MonalisaTV und das Urheberrecht

 Monalisa

Einen Moment Bitte!

Es gibt noch etwas zu sagen…und anzuschauen!

 

 

Alice-im-Vatikan

Alice im Vatikan

Ich kann Ihnen sagen, es ist gar nicht so einfach Ihnen meine sehr speziellen „Schnibbelfilme“ aus dem Jahr 2006 zu zeigen, denn dieses, in meinen Augen, viel zu restriktive Urheberrecht macht mir das Leben als Künstlerin ziemlich schwer. Das Urheberrecht soll ja von seinem Ursprung her dazu dienen, dass das sogenannte „geistige Eigentum“ der Künstler, Musiker, Schriftsteller etc. vor Missbrauch und Raub geschützt wird, und das ist erst mal auch sicher eine löbliche Sache. Nur, damals, als das Gesetz geschaffen wurde, gab es noch keine Computer. Und wie bei jedem neuen Medium, sei es die Erfindung des Buchdrucks oder später die Entwicklung von Radio und Fernsehen, eröffneten sich immer auch neue technische und zum Teil sehr kreative Möglichkeiten, mit dem neuen Medium umzugehen. Dies gilt insbesondere für die Kunst. Zu Zeiten Leonardos und Michelangelos saßen zum Beispiel Hunderte von jungen Malern vor den Werken der großen Meister und kopierten deren Meisterwerke, und dass war auch völlig selbstverständlich. Ja, es war Teil der Ausbildung. Kein Künstler wäre darauf gekommen zu sagen, Du darfst meine Monalisa nicht abmalen, also kopieren. Heute ist das anders, viele Künstler fühlen sich schon bestohlen, wenn man ihr Kunstwerk einfach nur fotografieren will.

Nun, und seit gut 10 Jahren gibt es in fast jedem Haushalt einen Computer, für den eine Kopie zu erstellen ein Kinderspiel ist. Das ist ein Problem, denn nun kann jeder hingehen und sich zum Ärger der Musiker, Fotografen und Filmemachern im Internet, sollten sie dort ihre Werke zeigen, einfach per Knopfdruck kopieren und wer weiß was mit der Kopie anstellen. Doch darauf warten viele Urheber, oder besser ihre Anwälte, nur, denn dann können sie dem Kopierer dank des Urheberrechts eine fette Rechnung schicken, sobald der „Dieb“ seine Kopien ins Netz stellt. Und da braucht es noch nicht mal so zu sein, dass der „Dieb“ dort seine „geklaute“ Ware zum Verkauf anbietet. Sie pochen so oder so auf ihr Recht an ihrem geistigen Eigentum. Einige Politiker, die es sich bei ihrer Doktorarbeit mit Hilfe von „copy und paste“ etwas zu einfach gemacht haben, mussten erfahren, dass so ein „Diebstahl von geistigem Eigentum“ schwere Folgen für ihre Karriere haben kann. Nun, und was für Texte gilt, dass gilt auch für Bild- und Videomaterial und ich muss sagen, ich kann es schon verstehen, dass es zum Beispiel ein Musiker nicht gerne sieht, wenn andere mit den Kopien ihrer Songs das „große Geld“ machen wollen. Ich fände es sicher auch ärgerlich, wenn ein anderer versuchen würde, meine Arbeiten auf diese Weise zu versilbern. Schöner wäre es, wenn das Geld auf meinem eigenen Konto landen würde. Und trotzdem bin ich dafür, dass das Urheberrecht in der Frage des Kopierens überarbeitet und an die neue Zeit angepasst wird, und wenigstens der künstlerisch kreative Umgang damit erlaubt wird, zumindest, solange der „Dieb“ die Arbeit des Anderen nicht als seine eigene Tat ausgibt und dafür zudem auch noch Geld verlangt.

Denn, wenn das Kopieren in keinem Fall mehr straflos möglich ist, dann widerspricht dies, meiner Ansicht nach, der Freiheit der Kunst, zumindest in meinem Fall. Denn für mich ist die Kopie einer Filmszene oder der Teil eines Musikstücks so wichtig wie die Zeitschrift für die klassische Kollage aus Papier. Und diese Form der Kunst war noch nie verboten. Jeder konnte sich eine Zeitung nehmen und ein Bild ausschneiden und mit anderen Bildern zu einer Kollage kombinieren. Kein Verleger würde einen Künstler deswegen verklagen, selbst, wenn der mit der Kollage ein Vermögen machen würde.

