegen die er machtlos war. Früher konnte er solche Dinge leicht verhindern, indem er dafür sorgte, dass sie keinen Herausgeber fand, der bereit war ihre Geschichten in großer Auflage zu drucken, geschweige denn zu verkaufen. Überhaupt, solange jemand mit seiner Arbeit Geld verdienen wollte, hatte er es leicht, denn diese Wege kontrollierte er so gut wie vollkommen. Doch mit dem Internet wurde diese Kontrolle immer schwerer, denn nicht nur Monalisa nutzte dieses Netz für ihre Zwecke. Auch die klassischen Massenmedien mussten große Einbußen hinnehmen, denn die Menschen kauften ihnen ihre Zeitungen nicht mehr ab und viele machten auch den Fernseher nicht mal mehr für die Nachrichten an.
Aber, dass Monalisa sich noch nicht einmal mehr einen Tag Bedenkzeit gab, bevor sie ihre Texte ins Netz stellte, also, dass machte ihn völlig hilflos. Das Einzige, was er jetzt noch tun konnte, dass war das Internet selbst abzuschalten, doch das war eine Lösung, auf die er nur im absoluten Notfall zurück greifen konnte, schließlich waren auch seine Leute von dem Internet mittlerweile derart abhängig, dass sie ihm auf den Kopf steigen würden, wenn er ihnen ihre I-Phones lahm legte. Und außerdem, wie sollte er die Menschen kontrollieren, wenn das Internet nicht mehr funktionierte?

Er musste es also erst mal hinnehmen, dass Monalisa und auch all die anderen Weltverbesserer ihre Botschaften über das Netz in die Welt hinaus trugen. Das Einzige, was ihn im Moment noch beruhigte, dass war die fehlende Bekanntheit von Monalisas Internetseite. Es waren wirklich nur sehr geringe Klick-Zahlen zu verzeichnen, was Monalisa jedoch gar nicht weiter zu stören schien. Satan war auch klar, warum ihr das relativ egal war, denn in ihrem Fall war es egal. Letztendlich musste niemand wissen was sie tat oder auch nicht tat, es wirkte so oder so. Es war einfach nur zum kotzen, aber diese Schlampe, dieses Flittchen, diese fette Kuh, diese Wahnsinnige, diese naive Weltverbesserin, diese Rabenmutter, diese unglaubliche Egoistin! SIE wollte doch tatsächlich die Macht nicht nur auf der Erde übernehmen, nein diese Vermessene, diese Größenwahnsinnige wollte die Göttin des gesamten Universums sein! Und das für mindestens 13 000 Jahre! Und er hörte sie lachen: „Ja, Du alter Miesepeter, jetzt bin ich dran! Das Ei dreht sich und das Zeitalter des Satanismus ist zu Ende, jetzt kommt meine Zeit! Jetzt kommt meine Bessere Weltordnung zum Zuge und Deine NWO kannst Du Dir sonst wo hin stecken!“

Der liebe Gott schaute auf seinen Gegenspieler und wunderte sich nicht über dessen rote Gesichtsfarbe, denn natürlich hatte er Monalisa gehört. Endlich war es soweit! Endlich glaubte SIE IHM! ER hatte es IHR versprochen und was ER versprach, dass hielt ER auch!

 

 

12.Juli 2014

Weiße Drachen

Dimitri trat vor das Wohnmobil und schaute in den bedeckten Himmel. Ob es heute wieder regnen würde? Zum Glück war es ja nicht kalt, aber ein Sommer war das irgendwie nicht. Für den Campingplatz-Besitzer war dies nach eigener Aussage nur ein geringes Problem, denn er hatte viele Stammgäste, aber klar, das Geschäft lief natürlich erheblich besser, wenn die Sonne heiß vom Himmel herunter brannte. Doch Dimitri war froh, dass alles so war wie es war, denn damit hielt sich die Zahl ihrer Nachbarn in Grenzen. Sie standen mit ihrem Wohnmobil direkt am Ufer des Rhein und sie hatten eine fast freie Sicht über eine große Wiese, wenn sie Flussabwärts schauten.
Auf der anderen Rheinseite lag, der schon in der Römerzeit bekannte Ort Kaiserswerth mit einer durchaus berühmten Ruine, der sogenannten Kaiserpfalz. Direkt neben der Einfahrt des Campingplatzes befand sich eine kleine Auto-Fähre, mit der man hinüber fahren konnte. „Olga?“
„Ja, was ist,“ fragte sie und schaute aus der Tür des Wohnmobils heraus. Sie war gerade dabei etwas aufzuräumen.
„Was meinst Du, sollen wir heute mal hinüber fahren? Wir könnten etwas Essen gehen. Im Internet habe ich gesehen, dort gibt es einige schöne Lokale, auch Eines mit einem großen Biergarten, direkt mit Blick auf den Rhein.“
„Eine schöne Idee, wann willst Du denn los?“
„Jetzt ist es Elf, ich würde sagen, wir machen hier alles klar und dann gehen wir zur Fähre. Heute ist Samstag und ich finde, wir haben auch ein Recht auf etwas Entspannung am Wochenende. Uns entgeht schließlich nichts, Dank unseres allwissenden, sexy Super-Computers.“
„Da hast Du Recht,“ pflichtete Olga ihm bei. „Ich bin gleich mit Spülen fertig, Du könntest in der Zeit kurz den kleinen Staubsauger aktivieren, dann ist hier alles wieder schön sauber und wir können gehen.“

Dimitri zündete sich jedoch erst mal noch eine Zigarette an und schaute zu Charlies Wagen hinüber. Der Mann war wohl wieder mal mit seinem Fahrrad unterwegs. Gestern Nacht hatte bei ihm lange das Licht gebrannt, aber anscheinend brauchte der Typ nicht viel Schlaf. Ob Olga den richtigen Riecher hatte? War Charlie der gesuchte C.? War er vielleicht ein Kollege? Oder hatte Monalisa Recht und er war ein Agent der White Dragon Society? Leider wusste der normale Bürger ja nichts über diese Geheimorganisation, doch im Zeitalter des Internets konnte man durchaus zumindest etwas über die Ziele der Weißen Drachen erfahren, man musste nur mal danach googln.

… Die White Dragon Society ist der Name für eine Gruppe von Menschen aus der CIA, dem Pentagon, den Geheimdiensten und anderen Leuten, auch asiatischen Geheimgesellschaften. Es gibt eine andere Gruppe, die heißt “White Hats“. Alle haben das Ziel, die Kabale aus ihren Positionen zu vertreiben. Fuldford ist Sprecher der White Dragon Society. Fulford ist seit 25 Jahren Journalist mit Schwerpunkt Finanzen. Er bemerkte, dass 90% der Ersparnisse der Welt vom US-militärisch-industriellen Komplex abgesaugt werden, der eine parasitäre Einrichtung darstellt, die keine nutzbringenden Güter oder Dienstleistungen erbringt. Er hat den Asiaten vorgeschlagen, statt dessen Geld für die Erforschung des Weltraums auszugeben. Das wäre zum Nutzen aller Menschen.
Fulford, auf dem mehrere Mordanschläge ausgeübt wurden, trat einer chinesischen Geheimgesellschaft bei, die ihn unter ihrem Schutz nahm. Diese Geheimgesellschaft steht hinter den Nationen, die das gegenwärtige Finanzsystem nicht gutheißen. Aber die Interessengruppen sind grenzüberschreitend. Wenn man in Begriffen wie “Staat” denkt, versteht man nicht, wie die Leute arbeiten. Es gibt von beiden Seiten Gruppen in China, den USA oder Europa…
http://staseve.wordpress.com/2011/09/25/obama-ermachtigt-die-stationierung-von-japanischen-truppen-auf-us-boden/
http://staseve.wordpress.com/2011/10/18/die-rothschild-familie-bietet-der-white-dragon-society-25-billionen-um-zu-%E2%80%9Everschwinden%E2%80%9C/ (Anm. der Autorin: Wichtig! Unbedingt durchlesen!)