Was ich nun bei meinen sogenannten „Schnibbelfilmen“ gemacht habe ist an sich nichts anderes, nur, dass ich keine Zeitschriften zerschnibbelt habe, sondern bewegte Bilder aus dem Fernseher. Ich habe fast 3 Jahre mit großer Begeisterung Hunderte von verschiedenartigsten Szenen, mal nur wenige Sekunden, aber ab und zu auch mehrere Minuten mitgeschnitten und zu einem neuen Film zusammengefügt. Die Mitschnitte habe ich mit dem Mittel des Zufalls ausgesucht und der Reihe nach zusammengeschnitten, mit dem Ziel bestimmte Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen. Nicht alle Aufnahmen sind dabei „geklaut“, ich habe auch immer wieder eigene Filmaufnahmen hinzugefügt. Mal mehr und mal weniger. Ich fand das damals (2006-2008) total interessant und spannend, denn ich habe dabei zum Teil sehr verrückte Dinge entdeckt. Ich war von dieser Arbeit wirklich total begeistert und habe die unterschiedlichsten Methoden ausprobiert. Mal war Länge der Aufnahmen wichtig, mal ging es mir nur um den Inhalt. Aber immer war der Zufall sehr entscheidend. Und, ja, ich halte meine Schnibbelfilme für Kunst, zumindest war dies mein Ziel. Ich wollte aus so etwas Flüchtigem wie zum Beispiel eine Werbung für Coca Cola oder dem Wetterbericht etwas Neues, Einzigartiges erschaffen. Aber auch einzelne Szenen aus einem Zeichentrick- oder Spielfilm waren vor mir nicht sicher. Und so sind mit den Monaten viele Hundert kurze oder auch längere Filmchen entstanden, die ich Ihnen gerne zeigen möchte. Nicht um damit reich zu werden, deswegen stelle ich sie ja auch ins Internet. So können Sie ganz bequem von zu Hause aus, sich ein eigenes Bild von den Ergebnissen meiner „Schnibelei“machen.

Klar, nicht jeder Film ist großartig geworden, nicht jeder hat das Zeug zu einem Kunstwerk, aber wenn Sie unter dem Stichwort „Türchen ins Paradies“ nachschauen, dann werden Sie vielleicht auch erkennen, dass diese „Schnibbelei“ tatsächlich eine sehr interessante Geschichte erzählen kann. In diesem Beitrag möchte ich einfach mal eine kleine Auswahl zeigen, von Filmen, die noch relativ zu Anfang meiner Schnibbel-Mission entstanden sind. Leider musste ich dabei feststellen, dass You Tube immer wieder wegen der Verletzung von Urheberrechten die Filme sperrt. Klar, ich bin auch froh über diesen Service, denn so hoffe ich, bin ich vor unangenehmer Anwalts-Schreiben sicher.

So, genug der Theorie, jetzt zeige ich Ihnen einfach mal ein paar Beispiele aus den Jahr 2006. Lehnen Sie sich entspannt zurück und schauen Sie in mein Archiv hinein. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und entscheiden Sie, ob es sich hier um eine künstlerische Form der Auseinandersetzung mit dem Medium Fernsehen handelt. Wenn Sie einen „meiner“ Filme besonders interessant finden, bitte, kopieren und verbreiten Sie ihn, ich habe nichts dagegen. Nur, sollten Sie damit irgendwie reich werden, dann bitte, ich freue mich, wenn Sie mir als Dank eine hübsche Spende zu kommen lassen.

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Sexueller Missbrauch

 

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Der AchtZehnteTag

Schauen Sie unbedingt auch mal unter dem Stichwort

„Die verschwiegenen Früchte“ nach, dort finden Sie

das erwähnte 12-Tage-Experiment!

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Wenn es um die Kunst geht!

 

 Hallo-harzianer-121206

Wenn es um HartzIV geht …

 

Kopfsalat

Man lernt nie aus!

SchweineFilm

Der SchweineFilm

 

Fortsetzung folgt, es kann aber etwas dauern, denn es gibt dann doch noch Wichtigeres zu tun in diesen komplizierten Zeiten!

 

 

 

monalisa

12 Comments

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