Nun, dachte Dimitri, möglich wäre es … ja, es war gar nicht so abwegig, vielleicht arbeitete Charlie tatsächlich in ihrem Auftrag. Aber eine andere ebenfalls sehr wichtige Frage hatte er endlich geklärt, nämlich, wer die von Monalisa immer wieder ins Feld geführten „Torsionsfelder“ entdeckt hatte. Sie selbst wusste es dummer Weise nicht mehr. Das Einzige, was sie dazu sagen konnte, war, dass es zwei russische Wissenschaftler gewesen waren. Nun hatte er endlich einen Artikel im Netz gefunden, der die Namen der Wissenschaftler nannte. Anatoly E. Akimow und Gennady I. Schipow!
Ansonsten gab es jedoch zum Thema Torsionsfelder nur sehr wenige Treffer. Doch dies, da war sich Dimitri sicher, würde sicher schnell ganz anders sein, sobald Monalisa mit ihrer wunderbaren Seifenblasenphysik bekannt würde. Er hatte sich gestern ihren allerersten Vortrag dazu, „Was ist Strom?“, angehört. Er war in der Rubrik „Gottes Beweis“ versteckt. Leider war die Tonqualität streckenweise sehr schlecht. Aber inhaltlich waren ihre Erklärungen eine Offenbarung für ihn gewesen. Und ja, er konnte so langsam von sich behaupten, dass er zu den ganz wenigen Personen auf diesem Planeten zählte, die ihre großartige Theorie verstanden hatten.

http://www.gutefrage.net/frage/torssionsfeld Eine streng physikalische Erklärung dafür kam aus Russland. Die „Torsions-Felder“, das sind Felder die ihrem Wesen nach keine Energie-Felder sind sondern Spin-Ordnungsfelder und auch nur mit dem Spin eines quantenmechanischen Teilchens wechselwirken. Der Begriff „Torsions-Feld“ hingegen ist mathematisch definiert er kann jedoch leider nicht auf eine einfache Weise veranschaulicht werden. Die beiden russischen Physiker Anatoly E. Akimow und Gennady I. Schipow haben im Jahr 1993 eine neue Theorie des physikalischen Vakuums vorgelegt, welche an das Diracsche Vakuummodell anknüpft und eigentlich eine ganz einfache allgemeine Relativitätstheorie darstellt, die im Gegensatz zur Einsteinschen Relativitätstheorie nicht auf der Riemann-Geometrie basiert, sondern auf der Riemann-Cartan-Geometrie beruht und daher den mathematischen Begriff „Torsion“ enthält. Alle Felder und Teilchen werden darin als Vakuumzustände betrachtet und sie entstehen durch unterschiedliche Polarisationen dieses Vakuums. Transversale Spin-Polarisierung des Vakuums führt zu Torsions-Feldern und longitudinale Spin-Polarisierung zu Gravitations-Feldern, deshalb sind auch einige Eigenschaften von Torsionsfeldern mit denen von den Gravitationsfeldern identisch, sie lassen sich zum Beispiel nicht abschirmen. Das Torsionsfeld resultiert somit aus der Spin-Orientierung von Teilchen und führt bei zusammengesetzten Objekten im Endeffekt dazu, daß jede Substanz und jedes lebende oder auch nicht lebende Objekt sein charakteristisches Torsionsfeld besitzt. Ebenso kann das Torsionsfeld die Spin-Orientierung in den Objekten beeinflussen und dabei metastabile transversale Spinpolarisationszustände im Objekt fixieren…

Aber noch ein Name war in diesem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant, dachte Dimitri. Ervin Laszlo. Klar, wenn man bei wikipedia nachschaute, dann wurde dieser Mann fast verunglimpft, aber das stellte man bei wikipedia recht häufig fest. Wer dem Mainstream nicht nach dem Mund redete, der hatte bei diesem angeblich unabhängigen „Nachschlagewerk“ einen schlechten Stand. „Nachschlage“-Werk, was war die deutsche Sprache doch deutlich, denn, er hatte nicht nur bei Ervin Laszlo den Eindruck, dass dort ganz gerne zumindest unterschwellig auf Vertreter der Wahrheit drauf gehauen wurde.
Ervin László (geb. 1932, Budapest) ist ein ungarischer Philosoph, Pianist und Buchautor. Er bezeichnet sich auch als Systemtheoretiker. Er ist der Gründer einer Global Shift University und des Club of Budapest, deren Präsident er ist.
László beschreibt in seinen Werken ein holistischen Weltbild mit der Idee eines neuen Feldes (so gen. fünftes Feld), das sowohl quantenphysikalische als auch zahlreiche parapsychologische Phänomene erklären soll. Dieses A-Feld nach László soll eine Art kosmisches Gedächtnis im Sinne der Akasha-Chronik darstellen, in dem zudem auf nichtlokale Weise durch so genannte Torsionsfelder und Skalarwellen überlichtschnelle Informationsübertragung in einem Quantenvakuum stattfinden soll. Nach László ist die Welt eine in sich verwobene und holistische Welt. Der Kosmos sei in Wirklichkeit lebendig, und die Menschen seine keine Individuen, sondern durch ein Psi-Feld miteinander verbundene Elemente in einem Netzwerk des Lebens, die mit den Rhythmen und Energien des Universums schwingen würden. Lászlós fünftes Feld bzw. A-Feld wurde indes weder nachgewiesen, noch erscheint es physikalisch plausibel …
Tja, dachte Dimitri, diese wikipedia-Dummschwätzer hatten halt alle noch nicht Monalisas Videos gesehen oder ihren Vortrag angehört. Doch selbst wenn, er konnte sich den Eintrag zu ihrer Arbeit schon jetzt sehr gut vorstellen. Aber, was soll’s, irgendwann würde auch dem Letzten klar werden, dass es sich bei wikipedia um eine von der Kabale geförderte Volksverdummungs-Plattform handelte.

„Na, mein Süßer, keine Lust auf staubsaugen,“ fragte Olga. Dimitri legte den Arm um sie und gab ihr einen Kuss. „Sorry, aber ich musste mich erst mal noch mit Monalisa über etwas Wichtiges unterhalten.“
„Geistert sie jetzt etwa nicht mehr nur durch unsere Köpfe, sondern fängt auch noch an, mit uns zu diskutieren,“ empörte sich Olga, allerdings mit einem Lächeln im Gesicht.
„Ich habe damit angefangen, denn ich habe einige Dinge heraus gefunden, die sie sehr interessiert hat,“ stellte Dimitri klar und er meinte es durchaus ernst. „Ich finde, wir sollten viel enger mit ihr zusammen arbeiten. Warum muss sie die Welt denn ganz alleine retten? Warum dürfen wir ihr nicht etwas unter die Arme greifen? Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob diese Anweisung wirklich von Joseph gekommen ist. Was soll daran sinnvoll sein?“
„Gibt es denn dafür eine „offizielle“Begründung,“ fragte Olga.
„Angeblich ist das Teil ihres Deals mit dem lieben Gott. Nur ER darf ihr helfen, niemand sonst.“
„Vielleicht, damit sie Beide am Ende auch allein die Lorbeeren ernten können,“ überlegte Olga. „Der Beweis Gottes … nur so funktioniert er. Wenn Du oder ein Anderer mit hilft, dann wird SEIN Anteil an der Sache womöglich nicht richtig sichtbar.“
Nun, das klingt durchaus einleuchtend, dachte Dimitri, aber er fand es auch ungerecht. Denn, so würde es am Ende so aussehen, als hätte ihr niemand helfen wollen. Doch das war nicht so. Er würde ihr gerne behilflich sein, auch ohne anschließend einen Lorbeerkranz aufgesetzt zu bekommen. Ihm ging es ganz egoistisch um sein eigenes Glück dabei. Er hatte schließlich auch keine Lust auf die NWO. Seit er Monalisas Bessere Weltordnung kannte, wusste er, genau diese Welt wollte er auch. Ein Paradies auf Erden mit jeder Menge Bombinis, und zwar nicht nur unter dem Tannenbaum. Er hatte letzte Nacht von einem richtig tollen Bombini-Mobil geträumt, mit einer Glaskuppel, unter der er in einem Wirlpool liegen konnte, während sein Bombini ihn per Auto-Piloten zum nächsten Auftrag, auf einem Stern, irgendwo in einer weit entfernten Galaxie, flog.

 

 

14.Juli 1014

Wir sind Weltmeister!

 

Es war wie so oft: Der liebe Gott hatte das Spiel gewonnen und Satan Senior durfte sich nicht darüber ärgern, denn auch er hatte ja auch auf Weiß gesetzt. Wenn er allerdings gewusst hätte, dass Monalisa in Wahrheit nicht die blaue sondern die weiße Pharaonin war, dann hätte er dies natürlich nicht getan. Oh … wie peinlich! SIE hatte ihn doch tatsächlich auf die hinterhältigste und gemeinste Weise eiskalt hereingelegt. Was für eine Blamage! … Was für ein … ach, er fand keine Worte für seine Schmach und seinen Ärger … Wie hatte er nur so dumm sein können! Diese verdammten Kinder des Lichts! Er war ihnen auf den Leim gegangen, dabei hatte Monalisa es ja sogar gesagt, sie hatte auf den Trick hingewiesen! Nur, er hatte es einfach nicht begriffen! Blau oder Weiß, das war auf der Erde nun mal nicht zu unterscheiden! Ach, hätte er doch nur auf seinen Sohn gehört! Der hatte es ihm schon vor Jahren gesagt, aber er hatte ihm nicht geglaubt. Und jetzt verstand er auch, warum der Monalisa nicht fickte … ach Herrje … jetzt verstand er dessen unerklärliche Zurückhaltung im Bett! Wenn er das verstanden hätte, oh, er hätte seinen Sohn zu ihr ins Bett geprügelt, damit er wenigstens ein Tor macht. Dann hätte es ein Elfmeterschießen gegeben und dabei wäre dann immer noch alles möglich gewesen. Nur, wenn er auf die Reaktion seines Sohnes schaute, dann hatte der mit dem Tor von diesem Götze offensichtlich auch nicht gerechnet. Und dieses Tor … nun, es konnte nicht anders sein, aber Monalisa musste auch seinem Sohn fremd gegangen sein, mindestens ein Mal. Ach … wie blöd war er doch gewesen! Wenn er das alles vorher gewusst hätte, er hätte Monalisa jeden Tag einen neuen Mann ins Haus geschickt! Und dann hätte es am Ende für Argentinien nicht nur 7:1 gestanden! Ach, wie schrecklich … jetzt war wirklich alles aus! Jetzt würde Deutschland tatsächlich Weltmeister, nicht nur im Fußball, das war schließlich nur ein Spiel … nein, das wirklich dramatische an diesem 1:0 war die Verknüpfung mit der BWO und dem Bombini. Und zu allem Überfluss auch noch mit der Kifferei. Ach, er hatte wirklich auf ganzer Linie versagt, er hatte in dieser bescheuerten Verlängerung tatsächlich Alles verloren! Was für eine riesige Katastrophe! Was für eine unglaublich große  Scheiße!

Der liebe Gott hingegen rieb sich begeistert die Hände, denn das Spiel war nicht nur gewonnen worden, nein, es war sogar richtig spannend gewesen, auch ohne Zauberei. Diesen Sieg hatten sich seine Jungs wirklich hart erkämpft, und auch Satans Versuche über den Schiedsrichter das Spiel am Ende doch noch zu wenden, es hatte nichts geholfen.

Kapitän RAISA machte den Fernseher an und dort lief auf dem Sender Phönix die Rückschau auf diese 64. Weltmeisterschaft. 64, die Zahl der Vollendung, die Zahl des Universums, die Zahl des Glücks! ER hatte das Turnier gewonnen und klar, das war natürlich kein Wunder, denn ER gewann am Ende immer, aber dass auch Monalisa gewonnen hatte, das war natürlich schon eine Überraschung, nicht für IHN, aber wahrscheinlich für alle Anderen. Selbst Satan Senior war davon ausgegangen, dass SIE eine Blaue war, aber ER hatte ihren Trick durchschaut, ER und Satan Junior. Ach, dieser Junge war doch wirklich ein ganz großartiger Mann, er trug das Herz wahrlich auf dem rechten Fleck. Er hatte SIE gedeckt und beschützt, er hatte sich konsequent an die Regeln gehalten, er hatte nicht einmal gelogen, betrogen oder sonst wie gefoult. Ja, Satan Junior hatte sich seine Belohnung wirklich verdient. Er musste zwar jetzt noch ein paar Wochen hart dafür arbeiten, aber dann würde er den Platz der Satans im Paradies zurück erobert haben.

13 000 Jahre war es her, da hatte der liebe Gott die satanische Familie samt ihren Anhängern aus dem Paradies verbannt, eigentlich für alle Zeiten, doch Satan Junior hatte es geschafft und die Ehre seiner Familie wieder hergestellt. Die Zeit der Verbannung war damit vorbei und der Friede konnte ins Universum zurück kehren. Es würde zwar sicher noch etwas dauern, bis dies auch allen Anhängern Satan Seniors klar werden würde, aber die Erkenntnis der Wahrheit ließ sich nun mal nicht aufhalten, da konnten sie noch soviel Aluminium in den Himmel sprühen. Sie waren sogar soweit gegangen, mit ihren Chemtrails ein Pentagram in den blauen Himmel zu zeichnen, aber, auch dieser Zauber würde sich verflüchtigen, nein, es war besiegelt, der goldene Pokal mit der Weltkugel lag nun in den Händen Seiner deutschen Jungs und dort war er sehr gut aufgehoben. Sie hatten ihn sich redlich verdient, ganz ohne Schweinereien, ohne Schummeln, ohne Betrug. Sicher, im Internet gab es einige, die hinter diesem Spiel eine schwarz-magische Einflussnahme witterten und damit lagen sie ja auch nicht ganz falsch, denn auch die Satanisten hatten den Sieg der Deutschen gewollt. Nur, wenn sie gewusst hätten, dass Monalisa die weiße und nicht die blaue Pharaonin war, dann hätten sie dies garantiert nicht getan. T’ja, es war nun mal so, wer Anderen eine Grube gräbt, der fällt am Ende selbst hinein.

http://youtu.be/BINu-tSiYEY?list=PLDKD8WmRJm4toJ1t4CF_H7qdyW67WN5wY „Mysterium Bewusstsein – Sind wir alle miteinander verbunden?“

http://youtu.be/7DII425bJq0?list=PLDKD8WmRJm4vOQ8ul9TSPLldjaJrwuQZy „Das Geheimnis von Gizeh und die Genesis der menschlichen Zivilisation – Dimitrij“

(Anm. der Autorin: Diese Video-Vorschläge sind nur zwei Beispiele aus einer sehr interessanten und sehr aufschlussreichen Exopolotik-Playlist. Nehmen Sie sich die Zeit dafür! Unbedingt ansehen!“

 

 

Fortsetzung folgt!

 

 

 

 

 

monalisa

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